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Säbel-Ass Hartung verpasst EM-Titel - Bronze für Ndolo

dpa Düsseldorf. Am letzten Tag der Einzelwettbewerbe haben die deutschen Fechter ihre zuvor medaillenlose Bilanz bei der EM in Düsseldorf aufgebessert. Säbel-Ass Max Hartung und Alexandra Ndolo mit dem Degen gewinnen Bronze.

Degenfechterin Alexandra Ndolo verliert gegen Vitalis im EM-Halbfinale. Foto: Federico Gambarini

Degenfechterin Alexandra Ndolo verliert gegen Vitalis im EM-Halbfinale. Foto: Federico Gambarini

Max Hartung konnte schon Minuten nach seinem verpassten dritten EM-Titel in Serie wieder lachen.

„Im ersten Moment war ich schon traurig. Aber es ist doch trotzdem toll, dass wir hier was bieten konnten“, kommentierte das Säbel-Ass aus Dormagen seine Bronzemedaille und die der Leverkusenerin Alexandra Ndolo im Degenwettbewerb der Damen.

Dem 29-jährigen Hartung war der Hattrick nach Gold bei den Fecht-Europameisterschaften 2017 und 2018 in Düsseldorf nicht vergönnt: Im Halbfinale unterlag er dem Russen Wenjamin Reschetnikow mit 10:15. Gefeiert sollte nicht werden. „Jeder Tropfen Alkohol täte jetzt weh“, sagte der durch eine Fußverletzung eingeschränkte Hartung mit Blick auf das erhoffte Gold mit dem Team am Samstag.

Alexandra Ndolo wirkte noch glücklicher als Hartung, obwohl auch sie in der Vorschlussrunde mit dem 12:15 gegen Coraline aus Frankreich das Gold-Gefecht verpasste. „Eine Medaille ist auf jeden Fall was. Ich bin stolz auf mich“, sagte sie über ihren zweiten EM-Podestplatz nach Silber 2017.

Im Viertelfinale wackelten Ndolo und Hartung. Doch sie setzten die entscheidenden Treffer, die bereits den Podestplatz bedeuteten: Ndolo mit 15:14 gegen die Rumänin Maria Udrea, Hartung mit dem gleichen Ergebnis gegen den Franzosen Bolade Apithy. „Ich hab' nicht soviel Angst vorm Verlieren“, sagte Ndolo mit Blick auf ihr knappes Resultat gegen Udrea.

Hartungs Vorgänger Benedikt Wagner, der 2016 den Titel gewonnen hatte, vergab eine Medaille durch das 8:15 unter den besten Acht gegen den Russen Kamil Ibragimow und wurde Fünfter. Björn Hübner aus Werbach verlor im Achtelfinale gegen Hartung mit 8:15, der Olympia-Achte Matyas Szabo unterlag Reschetnikow in der gleichen Runde mit 12:15. Hübner wurde im Gesamtklassement Elfter, direkt hinter ihm blieb für Bundestrainer-Sohn Szabo Rang zwölf

Die Einzelbilanz der deutschen Starter knapp einen Monat vor den Welt-Titelkämpfen vom 15. bis 23. Juli in Budapest ist durchwachsen. Leonie Ebert als Sechste und ihre Werbacher Vereinskollegin Anne Sauer als Zwölfte mit dem Florett überzeugten - im Gegensatz zu den Degenfechtern, bei denen der Offenbacher Vorjahresdritte Richard Schmidt in Düsseldorf auf Rang 45 abstürzte. Zweitbeste Deutsche im Damendegen war als 13. Alexandra Ehler aus Leverkusen.

Im Herrenflorett, einst eine deutsche Paradewaffe, war der viermalige Einzel-Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz als 19. bester des Quartetts. Die gleiche Platzierung verbuchte die die ehemalige WM-Fünfte Anna Limbach aus Dormagen mit dem Säbel. Damit gehen die deutschen Fechter mit zweimal Bronze in die Team-Events. In Novi Sad 2018 hatte es Gold durch Hartung sowie Bronze durch Schmidt und die Herrensäbel-Mannschaft gegeben.

Max Hartung nimmt die Maske ab - der Säbelfechter hat soeben das EM-Finale verpasst. Foto: Federico Gambarini

Max Hartung nimmt die Maske ab - der Säbelfechter hat soeben das EM-Finale verpasst. Foto: Federico Gambarini

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Erstellt:
19. Juni 2019, 23:06 Uhr

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