Kulttrainer Streich bleibt Freiburg weiter erhalten

Der seit 2011 im Breisgau tätige Coach verlängert seinen Vertrag

Freiburg /DPA - Für den dienstältesten Bundesliga-Trainer Christian Streich ist es „ein Glücksfall“ und „purer Luxus“ – für den SC Freiburg wohl auch. Der charismatische Coach bleibt mit einem neuen Vertrag dem badischen Erstligisten treu und soll den Club über die Saison hinaus weiter erfolgreich in der Fußball-Bundesliga etablieren. „Dass ich heute da stehe, wo ich stehe, ist purer Luxus“, sagte Streich und schwärmte von dem Verein in seiner badischen Heimat.

Das Freiburger Profiteam hatte er im Dezember 2011 übernommen. „Das ist eine Struktur in diesem Verein und in dieser Stadt, in die ich gut passe“, sagte der 53-Jährige und begründete: „Die Leute, die ins Stadion gehen, sind sehr bedacht – weil sie sich freuen, dass wir in der Bundesliga sind und nicht nach zwei Niederlagen alles infrage stellen.“

Gemeinsam mit Streich verlängerte auch sein Trainerteam. Zur Laufzeit des neuen Kontrakts machte der Tabellen-13. am Mittwoch wie gewohnt keine Angaben. Zwischen 1995 und 2011 hatte Streich ­bereits als Jugendtrainer beim Sport-Club gearbeitet, ehe die außergewöhnliche Konstellation seinen Anfang nahm. Streich ist in Eimeldingen in der Nähe von Freiburg aufgewachsen. Seine Freunde und Verwandte leben in der Gegend. Der Club ist eine Herzensangelegenheit.

„Eigentlich müsste ich immerzu ­niederknien und mich zehnmal bedanken, dass ich Trainer sein darf“, erklärte Streich. „Mach ich aber nicht, weil ich an das nächste Spiel denke und überlege, wie man die Verletzten kompensiert und wie man am Besten aufstellt.“ In seinen mehr als sieben Jahren an der Seitenlinie hat er längst Kultcharakter erreicht – aufgrund seiner Emotionen, seinem südbadischen Dialekt und seinen kritischen Äuße­rungen auch zu Themen außerhalb des Fußballs. Doch es gibt auch den anderen Streich, der seine Fassung verlieren kann und über Schiedsrichter schimpft.

Es liegt wohl auch an diesem ungewöhnlichen und etwas beschaulicheren Bundesliga-Standort Freiburg, dass er auch Krisen überstanden hat. So blieb Streich auch Trainer, als er mit dem SC 2015 in die 2. Liga abstieg. Ein Jahr später stieg er wieder auf. Zuvor hatte der Coach die Breisgauer 2013 sogar in die Europa League geführt.

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Erstellt:
28. Februar 2019, 05:06 Uhr

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