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Lorenz Fischer hütet Tor der TSG-Jahrhundertelf

Wahl für die Abwehr läuft bis zum Sonntag, 31. Mai, um 23 Uhr.

Beim Voting wird nun die Abwehr der TSG-Jahrhundertelf gesucht. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Beim Voting wird nun die Abwehr der TSG-Jahrhundertelf gesucht. Foto: A. Becher

(stg). Der jüngste der insgesamt sieben Kandidaten legte bei der Wahl des Torwarts der Jahrhundertelf der TSG-Fußballer einen Blitzstart hin, doch danach entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Aufstiegshelden von 1967. David Yelldell (38 Jahre) konnte mit 78 von 758 abgegebenen Stimmen nur noch zuschauen, wie es auf ein spannendes Fotofinish zwischen dem inzwischen 85-jährigen Lorenz Fischer und dem schon im September 2011 im Alter von 71 Jahren verstorbenen Klaus Köngeter hinauslief. Letztlich ging der Platz im Kasten mit 323 Stimmen an den in Erbstetten lebenden Ex-VfB-Profi Fischer, der für die Roten vom Wasen als Stellvertreter von Stammtorhüter Günter Sawitzki im Mai 1964 immerhin ein starkes Bundesliga-Spiel bestritten hatte, ehe es ihn im Jahr darauf zu den Roten aus den Etzwiesen zog. Mit dem Backnanger Traditionsklub schaffte Fischer 1967 den Sprung in die Regionalliga, auch in der einen Runde in der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse war der Routinier an Bord. Dass er später Trainer des Lokalrivalen FC Viktoria wurde, haben ihm die Fans offensichtlich längst verziehen, wie seine Kür zum Keeper der TSG-Jahrhundertelf zeigt. Für Köngeter, der stolze 20 Jahre auf den Plätzen beim Murrtal-Viadukt durch die Strafräume hechtete, blieb mit 317 Stimmen der zweite Platz. Yelldell wurde Dritter, mit deutlichem Abstand folgten Markus Weber, Marc Hess, Frank Welz und Günther Klauß.

Lorenz Fischer ist also das erste Mitglied der TSG-Jahrhundertelf, für die Abwehr wird angesichts der heutzutage oft praktizierten Viererkette auf einen Streich ein Quartett gesucht. Wiederum gleicht die Kandidatenliste einem Streifzug durch die Jahrzehnte – wohl wissend, dass der Verein bessere und schlechtere Zeiten hatte, die Leistungen in den unterschiedlichen Spielklassen nicht zu hundert Prozent miteinander vergleichbar sind und sich die Anforderungsprofile in den einzelnen Mannschaftsteilen im Laufe der Jahre stark verändert haben.

Zwei Spielerpersönlichkeiten hätten die 50er-Jahre geprägt, erinnert sich der Ehrenvorsitzende Manfred Bergmüller als Zeitzeuge. Eine davon steht in der Abwehr zur Wahl: Hermann Schaupp habe sich im Ländle als Defensivstratege einen guten Namen gemacht, der in den Achtzigern verstorbene Vater des altgedienten Funktionärs Dieter Schaupp wäre in wenigen Wochen 100 Jahre alt geworden. Zwei Nominierte gehörten 1967 zu den Regionalliga-Aufstiegshelden: Zum einen Ernst Werner, der damals zur Kategorie der jungen Wilden zählte, und zum anderen Kurt Rieger. Urgesteine der späten Siebziger, der Achtziger und der frühen Neunziger waren Werner Mögle, Seppi Wille und Andreas Fried. Das Trikot von Junioren-Nationalteams trugen Andreas Nickel sowie der 2002 im Alter von nur 43 Jahren an einem Herzinfarkt verstorbene Hans Bauer. Noch mit Talentstatus war Klaus Petz versehen, als er 1991 zum WFV-Pokalsieg der Roten beitrug. Fünf Jahre in Backnang reichten Stephan Fichter, um zwei Aufstiege feiern zu können: 2014 ging es von der Landes- in die Verbands- und 2017 von der Verbands- in die Oberliga. An der Seite des Oldies reifte mit Keven Schlotterbeck ein Jungspund, der mittlerweile für Freiburg und für Union Berlin bereits 25 Bundesliga-Partien absolviert hat. Als dieser den Weg nach oben antrat, stand sofort das nächste Talent auf der Matte: Michl Bauer wurde zunächst vom benachbarten Drittligisten aus Großaspach ausgeliehen und später fest verpflichtet, der 21-Jährige entwickelte sich zum Leistungsträger und soll auch in der kommenden Oberliga-Saison eine wichtige Rolle spielen.

Die Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge: Hans Bauer, Michl Bauer, Stephan Fichter, Andreas Fried, Werner Mögle, Andreas Nickel, Klaus Petz, Kurt Rieger, Hermann Schaupp, Keven Schlotterbeck, Ernst Werner und Seppi Wille. Die Wahl findet ab sofort im Internet unter www.fupa.net/rems-murr statt, der Abstimmungszeitraum für die Abwehr endet am Sonntag, 31. Mai, um 23 Uhr.

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Erstellt:
26. Mai 2020, 11:30 Uhr

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