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Neuer Trainer setzt auf andere Abläufe

Ronny Schmitzer soll die Volleyballerinnen der TSG Backnang nach dem sofortigen Wiederaufstieg in der Regionalliga halten

Nur eine Saison dauerte das erste Regionalliga-Gastspiel von Backnangs Volleyballerinnen. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg soll es nun ein längerer Aufenthalt in der vierthöchsten Spielklasse werden. Der neue TSG-Trainer geht die Aufgabe zuversichtlich an. „Wenn wir es schaffen, verletzungsfrei zu bleiben und die neu erlernte Philosophie aufs Feld zu bringen, dann sehe ich gute Chancen, drinzubleiben“, sagt Ronny Schmitzer.

Der neue Trainer Ronny Schmitzer hofft, dass die TSG-Volleyballerinnen seinen Spielstil schnell verinnerlichen. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Der neue Trainer Ronny Schmitzer hofft, dass die TSG-Volleyballerinnen seinen Spielstil schnell verinnerlichen. Foto: J. Fiedler

Von Steffen Grün

Mit dem Abstieg aus der Regionalliga im März 2018 hatte es nichts zu tun, trotzdem gab es danach einen tiefen Einschnitt bei Backnangs Volleyballerinnen. Nach zwei Jahren hörte das Trainerduo auf, mit dem das Team so gut harmoniert und das einen großen Anteil am Oberliga-Meistertitel in der Saison 2016/2017 gehabt hatte. Hans-Peter Richter rang sich aus privaten und zeitlichen Erwägungen zu diesem Schritt durch, während sich Birgit Sterzel wieder auf die Jugend konzentrieren wollte.

Raphael Käfer trat das schwere Erbe an und die Resultate stimmten. Mit 16 Siegen in 19 Spielen hängten die Murrtalerinnen alle anderen Oberligisten ab und stiegen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga auf. Trotzdem trennten sich die Wege nach diesem Erfolg, die Begründung kam ein wenig kryptisch daher: „Die Ziele und Rahmenbedingungen“ hätten nicht mehr übereingestimmt. Wie auch immer: Die TSG machte sich auf Trainersuche, die Wahl fiel auf Ronny Schmitzer. „Da im Volleyball jeder jeden kennt, kam der Kontakt ziemlich einfach zustande“, verrät der 37-Jährige, der in der Oberliga- Runde 2016/2017 als Assistenztrainer von Florian Hertle beim SSV Ulm seine ersten Berührungspunkte mit den Backnangerinnen hatte. Die gewannen das Hinspiel an der Donau mit 3:1, zu Hause gab es ein 3:0 – und Schmitzer war nachhaltig vom damaligen Kontrahenten beeindruckt: „Das Auftreten der Mannschaft und die Art und Weise, wie sie gespielt hat, haben mir gefallen.“ Ihm sei damals klar gewesen, dass er die TSG als Trainer übernehmen würde, wenn sich die Möglichkeit bieten sollte.

Nach weiteren Stationen als Chefcoach in der Bezirksklasse beim VfR Jettingen und dem FC Ebenhofen war’s nun so weit, ihn ereilte der Ruf von der Murr. Er trat sein neues Amt Anfang August an und der erste Eindruck war, „dass wir an einigen Sachen arbeiten müssen, damit die Regionalliga gehalten werden kann“. Die vorhandene Spielintelligenz stimmt ihn allerdings optimistisch, „dass wir schnell Fortschritte machen können“. Schmitzer will einen „modernen, attraktiven und schnellen Volleyball“ spielen lassen und misst dem Teamgeist eine hohe Bedeutung bei.

Hilfreich wäre es mit einem nicht allzu üppigen Kader, von Verletzungsproblemen verschont zu bleiben. Außerdem hofft der neue Trainer, dass seine Schützlinge zügig den von ihm bevorzugten Spielstil und die taktischen Abläufe verinnerlichen. Ins Detail will Schmitzer in der Öffentlichkeit nicht gehen, „denn sonst könnten sich die anderen Mannschaften darauf einstellen“. Das möchte der in Ulm wohnende Trainer vermeiden, um den Überraschungseffekt zumindest zu Saisonbeginn auf seiner Seite zu haben. Mit dem aktuellen Kader, in dem im Vergleich zur vergangenen Runde mit Andrea Baier (hört auf) und Jacqueline Klenk (pausiert) zwei Frauen fehlen und zu dem Lisa Sipple lediglich noch als Stand-by-Spielerin bei personellen Engpässen zählt, ist Schmitzer zufrieden. Er hält ihn für „gut besetzt“, hätte aber dennoch nichts einzuwenden, wenn zu den bisherigen drei Zugängen weitere Verstärkungen kommen sollten. Schließlich soll das Regionalliga-Gastspiel länger dauern.

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Nur drei alte Bekannte

In ihrer bislang einzigen Regionalliga-Saison hatten es die TSG-Volleyballerinnen mit neun Kontrahenten zu tun, zehn werden es nach dem Wiederaufstieg in der kommenden Runde sein. Alte Bekannte aus der Spielzeit 2017/2018 sind lediglich die DJK Schwäbisch Gmünd, der TTV Dettingen und der FV Tübinger Modell. Darüber hinaus bekommt es Backnang mit diesen Teams zu tun: VSG Mannheim, USC Konstanz, TV Villingen, TSV Burladingen, MTV Ludwigsburg, Heidelberger TV und Bundesstützpunkt MTV Stuttgart.

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Erstellt:
4. September 2019, 06:00 Uhr

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