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Kim Mara Reber gewinnt mit einer Traumrunde

Golferin aus Maubach triumphiert beim Noller-Cup in Marhördt – Auch Promis wie Krassimir Balakov und Hansi Müller schlagen ab

Spielte die bislang beste Runde ihrer Laufbahn: Kim Mara Reber aus Maubach. Foto: privat

Spielte die bislang beste Runde ihrer Laufbahn: Kim Mara Reber aus Maubach. Foto: privat

Von Michael Clauss

Kim Mara Reber und Bosse Lenßen heißen die Gewinner des Noller-Cups beim Golfclub Marhördt. Unter den 181 Frauen und Männern war auch Prominenz aus Sport, Politik und Gesellschaft, die sich mit Ball und Schläger versuchte. Krassimir Balakov spielte stark, war als Sechster der bestplatzierte Ex-Fußballprofi.

Dagegen reichte es für Hansi Müller, einen weiteren früheren Mittelfeldstrategen des VfB Stuttgart, nicht für die vorderen Plätze. Trotzdem bekam der Golf-Frischling bei der Siegerehrung einen 400-stimmigen Chor zu seinem 62. Geburtstag zu hören. Anders als Hansi Müller zählt der beim VfB einst mit Giovane Elber und Fredi Bobic das magische Dreieck bildende Balakov schon zu den Golf-Routiniers. Nur 79 Schläge benötigte der Bulgare für die 18 Bahnen in den Höhen des Schwäbischen Waldes. Seine filigranen Fähigkeiten mit dem Lederball konnte Balakov offenbar auf das Golfergrün übertragen, was ihm den respektablen sechsten Platz einbrachte. Er lag damit teilweise weit vor seinen Kontrahenten aus der Fußballerzeit wie Bernd Dreher (früher Bayern München), Rainer Schütterle (Karlsruhe und VfB) oder Maurizio Gaudino (VfB).

SWR-Urgestein Gerhard Meier-Röhn, Landesschau-Moderator Jürgen Hörig und TV-Anwalt Ingo Lenßen waren mindestens so konzentriert am Werk wie sonst vor der Fernsehkamera. Lenßen assistierte zudem Marhördts Sportwartin Christiane Blessing bei der Siegerehrung und konnte so seinem Sohn Bosse Lenßen zum Sieg bei den Männern gratulieren. Der 19-Jährige benötigte lediglich 70 Schläge. Seine zwei Bogeys machte er mit zwei Birdies und einem Eagle an Bahn drei mehr als wett.

Spontanen Jubel gab es bei der Siegerehrung immer wieder. Wie bei Golfturnieren üblich, hielten auch die gastgebende Familie Noller sowie die Sportwartin die Ergebnislisten bis zu den Ehrungen unter Verschluss. Kein Golfer wusste, wie weit nach vorne ihn seine Anzahl an Schlägen in der Siegerliste gebracht hat. Emotionen bei der Bekanntgabe waren programmiert. Das bei Startern von Hamburg bis Österreich beliebte Turnier war laut dem Clubchef Peter Noller „wieder ganz schnell ausgebucht“. Zwei Startgruppen und teilweise doppelt belegte Bahnen taten der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Bei den Frauen durfte sich Kim Mara Reber gleich doppelt freuen. Die 27-jährige Maubacherin kletterte nicht nur auf das oberste Podest in der Bruttowertung der Frauen, „das war auch meine beste Golfrunde überhaupt“ jubelte die Sportlerin über die erste Par-Runde ihres Lebens. Exakt 72 Schläge – so viel beziehungsweise so wenig wie der Platzstandard – notierte sie auf ihrer Scorekarte. Dabei hatte die für den Golfclub Marhördt sowie den Golf- und Landclub Schloss Liebenstein startende Reber an Bahn zwölf mehr zu kämpfen, als ihr lieb war. An dem hinter Bäumen gelegenen Grün brauchte sie zwei Schläge mehr als vorgesehen – Doppelbogey. Ein weiteres Bogey setzte es an der bergauf geführten Bahn 15. Mit drei Birdies glich Reber die Missgeschicke aus und bejubelte ihren persönlichen Rekord.

Ergebnisse – Männer, Brutto: 1. Bosse Lenßen (Golfjugend Königsfeld), 38 Punkte; 2. Björn Drehmann, 36; 3. Marc Kübler, 35. – Frauen, Brutto: 1. Kim Mara Reber, 36; 2. Ewelina Jaworowicz, 31, alle GC Marhördt; 3. Jana Vogel (GC Johannesthal), 30. – Nettowertung A: 1. Philipp Schmitt, 43. – Nettowertung B: 1. Alexander Ehsani, 42. – Nettowertung C: 1. Wolfgang Müh, 46. – Nettowertung D: 1. Heinz Knauseder, 50. – Longest Drive, Männer: Alexander Ehsani, 260 Meter. – Frauen: Pia Schwarz, 240 Meter. – Nearest to the Pin, Männer: Matthias Rützler, 2,60 Meter. – Frauen: Wiebke Gaudino, 2,31 Meter, alle GC Marhördt.

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Erstellt:
3. August 2019, 06:00 Uhr

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