Nuri Sahin

Nuri Sahin

Musikalische Virtuosen sind bekanntlich nur die wenigsten Fußballer. Selbst technisch eher unbegnadete Innenverteidiger treffen in der Regel das Tor besser als jedwede Töne. Wer es nicht glaubt, frage einmal bei Berti Vogts nach. Noch heute denken wir mit Schrecken an die WM-Songs von Udo Jürgens und Peter Alexander, die Auftritte des tragischen Dreiecks um Fredi Bobic oder die Selbstbeweihräucherung von Gerd Müller, die musikalisch das Gegenteil dessen war, was Müller auf dem Platz verkörperte. „Fußball ist Musik“, behauptete einmal Bob Marley. Klar, dass diese Aussage vor den (un)musikalischen Kassenschlagern der deutschen Nationalkicker entstand. Nuri Sahin, Bremer Last-minute-Transfer und BVB-Legende in einem, gab nun musikalische Einblicke in sein Familienleben. Nachdem er bei Werder wieder die erste Geige spielen darf, kehrte er erstmals als Gast „heim“ ins Westfalenstadion. Im Herzen sei er immer noch Borusse, und zu Hause spiele sein Sohn immer „Heja BVB“ auf der Geige. Gut, dass er das dem Sohnemann überlässt und sich auf das konzentriert, was er am besten kann: Kicken. Das danken ihm nicht nur die BVB- und Werder-Fans, sondern ist Musik in all unseren Ohren. (tiw)

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Erstellt:
17. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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