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Pirelli über Reifenschäden: Unter „maximalen Stress“ gesetzt

dpa Silverstone. Nach einer Serie von ähnlichen Reifenschäden beim Formel-1-Rennen in Silverstone hat Exklusivhersteller Pirelli seine Untersuchung abgeschlossen.

Auch bei Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton war ein Reifen geplatzt. Foto: Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa

Auch bei Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton war ein Reifen geplatzt. Foto: Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa

Als Hauptgrund führten die Italiener „eine Reihe von individuellen Rennumständen an, die zu einem extrem langen Gebrauch des zweiten Reifensatzes führten.“ Wie Pirelli mitteilte, hätten „im Großen und Ganzen“ auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in England „die herausforderndsten Arbeitsbedingungen für die Reifen“ geherrscht.

Viele Fahrer hatten nach dem Crash von Alpha-Tauri-Mann Daniil Kwjat in der 13. Runde und einer folgenden zweiten Safety-Car-Phase ihre Boxenstopps vorgezogen. Danach waren die Piloten länger mit der harten Gummimischung gefahren als eigentlich von Pirelli empfohlen. Eine besonders hohe Abnutzung sei der Fall gewesen. Insgesamt wurden 52 Umläufe absolviert.

In der Schlussphase des Großen Preises von Großbritannien hatten Lewis Hamilton und sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas sowie McLaren-Pilot Carlos Sainz jeweils an ihren linken Vorderrädern Plattfüße. Angesichts der langen Laufdauer seien die betreffenden Reifen unter „maximalen Stress“ gesetzt worden, schrieb Pirelli.

Während sich Hamilton nach einem Reifenplatzer auf der letzten Runde noch als Sieger ins Ziel schleppte, fielen Bottas und Sainz in aussichtsreichen Positionen aus den Punkten. Bottas und Sainz mussten kurz vor Schluss noch mal neue Reifen aufziehen lassen.

Für das zweite England-Rennen an diesem Wochenende stellt Pirelli weichere Reifenmischungen zur Verfügung. Unter anderem soll der minimale Reifendruck erhöht werden, um die Beanspruchung der Konstruktion zu verringern.

© dpa-infocom, dpa:200803-99-29603/4

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Erstellt:
4. August 2020, 05:11 Uhr

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