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Katharina Menz sichert sich Bronze

Judoka der TSG Backnang zeigt beim Grand Slam in Abu Dhabi eine starke Leistung, die mit dem Podestplatz belohnt wird

Die Halle war nicht so gut gefüllt wie vor knapp drei Wochen in Brasilia, der Erfolg dafür umso größer: Judo-Sportlerin Katharina Menz von der TSG Backnang gewann gestern beim Grand Slam in Abu Dhabi ihre dritte Bronzemedaille bei einem hochrangigen internationalen Turnier in diesem Jahr.

Backnangs Judoka Katharina Menz (links) hat beim Grand Slam in Abu Dhabi überzeugt. Foto: Imago

© imago/Sportfoto Rudel

Backnangs Judoka Katharina Menz (links) hat beim Grand Slam in Abu Dhabi überzeugt. Foto: Imago

Von Katharina Klein

Mit dem dritten Rang geht für Katharina Menz eine fünfmonatige Durststrecke zu Ende, in der die sechsmalige deutsche Meisterin einen Podestplatz immer wieder knapp verpasste. Daheim in Backnang freut man sich mit: „Es ist mega geil. Ich freue mich riesig. Endlich“, jubelt TSG-Trainer Jens Holderle über den Erfolg seines Schützlings.

Katharina Menz strahlte über das ganze Gesicht, verließ die Matte und sprang dem Landestrainer Mirko Grosche in die Arme. Endlich war es wieder geglückt: Eine Bronzemedaille für die Backnangerin. „Ich bin super happy. Ich habe heute echt gut gekämpft. Ich war im Kopf sehr stark und wollte unbedingt die Medaille. So habe ich dann auch gekämpft“, sagt sie kurz nach dem Erfolg. Auch der heimische Trainer Jens Holderle freut sich, dass der Vorzeigejudoka wieder ein Coup gelungen ist: „Bei den letzten Wettkämpfen war es immer so, dass sie gegen richtig gute Gegnerinnen gewonnen hat und gegen Schwächere verlor. Deshalb freue ich mich jetzt riesig für sie.“

Die Nationalkaderathletin in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm mit Rang 19 auf der Weltrangliste besiegte im Kampf um den dritten Platz die Spanierin Laura Martinez Abelenda (Weltranglistenplatz 15), wie auch schon Anfang Oktober beim Grand Slam in Brasilia. In den letzten Zügen der regulären Kampfzeit gelang Menz der entscheidende Wurf, im Anschluss hielt sie ihre Gegnerin fest. Der Sieg war geschafft. Bis sie in diesem Kampf stand, hatte die TSG-Judoka schon vier Runden hinter sich gebracht. In Begegnung eins traf die Backnangerin auf die Inderin Shushila Devi Likmabam (Ranglistenplatz 51). Nach rund drei Minuten lag diese geschlagen auf der Matte. Weiter ging es gegen die Chinesin Yao Xiong (Ranglistenplatz 22). Erst in der Verlängerung fiel nach rund zwei Minuten die Entscheidung zugunsten von Menz. Nun stand das Viertelfinale an. Die TSG-Sportlerin traf eine Kontrahentin, bei der ihr nichts anderes übrig blieb, als zu dieser aufzuschauen. Nicht etwa, weil Daria Bilodid (Ranglistenplatz 3) ein Vorbild des TSG-Eigengewächses wäre, sondern weil die Ukrainerin die zierliche Backnangerin um geschätzte zwei Köpfe überragt. Ob am Ende die körperliche Überlegenheit Bilodids tatsächlich den Ausschlag für ihren Sieg gab, ist ungewiss, jedoch fiel Menz ihr zum Opfer. Enttäuscht ist die 29-Jährige darüber aber nicht: „Ich habe gegen sie echt gut gekämpft“, weiß sie. Holderle pflichtet ihr bei: „Gegen die amtierende Weltmeisterin darf man verlieren“.

In der Trostrunde lieferte Menz sich einen Mammutkampf mit Melanie Clement (Ranglistenplatz 12). Erst nach fast drei Minuten im Golden Score triumphierte die Backnangerin über die Französin, sodass der Einzug in den Kampf um Platz drei gegen Abelenda geglückt war. Das nächste große Turnier steht nahtlos vor der Türe: Die Oceanic Open im australischen Perth am 2. und 3. November, zu denen Menz direkt aus Abu Dhabi weiterfliegt. Um einen möglichen Erfolg dort macht sich Holderle keine Sorgen: „Katharina ist gerade voll drin. Das tut ihr gut und gibt ihr Sicherheit. Sie zeigt starke Leistungen“, lobt er.

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Erstellt:
25. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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