Rege Debatten und Ratschläge für Joachim Löw

BKZ-Bundestrainer: Über 300 Mitglieder in der Facebook-Gruppe.

In der Facebook-Gruppe „BKZ-Bundestrainer“ kann mitdiskutiert werden.

In der Facebook-Gruppe „BKZ-Bundestrainer“ kann mitdiskutiert werden.

(stg). Die BKZ-Bundestrainer werden ihrem Namen bei der Fußball-Europameisterschaft aufs Neue völlig gerecht. Wie schon bei der WM in Russland vor drei Jahren führen die mittlerweile gut 300 Mitglieder in der BKZ-Facebook- Gruppe rege Diskussionen – vor allem über das deutsche Nationalteam, aber auch die Konkurrenz spielt eine Rolle.

Vor dem ersten Spiel der Truppe von Joachim Löw war die Zuversicht groß. Die breite Mehrheit glaubte an einen Sieg oder ein Remis gegen Frankreich, dann gab es das 0:1. Bernd Lüftner hat einen Hauptschuldigen: „Das Problem ist seit Jahren nicht die Mannschaft, sondern der Bundestrainer.“ Auch Reiner Ebert hadert mit dem Langzeitcoach, verbindet es aber mit Kritik an einem Champions-League-Sieger: Kai Havertz habe „ohne Esprit, ohne Leidenschaft und Körpersprache“ gespielt und „null Einstellung“ gezeigt, „aber Jogi sieht das erst nach 75 Minuten“.

Nicht viel besser fällt das Urteil für Serge Gnabry oder Toni Kroos aus, als Lichtblicke werden nur Manuel Neuer und Robin Gosens genannt. Für Jörg Pfannenschmidt waren die Standards ein Ärgernis. Wenn Freistöße und Eckbälle so intensiv wie behauptet einstudiert worden seien, dann frage er sich, wer sie im Training getreten habe: „Der Busfahrer oder der Zeugwart?“ Bei aller Enttäuschung wird aber auch erwogen, ob es vielleicht einfach die Stärke des Weltmeisters war, die zur deutschen Schlappe führte – und ob demnach die Hoffnung berechtigt ist, dass Löws Buben heute gegen Portugal die Kurve bekommen. Die Mehrheit prophezeit erneut einen Sieg oder einen Punkt.

Ideen, was nun zu tun ist, haben die BKZ-Bundestrainer zuhauf. Schon vor dem Frankreich-Spiel hatte sich eine Allianz gebildet, die Kevin Volland als Stoßstürmer in der Startelf sehen wollte. „Emre Can muss von Anfang an kicken“, fordert Thorsten Schneider. Dagegen rät Dietmar Meyer von Umstellungen ab: „Ich würde der Formation noch eine Chance geben.“ Eine Option wäre es für ihn höchstens, Joshua Kimmich ins zentrale Mittelfeld zu ziehen und stattdessen Ilkay Gündogan oder Toni Kroos auf die Bank zu setzen.

Wie nebensächlich Fußball auch sein kann, zeigte sich nach Christian Eriksens Kollaps. „Wir beten für den Dänen“, schrieb Tobias Sellmaier und in der Facebook-Gruppe war die Erleichterung riesig, als klar war, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht.

Wer mit anderen Fans fachsimpeln will, kann weiterhin dazustoßen. Auf der BKZ-Facebook-Seite gibt’s den Reiter Gruppen, die „BKZ-Bundestrainer“ sind eine davon. Beitreten, mitdiskutieren.

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Erstellt:
19. Juni 2021, 11:30 Uhr

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