Olympia 2026

Kuss-Eklat: Eisschnelllauf-Vater jubelt Helfer die Brille kaputt

Kurioser Moment bei den Olympischen Spielen: Der Vater des niederländischen Eisschnellläufers Joep Wennemars hat nach dem Lauf seines Sohnes in überschwänglicher Freude einem Helfer auf der Tribüne versehentlich die Brille zerdrückt. Das war passiert.

Der Vater von Eisschnellläufer Joep Wennemars sorgte bei den Olympischen Winterspielen 2026 für einen kuriosen Moment.

© picture alliance/dpa/AP | Ben Curtis

Der Vater von Eisschnellläufer Joep Wennemars sorgte bei den Olympischen Winterspielen 2026 für einen kuriosen Moment.

Von Florian Huth

Der stolze Vater des Niederländers Joep Wennemars weiß nach dem Lauf seines Sohnes nicht, wohin mit seiner Freude. Es trifft einen unbeteiligt auf der Treppe sitzenden Olympia-Helfer - mit Folgen.

Vater Wennemars freut sich zu euphorisch

Der 23-Jährige war über 1.500 Meter unter lautem Jubel der mitgereisten Oranje-Fans zur zwischenzeitlichen Bestzeit und einem olympischen Rekord gelaufen. Auf den Rängen wusste sein Vater Erben Wennemars offenbar nicht, wohin mit seinem Stolz. Fernsehbilder zeigten die Szene: Der frühere Eisschnelllauf-Weltmeister sprang aufgeregt umher, riss die Arme hoch und packte schließlich einen Volunteer, der ahnungslos auf einer Treppenstufe saß. Der 50-Jährige drückte ihm einen so enthusiastischen Kuss ins Gesicht, dass dabei die Brille des Helfers zu Bruch ging. Als Wennemars bemerkte, was passiert war, hielt er sich erschrocken die Hand vors Gesicht. Zwar jubelte er weiter über die Leistung seines Sohnes, entschuldigte sich aber mehrfach sichtlich bei dem verdutzten Helfer.

Nach dem Kuss-Malheur rutscht Sohn aus den Medaillenrängen

Sportlich nahm der Wettkampf für die Familie anschließend noch eine bittere Wendung. In den letzten Paarungen wurde Wennemars’ Bestzeit gleich dreimal unterboten: Ning Zhongyan holte mit neuem olympischen Rekord Gold, US-Star Jordan Stolz wurde Zweiter und der Niederländer Kjeld Nuis sicherte sich Bronze. Wennemars blieb nur Rang vier. „Es ist, als würde man einen schlechten Film anschauen“, sagte Wennemars über den undankbaren vierten Platz. Er sei das wahrscheinlich beste Rennen seiner Karriere gelaufen. „Es ist schade, dass es so enden muss.“

Bereits über 1.000 Meter war Wennemars der große Pechvogel

Schon über 1.000 Meter hatte der Niederländer Pech gehabt. Auf Medaillenkurs liegend wurde er während seines Laufs vom später disqualifizierten Chinesen Ziwen Lian behindert und am Ende nur Fünfter. Zwar durfte er unter großem Applaus noch einmal starten, konnte sich aber nicht mehr verbessern. Trotz der Rückschläge zeigt sich Wennemars kämpferisch: „Ich weiß, dass irgendwann mein Tag kommen und sich all die harte Arbeit auszahlen wird.“ Sollte es so weit sein, dürften sich Menschen in der Nähe seines Vaters wohl besser auf besonders überschwänglichen Jubel einstellen.

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Erstellt:
20. Februar 2026, 09:12 Uhr

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