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Nächstes Ziel: An Linx heranpirschen

Fußball-Oberligist TSG Backnang geht im Abstiegskampf etappenweise vor – Morgen schweres Heimspiel gegen Bahlingen

„Wir müssen punkten, punkten, punkten – fertig, aus.“ Für Evangelos Sbonias, Trainer des Fußball-Oberligisten TSG Backnang, bringt es nichts, ständig auszurechnen, wie viele Absteiger es aktuell geben würde. Die von einigen Variablen abhängige Zahl ändert sich sowieso immer wieder, also gilt es, sich stets auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Morgen um 15 Uhr wird der Zweite aus Bahlingen im Etzwiesenstadion erwartet.

Evangelos Sbonias schwört die Roten auf das Duell mit Bahlingen ein: „Wir haben wieder ein ganz dickes Brett zu bohren.“ Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Evangelos Sbonias schwört die Roten auf das Duell mit Bahlingen ein: „Wir haben wieder ein ganz dickes Brett zu bohren.“ Foto: T. Sellmaier

Von Steffen Grün

Zwischen zwei und sechs Absteigern ist alles möglich, wobei es sehr wahrscheinlich ist, dass es am Ende zwischen drei und fünf Teams erwischt. Es kommt darauf an, wie viele baden-württembergische Klubs aus der Regionalliga Südwest runtermüssen (was wiederum auch damit zu tun hat, was mit Aalen und Aspach in der Dritten Liga passiert) und ob der Oberliga-Zweite in der Relegation den Sprung nach oben schafft. „Ich betreibe diese Rechenspielchen nicht“, entgegnet Evangelos Sbonias und appelliert an seine Truppe, es ihm gleichzutun und sich darauf zu konzentrieren, was aus eigener Kraft zu bewerkstelligen ist: „Es geht als Nächstes darum, den viertletzten Platz zu verteidigen und sich an Linx heranzupirschen.“

Mit 20 Punkten beträgt der Vorsprung der Roten auf den Drittletzten Normannia Gmünd vier Punkte, wobei der Rivale am Samstag in einer Woche noch ein Duell nachzuholen hat. Spielberg mit neun und Friedrichstal mit zehn Zählern scheinen abgeschlagen zu sein. Direkt vor den Backnangern liegt mit 25 Punkten Linx, die Etzwiesenkicker haben längst Witterung aufgenommen. Um dem Aufsteiger tatsächlich bereits in Kürze auf die Pelle rücken zu können, muss die TSG ihre gute Bilanz von zehn Punkten aus den sechs Partien nach der Winterpause ausbauen und die unnötige 0:1-Pleite in Göppingen schnell aus den Klamotten schütteln.

„Wir zeigen seit Wochen gute Leistungen“, lobt Sbonias sein Team und nimmt es mit Blick aufs vergangene Wochenende in Schutz: „Göppingen war nur ein kleiner Ausreißer nach unten, zumal wir auch dort durchaus Chancen hatten, etwas mitzunehmen.“ Morgen geht es zu Hause gegen den Bahlinger SC, der mit 45 Punkten den zweiten Platz hinter den Stuttgarter Kickers (49) belegt und zugleich schauen muss, sich Freiberg (45), Bissingen (44), Reutlingen (43) und Göppingen (42) vom Leibe zu halten. „Wir haben wieder ein ganz dickes Brett zu bohren“, weiß Sbonias, dass mit dem Klub vom Kaiserstuhl so etwas wie die Mannschaft der Stunde unter dem Murrtal-Viadukt vorfährt. Mit 19 von 21 möglichen Zählern führt Bahlingen die Rückrundentabelle an. „Die haben einen unfassbaren Lauf.“ Weil die Gäste eine technisch versierte Truppe haben, die viel Ballbesitz aufweist, gibt der Trainer der Einheimischen folgende Marschroute vor: „Wir müssen bereit sein, bei der Arbeit gegen den Ball über unsere Grenzen zu gehen. Wir brauchen eine hohe Laufbereitschaft, eine gesunde Aggressivität und eine gute Zweikampfführung.“

Man wolle sich jedoch nicht auf die Defensive beschränken, sondern auch selbst attackieren, versichert Sbonias, der bis auf Benito Baez-Ayala (Risswunde im Oberschenkel) alle Mann an Bord hat. Umstellungen in der Startelf sind wahrscheinlich, denn „es sind einige Positionen noch offen“ und die Spieler von der Bank machen Druck. Auch das zuletzt praktizierte 3-5-2 sei nicht in Stein gemeißelt: „Die Mannschaft kann auch eine Viererkette spielen.“

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Erstellt:
29. März 2019, 06:00 Uhr

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