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SC-Coach Streich bleibt bescheiden: „Heute ist es einfach“

dpa Sinsheim. Die Freiburger sind bestens aus der Länderspielpause gekommen: Schon jetzt wirkt der Sport-Club wie eine echte Mannschaft - trotz des großen Kaders. Christian Streich warnt natürlich.

Freiburgs Trainer Christian Streich bleibt bescheiden. Foto: Uwe Anspach

Freiburgs Trainer Christian Streich bleibt bescheiden. Foto: Uwe Anspach

Den abgedroschenen Begriff der Momentaufnahme nahm Christian Streich erst gar nicht in den Mund. Dass sein SC Freiburg nach dem vierten Bundesliga-Spieltag vor dem FC Bayern steht, wird sicher kein Dauerzustand sein - und das weiß keiner besser als der stets skeptische Kulttrainer.

„Die Tabelle interessiert mich null, mich interessieren nur die Punkte. Wenn die Saison fertig ist, dann interessiert mich auch der Tabellenplatz“, erklärte Streich nach dem 3:0 (2:0)-Coup im badischen Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Mit neun Punkten stehen die Breisgauer erst mal glänzend da, beim Tabellendritten wird aber keiner plötzlich die Europacup-Teilnahme als neues Ziel ausrufen. Der Sport-Club will auch nächstes Jahr im neuen Stadion im Oberhaus spielen - das ist alles, was dort zählt.

„Heute ist es einfach. Schwierig wird es dann in vier Wochen, in acht Wochen oder in zwölf Wochen“, sagte Streich nach seinem ersten Sieg überhaupt in Sinsheim. Christian Günter (11. Minute), Janik Haberer (38.) und Nils Petersen (59.) zerlegten mit ihren Toren vor 29.395 Zuschauern das Gastgeber-Team mit ihrem neuen Chefcoach Alfred Schreuder, für den Streich „ein großes Vorbild“ ist. Viel spritziger und besser eingestellt wirkten die Gäste, oft hilflos die Hoffenheimer.

„Wir wissen schon, wie eng das noch alles wird“, warnte SC-Sportvorstand Jochen Saier. Am nächsten Samstag gegen den FC Augsburg können die Freiburger weitere Punkte im Kampf um den Klassenverbleib sammeln.

So wollte Streich nicht einmal etwas von einem Fingerzeig für den weiteren Verlauf dieser Spielzeit hören. „Ein Fingerzeig ist es dann, wenn wir mal fünf, sechs, sieben Spiele nicht gewinnen. Das kommt meistens bei uns, ich hab' da gewisse Erfahrung“, erklärte der dienstälteste Bundesliga-Coach. „Dann wird sich zeigen, wie es mit einem großen Kader ist: Wie sich die Spieler, die paar mal nicht gespielt haben oder nicht im Kader waren, verhalten. Wie wir uns dann gemeinsam verhalten.“

Dass ihm sein eigener Kader mit 29 Profis eigentlich zu groß ist, das hatte Streich schon zuvor eingeräumt: „Ich muss derzeit viele enttäuschen.“ Mit Haberer und Kapitän Mike Frantz, den der SC-Trainer ausdrücklich lobte, glänzten aber schon mal zwei, die zuletzt auch draußen saßen.

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Erstellt:
16. September 2019, 12:04 Uhr

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