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Nur ein Teilerfolg im Abstiegskampf

Burgstettens Tischtennisfrauen holen in der Oberliga am Doppelspieltag lediglich einen Zähler und zittern nun mehr denn je

Für Burgstettens Tischtennisfrauen wird es im Abstiegskampf langsam richtig eng. Am Doppelspieltag gab es für das Oberliga-Team des TTV nur einen Punkt. Wobei die 4:8-Niederlage gegen Tabellenführer TTC Weinheim keine Überraschung war. Deutlich mehr schmerzte, dass es beim Mitkonkurrenten TSV Herrlingen lediglich zu einem 7:7 reichte.

Blickt mit Burgstetten mehr denn je nach unten: Andrea Winter, die mit dem TTV weiter auf den großen Befreiungsschlag wartet. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Blickt mit Burgstetten mehr denn je nach unten: Andrea Winter, die mit dem TTV weiter auf den großen Befreiungsschlag wartet. Foto: A. Becher

Von Andrea Winter

Es war ein strammes Programm. Erst das Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer, tags drauf das Kellerduell in Herrlingen. Burgstetten benötigte im Kampf um den Ligaverbleib nicht nur gute Nerven, sondern auch Kraft. Gut, dass Eugenia Teliysky nach ihrer Babypause das erste Mal wieder zum Schläger griff. Insgesamt passte gegen Weinheim die Leistung. Nach der 0:8-Klatsche in der Vorrunde gab es zwar erneut eine Niederlage, doch mit dem 4:8 konnte das Kellerkind durchaus leben. In den Doppeln überzeugten Ines Marquardt/Elke Anders und holten den ersten Punkt. Jutta Ernst/Andrea Winter machten in ihrer Partie dagegen zu viele leichte Fehler.

Im Einzel ging es im ersten Durchgang im vorderen Paarkreuz schnell. Ernst und Marquardt verloren im Gleichschritt 0:3. Hinten war Teliyskys Kampfgeist ungebrochen, beim knappen 2:3 fehlte aber noch die Sicherheit und der nötige Überblick. Das ist nach der fünfmonatigen Pause aber wenig verwunderlich. Winter gelang es dann gegen Klump, den Rückstand auf 2:4 zu verkürzen. Vorne blieben Ernst und Marquardt in Runde zwei ohne Satzgewinn. Im hinteren Paarkreuz gab es dafür beide Punkte. Teliysky hatte im fünften Satz das bessere Ende für sich und Winter legte zum 4:6 nach. Es waren Burgstettens letzte Zähler, denn danach kam Teliysky gegen Weinheims Nummer eins Julia Weimer an ihre derzeitigen Grenzen (1:3). Gar nichts ging bei Ernst, die von der Rolle war und Constanze Klump 0:3 unterlag.

Ohne Eugenia Teliysky ging es nach Herrlingen. Die Marschrichtung dort war dennoch klar. Ein Sieg sollte her. Am Ende war’s ein 7:7 und damit war allerhöchstens das Minimalziel geschafft. Dabei begann die Partie vielversprechend. Beide Doppel gingen an den TTV.

Auch in den Einzeln lief der Einstieg für die Murrtalerinnen besser. Zwar verlor Ines Marquardt gegen die gegnerische Nummer eins Katrin Honold, aber Jutta Ernst erkämpfte gegen Edith Karl in fünf Sätzen die 3:1-Führung. Der Zweipunktevorsprung wurde vom hinteren Paarkreuz gehalten. Elke Anders verlor zwar gegen Maike Lenz, doch Andrea Winter siegte gegen Saskia Hamel in fünf Sätzen. Im Gleichschritt ging es weiter. Allerdings hatte Ernst im Marathonmatch gegen Honold Pech. Am Ende des dritten Satzes wurde die Zeitspielregel angewendet. Da der Satz nach zehn Minuten noch nicht beendet war, bekam der Rückschläger mit dem 13. Rückschlag den Punkt. Gut für Honold, die den Durchgang mit 19:17 und das Duell insgesamt mit 3:1 gewann. Marquardt sorgte mit einer kämpferischen Leistung dafür, dass der alte Abstand wiederhergestellt wurde. Winter erhöhte gar auf 6:3, ehe Anders in fünf Sätzen verlor. Punkt sieben und damit das sichere Unentschieden machte Ernst klar. 7:4 für den TTV. Erinnerungen wurden wach, stand es so doch auch gegen Frickenhausen. Das Endergebnis lautete damals 7:7.

Auch diesmal wurde es ein echter Krimi. Erneut ohne Glück für Burgstetten. Dabei lag zum Beispiel Winter gegen Herrlingens Nummer eins Honold unerwartet mit 2:0 Sätzen vorn, hatte im dritten Durchgang beim 10:8 zwei und in der Verlängerung zwei weitere Matchbälle. Sie schaffte es aber nicht, den Sack zuzumachen. Honold siegte 3:2. Elke Anders war gegen Karl ebenfalls nah dran, unterlag aber auch in fünf Sätzen. Für Marquardt hieß es nun, Kopfkino ausschalten und gegen Hamel irgendwie punkten. Die ersten beiden Sätze gingen in der Verlängerung (16:18, 11:13) allerdings an die Gastgeberin, den dritten Durchgang sicherte sich die Burgstettenerin (11:8). Doch damit hatte es sich. Hamel gewann den vierten Satz mit 11:8, sicherte Herrlingen das 7:7 und machte die Siegeshoffnungen des TTV damit zunichte.

Ergebnisse gegen Weinheim: Marquardt/Anders – Klump/Ermler 3:0, Ernst/Winter – Weimer/Haas 1:3, Ernst – Haas 0:3, Marquardt – Weimer 0:3, Teliysky – Ermler 2:3, Winter – Klump 3:1, Ernst – Weimer 0:3, Marquardt – Haas 0:3. Teliysky – Klump 3:2, Winter – Ermler 3:0, Teliysky – Weimer 1:3, Ernst – Klump 0:3.

Ergebnisse in Herrlingen: Lenz/Hamel – Ernst/Winter 0:3, Honold/Karl – Marquardt/Anders 1:3, Honold – Marquardt 3:1, Karl – Ernst 2:3, Lenz – Anders 3:1, Hamel – Winter 2:3, Honold – Ernst 3:1, Karl – Marquardt 1:3, Lenz – Winter 0:3, Hamel – Anders 3:2, Lenz – Ernst 0:3, Honold – Winter 3:2, Karl – Anders 3:2, Hamel – Marquardt 3:1.

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Erstellt:
3. April 2019, 06:00 Uhr

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