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IOC-Mitglied kritisiert Olympia-Plan: „Unverantwortlich“

dpa Lausanne. Die viermalige Olympiasiegerin Hayley Wickenheiser hat als erstes IOC-Mitglied deutliche Kritik am strikten Festhalten des Internationalen Olympischen Komitees an den Sommerspielen in Tokio geäußert.

Das IOC will Olympia trotz Coronavirus-Pandemie eröffnen: Der Flieger „Tokyo 2020 Go“ soll das olympische Feuer nach Japan transportieren. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Das IOC will Olympia trotz Coronavirus-Pandemie eröffnen: Der Flieger „Tokyo 2020 Go“ soll das olympische Feuer nach Japan transportieren. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

„Die Krise ist größer - selbst als die Olympischen Spiele“, schrieb die 41 Jahre alte Kanadierin bei Twitter. „Ich denke, dass das IOC mit einer solchen Überzeugung darauf besteht, dass es weitergeht, ist unverantwortlich und gefühllos.“

Das IOC hatte erneut bekräftigt, dass die Spiele trotz der Coronavirus-Pandemie am 24. Juli in der japanischen Hauptstadt eröffnet werden sollen. „Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet“, teilte die Organisation nach einer Telefonkonferenz des Exekutivkomitees mit. „Da bis zu den Spielen noch mehr als vier Monate verbleiben, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Entscheidungen erforderlich.“ Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt wären „kontraproduktiv“.

Wickenheiser, einst eine der besten Eishockeyspielerinnen der Welt, ist seit 2014 IOC-Mitglied. „Sollen die Spiele abgesagt werden? Niemand weiß es zum jetzigen Zeitpunkt“, schrieb sie. Aber „mit Sicherheit“ zu sagen, dass sie stattfinden, sei „eine Ungerechtigkeit für die Athleten und die gesamte Weltbevölkerung“, ergänzte Wickenheiser. „Wir müssen das Unbekannte anerkennen“.

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Erstellt:
18. März 2020, 08:54 Uhr

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