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Hintergrund

RSV Waldrems erneut Deutscher Meister

Fünferradballer holen in Denkendorf mit drei Siegen und einem Unentschieden den siebten Titel in der Vereinsgeschichte

Zum siebten Mal holte ein Fünferradballteam des RSV Waldrems die deutsche Meisterschaft in den Stadtteil im Backnanger Süden. Mit dem Triumph in Denkendorf, der mit drei Siegen und einem Unentschieden absolut verdient war, verteidigte die Truppe von Trainer Markus Heckelmann ihren Vorjahrestitel. Das war einem RSV-Quintett zuletzt in den Jahren 2002 und 2003 gelungen.

Feierten den erneuten Waldremser Coup: Der ehemalige Meisterheld Sebastian Kotb, die aktuellen Titelträger Christian Frey, Andreas Bertsch, David Piesch, Marcel Schüle, Markus Weller, Björn Bootsmann, Tobias Herczeg und Martin Frey sowie Trainer Markus Heckelmann (von links). Foto: privat

Feierten den erneuten Waldremser Coup: Der ehemalige Meisterheld Sebastian Kotb, die aktuellen Titelträger Christian Frey, Andreas Bertsch, David Piesch, Marcel Schüle, Markus Weller, Björn Bootsmann, Tobias Herczeg und Martin Frey sowie Trainer Markus Heckelmann (von links). Foto: privat

Von Tim Lindner

Im Auftaktspiel gegen den Rekordmeister aus Gärtringen um die ehemaligen Weltmeister Uwe Berner und Matthias König kamen die Radballer aus Waldrems recht langsam in Fahrt. Erst nach fünf Minuten sorgte Björn Bootsmann mit dem 1:0 für die Erlösung. Die Rivalen reagierten, bedrängten das RSV-Tor und erzielten kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte den Ausgleich. Postwendend ging das Heckelmann-Team allerdings erneut in Führung. Marcel Schüle probierte es mit einem Weitschuss und die Kugel landete mit etwas Hilfe des Torwarts zum 2:1 im Netz. 40 Sekunden vor Schluss konterte Waldrems Gärtringen perfekt aus, und Andreas Bertsch machte mit seinem technisch anspruchsvollen Lupfer alles klar – 3:1.

Mit dem Rückenwind des Auftaktsiegs ging es in das Duell mit Ginsheim, in dem der RSV die komplette erste Halbzeit dominierte und mit Toren von David Piesch (2) und Kapitän Martin Frey ein 3:0 vorlegte. Etwa 20 Sekunden vor dem Pausenpfiff erlaubte sich Waldrems aber einen Fehler und der Kontrahent verkürzte auf 1:3. Das gab den Hessen mächtig Auftrieb, bei den Schwaben lief im zweiten Durchgang nicht mehr allzu viel zusammen. Keeper Markus Weller zeigte zwei starke Paraden, konnte das 2:3 rund zwei Minuten vor dem Ende aber auch nicht verhindern. Diesen Vorsprung rettete der RSV mit Ach und Krach über die Zeit, damit war der zweite Dreier perfekt.

Im dritten Spiel gegen Ausrichter Denkendorf/Kemnat handelte sich Waldrems nach einem Freistoß das 0:1 ein. 120 Sekunden später besorgte Piesch mit einem strammen Schuss den Ausgleich. Wieder nur zwei Minuten später geriet der RSV erneut ins Hintertreffen, das Tor zum 2:2 erzielte Christian Frey mit dem Halbzeitpfiff. Nach Wiederbeginn gaben die Radballer aus Backnang die Zügel wieder ein wenig aus der Hand. Hüben wie drüben passierte nicht viel, bevor Waldrems mit dem Abpfiff noch einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Schüle hämmerte den Ball an den Innenpfosten, von dort prallte er an das gegenüberliegende Aluminium und dann wieder raus. Es blieb also beim 2:2, mit diesem Unentschieden war die Titelvergabe aufs letzte Spiel vertagt.

Mit Krofdorf hatte es Waldrems hierbei mit dem Erstplatzierten der Bundesliga-Runde und dem großen Konkurrenten der vergangenen drei Jahre zu tun. Die Ausgangsposition: Ein Sieg oder eine Punkteteilung bedeuten die Meisterschaft, eine Niederlage würde zum Entscheidungsspiel gegen Ginsheim führen. Das wollten die RSV-Radballer vermeiden. Sie gingen hoch motiviert in die Partie, von Nervosität keine Spur. Sechs Minuten waren gespielt, als Schüle das 1:0 markierte. Dieselbe Zeit verstrich, bis Christian Frey auf 2:0 erhöhte. Kurze Zeit schien es so, als würde Krofdorf noch einmal Druck machen können, doch den Anschlusstreffer beantwortete Schüle mit einem knallharten Freistoß zum 3:1. In der zweiten Hälfte ließ der Rivale immer mehr nach, und Bootsmann sorgte mit dem Hinterrad für das 4:1. Den Schlusspunkt setzte Tobias Herczeg drei Minuten vor dem Ende mit einem Weitschuss aus dem Halbfeld. Der Jubel über den siebten deutschen Meistertitel im Fünferradball in der Waldremser Vereinsgeschichte war riesig.

Ergebnisse:RSV Waldrems – RV Gärtringen 3:1, RSV Krofdorf – RSG Ginsheim 0:1, SG Denkendorf/Kemnat – RV Gärtringen 3:4, RSV Waldrems – RSG Ginsheim 3:2, RSV Krofdorf – SG Denkendorf/Kemnat 5:1, RSG Ginsheim – RV Gärtringen 4:4, RSV Waldrems – SG Denkendorf/Kemnat 2:2, RSV Krofdorf – RV Gärtringen 1:2, RSG Ginsheim – SG Denkendorf/Kemnat 4:1, RSV Waldrems – RSV Krofdorf 5:1. – Tabelle: 1. RSV Waldrems 4 Spiele, 13:6 Tore, 10 Punkte; 2. RSG Ginsheim 4, 11:8, 7; 3. RV Gärtringen 4, 11:11, 7; 4. RSV Krofdorf 4, 7:9 , 3; 5. SG Denkendorf/Kemnat 4, 7:15, 1.

Hintergrund
Die Vorgänger der aktuellen Meisterspieler
Den ersten deutschen Meistertitel im Fünferradball sicherte sich der RSV vor 38 Jahren. 1980 trugen Ingo Piller, Roland Dais, Hans Kienle, Rainer Schüle, Irmfried Stiefele, Kurt Stiefele und Lothar Stahl zu diesem Erfolg bei, nachdem es zuvor einen zweiten Platz und zwei dritte Ränge gegeben hatte. Bis zum zweiten Titelgewinn dauerte es 22 Jahre. 2002 waren Jürgen und Ralf Winter, Thorsten Völk, Thorsten Schneider, Jörg Fehr, Sebastian Kotb, Tim Lindner und Marco Hinderer die Protagonisten. Bei der Titelverteidigung 2003 waren Jürgen Winter, Völk, Schneider, Fehr, Kotb und Lindner erneut dabei, dazu kam noch Jürgen Stiefele. Drei weitere Titel gab es 2007 (Jürgen und Ralf Winter, Jürgen Stiefele, Jörg Fehr, Martin Frey, Thorsten Schneider, Sebastian Kotb), 2015 (Markus Weller, Thorsten Schneider, Christian Frey, David Piesch, Andreas Bertsch, Marcel Schüle, Björn Bootsmann, Tobias Herczeg) und 2017 (Markus Weller, Martin und Christian Frey, Marcel Schüle, Björn Bootsmann, Tobias Herczeg, David Piesch). Nun also das siebte Meisterstück, und vermutlich nicht das letzte.

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Erstellt:
20. November 2018, 06:00 Uhr

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