Löws Ziel: Endspiel um Platz eins gegen Spanien

dpa Leipzig. Jetzt liegt der Fokus auf der Nations League. Gegen die Ukraine kann der Bundestrainer wieder mit den Besten planen. Im Mittelfeld muss Löw aber umbauen. Ein Neuling will durchstarten und „viel aufsaugen“. Klarheit herrscht endlich über den dritten EM-Gruppengegner.

Hat mit dem DFB-Team die Ukraine vor der Brust: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Hat mit dem DFB-Team die Ukraine vor der Brust: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die nächste kurze Vorbereitung läuft. Nach ihrer Anreise zur deutschen Nationalmannschaft standen die beim 1:0-Testspielsieg gegen Tschechien noch geschonten Stammkräfte wie Manuel Neuer, Serge Gnabry, oder Toni Kroos am Donnerstagabend gleich auf dem Trainingsplatz von RB Leipzig.

Für den 24-jährigen Timo Werner war es eine Heimkehr. Der Angreifer wird nach seinem Wechsel von RB Leipzig zum FC Chelsea am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) in der Nations League gegen die Ukraine erstmals wieder in der Red Bull Arena auflaufen. Joachim Löw könnte nach längerer Zeit wieder seinen Topsturm mit Werner, Gnabry und Leroy Sané in einem Länderspiel aufbieten. Auch Niklas Süle steht nach seiner Corona-Quarantäne wieder als Abwehrchef zur Verfügung.

Bundestrainer Löw muss gegen die Ukraine sein Mittelfeldzentrum neu besetzen, da Kroos nach zwei Gelben Karten gesperrt ist und Joshua Kimmich nach seiner Operation am rechten Knie ausfällt. Die Lösung könnte Ilkay Gündogan und Leon Goretzka als Doppel-Sechs lauten.

Auch wenn die Nations League als Wettbewerb nicht die höchste Priorität besitzt, hat Löw den Gruppensieg ins Visier genommen. „Die Chancen sind noch vorhanden. Gegen die Ukraine ist es ein vorentscheidendes Spiel. Wenn wir gewinnen, sind wir in einer guten Position“, sagte der Bundestrainer. Dann käme es zum Jahresabschluss am Dienstag in Sevilla gegen Spanien zum Endspiel um Platz eins.

Nach seinem gelungenen Debüt gegen die Tschechen dürfte Philipp Max auch gegen die Ukraine in der Startelf als linker Verteidiger auflaufen. Der ehemalige Augsburger brennt dafür. Er wolle „viel mitnehmen, viel aufsaugen und mit der Mannschaft erfolgreich sein“.

Aufmerksam verfolgt wurde im DFB-Teamhotel am Donnerstagabend das dramatische 2:1 der Ungarn in den EM-Playoffs gegen Island. Damit steht fest, dass Ungarn am 23. Juni 2021 in München der letzte deutsche EM-Gruppengegner ist. Vorher trifft Bundestrainer Löw mit seinem Team ebenfalls in der Allianz Arena auf Weltmeister Frankreich (15. Juni) und Titelverteidiger Portugal (19. Juni).

© dpa-infocom, dpa:201112-99-315759/3

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Erstellt:
13. November 2020, 04:55 Uhr

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