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Hoeneß fordert: Jetzt muss geliefert werden!

Der Präsident des FC Bayern erwartet einen Sieg über Dortmund

München /DPA - Der Pokal-Wahnsinn gegen Heidenheim hatte Vereinspatron Uli Hoeneß auf der Tribüne emotional mitgenommen. Der Zittersieg des FC Bayern München auf der vorletzten Etappe zum Endspiel in Berlin änderte beim Präsidenten freilich nichts an der Erwartungshaltung für das alles überstrahlende Meisterschaftsduell mit Borussia Dortmund. „Am Samstag, 18.30 Uhr, darf es keine Ausreden geben. Da muss gegen Dortmund geliefert werden“, sagte Hoeneß. Ob der Clásico das fesselnde und irre 5:4 gegen die furios aufspielenden Zweitliga-Kicker des 1. FC Heidenheim um den dreifachen Torschützen Robert Glatzel emotional noch toppen kann, scheint kaum vorstellbar. „Solch ein Spiel wird man nicht zweimal in einer Woche spielen, da können Sie sicher sein“, sagte Trainer Niko Kovac, „dass Uli Hoeneß den Anspruch hat, Meister zu werden und gegen Dortmund zu gewinnen, erhöht den Druck nicht. Ich will dieses Spiel auch unbedingt gewinnen.“

Der Liga-Hit, in dem der deutsche Serienmeister den schwarz-gelben Rivalen wieder vom Bundesliga-Thron stürzen will, ist der Fußballabend, der die nationalen Kräfteverhältnisse neu ordnen könnte. „Das ist das geilste Spiel der Saison, darauf wartet ganz Deutschland“, verkündete Nationalspieler Leon Goretzka. In die Vorfreude und Kampfeslust der Bayern-Stars mischte sich am Mittwochabend aber auch Nachdenklichkeit. Wie soll die instabile Münchner Defensive die Turbo-Offensive des BVB um Marco Reus stoppen, wenn sie schon gegen einen Zweitligisten vier Tore kassiert?

Fünf eigene Tore, vier davon in Unterzahl nach der Roten Karte für Nationalspieler Niklas Süle, sprachen aber auch für die Willensstärke der wankelmütigen Kovac-Bayern um Siegtorschütze Robert Lewandowski. „Dieses verrückte Spiel gibt so viele Möglichkeiten der Interpretation. Wir picken mehr das Positive heraus“, sagte Thomas Müller. „Wir sind weiter, das ist das Positive“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic, „alles andere schnell vergessen.“

Für Uli Hoeneß kommen die 90 Minuten der Wahrheit am Samstag: „An eine Niederlage denke ich gar nicht. Wir müssen gewinnen, dazu gibt es für mich keine Alternative.“ Es geht um Platz eins. Aber Hoeneß geht es auch um ein Statement nach dem 3:2 des BVB in der Hinrunde. „Wenn wir nicht gewinnen, würde ich trotzdem gerne deutscher Meister werden, aber dann hätten wir es nicht so verdient, weil wir ja auch im Hinspiel das Nachsehen hatten. Unsere Mannschaft muss mit einem Sieg gegen Dortmund zeigen, dass sie Meister werden will.“

Sieg, Unentschieden, Niederlage – an eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft glaubt Hoeneß nicht, auch wenn der BVB bei zwei Punkten Vorsprung einen kleinen Vorteil besitzt. „Jetzt wird es ein enger Fight, egal, wie das Duell ausgeht“, sagte der 67 Jahre alte Präsident. Im Münchner Erfolgsfall wäre ihm garantiert egal, was gegen Heidenheim alles schieflief.

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Erstellt:
5. April 2019, 03:14 Uhr

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