Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Hojer schafft als zweiter deutscher Kletterer Tokio-Quali

dpa Toulouse. Zwei deutsche Kletterer dürfen bei Olympia antreten. Jan Hojer schaffte nach Alex Megos die Qualifikation für die Premiere der Sportart bei Sommerspielen. Dabei gab es in Toulouse Verwirrungen um das Reglement.

Hat die Qualifikation für Olympia im Sportklettern geschafft: Jan Hojer in Aktion. Foto: Mickael Chavet/ZUMA Wire/dpa

Hat die Qualifikation für Olympia im Sportklettern geschafft: Jan Hojer in Aktion. Foto: Mickael Chavet/ZUMA Wire/dpa

Bei den ersten Kletter-Wettkämpfen der olympischen Geschichte werden im kommenden Jahr zwei deutsche Athleten an den Start gehen.

Nach Alexander Megos sicherte sich auch Jan Hojer sein Ticket für die Sommerspiele 2020. Der 27 Jahre alte Kölner erreichte bei einem Qualifikations-Event in Toulouse das Finale, was aufgrund eines komplexen Reglements samt Länderbeschränkungen - wegen der sogar eine Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS läuft - gleichbedeutend ist mit der gesicherten Olympia-Teilnahme.

In dem Kombinations-Wettkampf aus drei Disziplinen landete Hojer in den Top acht und im Finale. Eigentlich schaffen es nur die besten Sechs nach Tokio. Weil zwei Finalisten aber Japaner sind, jede Nation nur maximal zwei Athleten für Tokio nominieren kann und das Gastgeberland seine Olympia-Startplätze schon vergeben hat, sind alle sechs Nicht-Japaner im Finale von Toulouse bei den Spielen dabei.

Neben Hojer war auch Yannick Flohé in Frankreich im Einsatz. Der 20-Jährige aus Aachen verbaute sich aber mit zwei enttäuschenden Resultaten in den ersten zwei Disziplinen die Finalchance. Am Freitag bestreiten die Frauen ihren Vorkampf - Deutsche sind nicht dabei

Im Wettkampf-Format „Olympic Combined“ werden die Disziplinen Lead, also Schwierigkeitsklettern mit Seilsicherung, Bouldern, dem Meistern von komplizierten Grifffolgen in Absprunghöhe, und Speedklettern ausgetragen und für die Endwertung kombiniert.

Hojer legte den Grundstein für den Erfolg im Speed zu Beginn, als er Drittschnellster der 22 Teilnehmer war. Im Bouldern, eigentlich seine Paradedisziplin, reichte es dann zwar nur zu einem 13. Platz. Als Achter der finalen Lead-Wertung beendete er aber die Kombi auf Rang vier hinter Szenestar Adam Ondra aus Tschechien, dem Chinesen YuFei Pan und Alberto Gines Lopez aus Spanien. Nur 18. wurde Flohé, der WM-Dritte im Bouldern. Das Finale steigt am 30. November um 19.00 Uhr.

In Toulouse hatte es zwischenzeitlich Verwirrung gegeben, weil wegen einer Klage Japans vor dem CAS unklar war, wie die Zusammensetzung des Finales für die Olympia-Qualifikation zu interpretieren ist.

Zum Artikel

Erstellt:
28. November 2019, 20:29 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!