Das bringt die Fußball-Woche: DFB-Team, Brisante Beratungen

dpa Berlin. Die Fußball-Bundesliga pausiert, dafür steht für die DFB-Auswahl von Joachim Löw der nächste Länderspiel-Dreierpack bevor.

Bundestrainer Joachim Löw versammelt die Nationalmannschaft in Leipzig um sich - und bereitet sich dort auf die Partien gegen die Ukraine, Spanien und Tschechien vor. Foto: Federico Gambarini/dpa

Bundestrainer Joachim Löw versammelt die Nationalmannschaft in Leipzig um sich - und bereitet sich dort auf die Partien gegen die Ukraine, Spanien und Tschechien vor. Foto: Federico Gambarini/dpa

Noch mehr Sorgen als die widrigen Umstände durch die Corona-Pandemie könnten dem Bundestrainer die zu verkraftenden Ausfälle bereiten. Außerdem entscheidet sich, wer dritter Vorrundengegner bei der EM im kommenden Jahr wird.

Doch es gibt nicht nur Länderspiele in dieser Woche.

NATIONALMANNSCHAFT: In Leipzig versammelt Bundestrainer Joachim Löw letztmals im schwierigen Corona-Jahr seinen Nationalmannschaftskader. Am Montag fehlen noch sieben Akteure um Kapitän Manuel Neuer und Toni Kroos, die Löw nur für die Nations-League-Partien gegen die Ukraine am Samstag und drei Tage später in Spanien einplant. Im Länderspiel gegen Tschechien am Mittwoch könnten die Neulinge Felix Uduokhai und Philipp Max ihr DFB-Debüt feiern. Löw nutzt die Partie erneut, um eine B-Elf zu testen und einige Stammkräfte zu schonen. In der Nations League geht es anschließend noch um den Gruppensieg. Nach dem Dreierpack geht die Nationalmannschaft bis zum März, wenn die WM-Qualifikation beginnt, in eine viermonatige Winterpause.

EM-GEGNER: Am Donnerstag blickt Bundestrainer Joachim Löw auch nach Budapest. In der Puskas-Arena ermitteln Ungarn und Island im Playoff den dritten deutschen EM-Vorrundengegner. Der Sieger der Partie wird im kommenden Sommer mit dem DFB-Team, Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal in der Gruppe F vertreten sein. Das Duell mit Deutschland findet am 23. Juni in der Münchner Allianz Arena statt. Ungarn könnte sich mit einem Sieg zwei EM-Heimspiele in Budapest gegen Portugal und Frankreich sichern. Island hatte bei der EM 2016 mit dem Viertel-Finaleinzug für Furore gesorgt. Um drei weitere EM-Tickets geht es in den Duellen zwischen Nordirland und der Slowakei, Serbien und Schottland sowie Georgien und Nordmazedonien.

U21: Fünf Tage vor ihrem abschließenden Qualifikationsspiel gegen Wales (17. November), bei dem sie den letzten Schritt zur EM 2021 machen möchte, bestreitet die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz am Donnerstag (18.15 Uhr) noch ein Testspiel gegen Slowenien. Insgesamt 26 Spieler stehen im deutschen Aufgebot für die beiden Partien in Braunschweig, darunter die Neulinge Lennart Czyborra (CFC Genua) und Jean-Manuel Mbom (Werder Bremen). Verletzungsbedingt nicht dabei sind Ragnar Ache (Eintracht Frankfurt) und Dennis Geiger (TSG Hoffenheim).

ZWEITLIGA-SPITZENSPIEL: Tabellenführer Hamburger SV muss an diesem Montag (20.30 Uhr/Sky) zum unbequemen Nordrivalen Holstein Kiel. In vier Zweitliga-Vergleichen haben die Hamburger noch nie gegen die Schleswig-Holsteiner gewonnen. In dieser Saison ist der HSV (5 Siege, 1 Remis) noch unbesiegt. Gegen die Kieler hat die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune einiges gutzumachen. „Es ist mir vollkommen wurst, ob die nun besser oder schlechter sind als letztes Jahr“, sagt Holstein-Trainer Ole Werner über den HSV.

FRAUEN-GIPFEL: Das erste Spiel der Spiele in der Frauen-Bundesliga kann bereits eine Vorentscheidung in der Meisterschaft bringen. Der FC Bayern München empfängt am Sonntag (14.00 Uhr) Titelverteidiger VfL Wolfsburg. Während die Niedersachsen durch ein Unentschieden gegen den SC Freiburg bereits zwei Punkte eingebüßt haben, glänzen die Münchnerinnen nach acht Spielen mit einer blütenweißen Weste: 24 Punkte, 26:0 Tore. Ein Bayern-Sieg gegen eine vom Verletzungspech gebeutelte Wölfe-Mannschaft und der Vorsprung wächst auf fünf Zähler an. In der vergangenen Saison endeten beide Aufeinandertreffen Remis: 0:0 in München, 1:1 in Wolfsburg.

BRISANTE BERATUNGEN: Den nächsten Länderspiel-Dreierpack wollen die Bundesliga-Bosse nutzen, um in Frankfurt die vier Themen Corona, Nachfolge von Christian Seifert, DFB-Führungskrise und TV-Gelder zu beraten. Nach dpa-Informationen sind 15 deutsche Proficlubs dabei, 14 Bundesligisten (ohne Mainz, Augsburg, Stuttgart und Bielefeld) sowie der Hamburger SV. Die Zusammensetzung für das am Mittwoch anberaumte Treffen soll dabei keine feste Gruppe darstellen, einzelne Wechsel oder weitere Club-Vertreter könnten nach dem ersten Gipfel mit unter anderem Karl-Heinz Rummenigge durchaus dazustoßen.

WM-QUALIFIKATION: Zumindest in Südamerika wird ab Donnerstag die Qualifikation für die WM-Endrunde in zwei Jahren in Katar fortgesetzt. Dabei erwartet Argentinien Nachbar Paraguay, Brasilien empfängt Venezuela. Die beiden einstigen Weltmeister gewannen jeweils ihre ersten beiden Spiele. In Südamerika treffen die zehn Teams in Heim- und Auswärtsspielen auf alle anderen Kontrahenten.

© dpa-infocom, dpa:201108-99-262303/3

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Erstellt:
9. November 2020, 05:49 Uhr

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