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Matze Morys’ Rückkehr in die Etzwiesen

Mit 18 half Aalens Torjäger, dass Backnang die Landesliga hält – Nun gastiert er mit dem Drittligisten im Pokal beim Oberligisten

Selbstverständlich erinnert er sich noch an die Zeit in den Etzwiesen, schließlich „habe ich dort einige Jahre verbracht“, erzählt Matthias Morys und freut sich aufs Pokalduell am Mittwoch ab 15 Uhr bei der TSG. Dann allerdings trägt der Ex-Backnanger das Trikot des Drittligisten VfR Aalen und wird alles tun, damit das Achtelfinale für den Oberligisten aus dem Murrtal zur Endstation wird.

Nunmehr seit gut einem Jahrzehnt als Profi am Ball: Aalens Torjäger Matthias Morys (links), der als 18-Jähriger im TSG-Trikot das erste Mal im Aktivenbereich seine Gefährlichkeit bewies und mit seinen Treffern damals half, dass der Etzwiesenklub die Landesliga hielt. Fotos: A. Becher/B. Strohmaier

© Sportfotografie Alexander Becher

Nunmehr seit gut einem Jahrzehnt als Profi am Ball: Aalens Torjäger Matthias Morys (links), der als 18-Jähriger im TSG-Trikot das erste Mal im Aktivenbereich seine Gefährlichkeit bewies und mit seinen Treffern damals half, dass der Etzwiesenklub die Landesliga hielt. Fotos: A. Becher/B. Strohmaier

Von Uwe Flegel

13 Jahre ist es mittlerweile her, dass Matthias Morys als 18-Jähriger von der TSG zum 1. FC Normannia Gmünd wechselte und dort als A-Jugendlicher unter Alex Zorniger im Oberliga-Team stürmte. Zuvor hatte der Angreifer dem Traditionsklub aus den Etzwiesen als Spieler des ersten A-Jugend-Jahrgangs noch geholfen, die Landesliga zu sichern. Der nunmehr 31-Jährige erinnert sich an seine ersten Versuche im Aktivenbereich, vor allem aber an seine Jugendjahre in Backnang. „Wir waren damals auf Augenhöhe mit Vereinen wie den Stuttgarter Kickers“, sagt er stolz. In der C-Jugend war er vom TSV Schmiden in die Etzwiesen gekommen und hat sich dort wohlgefühlt.

Seit seinem Wechsel nach Gmünd vor 13 Jahren ist der Kontakt allerdings von Jahr zu Jahr spärlicher geworden. Dennoch sagt Morys vor dem Pokalspiel: „Ich freue mich über die Rückkehr, dieses Spiel ist schon was Besonderes für mich.“ Was Wunder, schließlich ist es eine Art Begegnung mit der Vergangenheit. Und spätestens da sollten bei der TSG die Alarmglocken schrillen, weiß doch Nachbar SG Sonnenhof Großaspach zum Beispiel zu berichten, dass Matthias Morys gegen ehemalige Vereine besonders gut aufgelegt ist und regelmäßig trifft. „Offenbar läuft es gegen Ex-Klubs bei mir besonders gut“, bestätigt Morys, muss dabei selbst schmunzeln und gibt gleich ein wenig Entwarnung: „Ob ich von Beginn an spiele, steht noch nicht fest. Für uns ist es schließlich schon die dritte englische Woche in Folge.“ Könnte heißen: Wie schon in der Runde zuvor gegen den Oberligisten Bissingen dürfen wohl die Angreifer aus der zweiten Reihe ran. Die nutzten ihre Chance aber nicht unbedingt und Morys wurde in der zweiten Halbzeit doch benötigt. Prompt erzielte er beim 1:0 das entscheidende Tor.

Geht es nach dem einstigen TSG-Stürmer, dann kann er sich morgen in den Etzwiesen ganz aufs Begrüßen alter Bekannter konzentrieren: „Ein paar Gesichter werde ich sicher noch kennen.“ Richtig. Vor allem die von denen, mit denen er bereits zusammen gespielt hat. Bei der TSG ist davon aber eigentlich nur Kapitän Oguzhan Biyik übrig geblieben. Aus seiner Aspacher Zeit erinnert sich Matze Morys noch an David Kienast, Daniel Lang und Benito Baez-Ayala. Und dann kennt er selbstverständlich Mario Marinic, „aber der ist ja leider verletzt“.

Morys selbst ist dagegen fit und hat das in dieser Drittliga-Saison beim VfR Aalen schon mehrfach gezeigt. Völlig zufrieden ist er dennoch nicht. „Leistungsmäßig passt es, aber die Punktausbeute ist nicht so wie sie sein könnte“, urteilt der erfahrene und immer noch pfeilschnelle Angreifer, der weiß, dass der Verein angesichts einiger hochkarätiger Zugänge wie Patrick Funk, Nico Sessa, Mart Ristl oder Royal-Dominique Fenell wenigstens einen Platz in der ersten Tabellenhälfte anpeilt. Der Routinier sagt aber auch: „Wir haben viele Neue, das muss sich erst finden.“ Und: „Wir wollen bis zum Jahr 2021 zurück in der Zweiten Liga sein. Das ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.“ Überhaupt sieht er, der auf dem Platz durchaus mal zum Hitzkopf werden kann, die sportliche Situation eher gelassen. Auf die Frage, wie wichtig der WFV-Pokal für den Verein in Bezug auf die Qualifikation für den DFB-Pokal ist, lautet die Antwort: „Ob wir das über Platz vier in Liga drei oder über den WFV-Pokalsieg schaffen, ist mir egal. Wichtig ist für mich nur, dass wir nächste Saison im DFB-Pokal spielen.“

Matze Morys’ Rückkehr in die Etzwiesen

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Erstellt:
2. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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