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Schwache Vorstellung gegen starke Gäste

Drittligist SG Sonnenhof Großaspach kassiert im Fußball-Testspiel gegen den Zweitligisten SG Dynamo Dresden eine 1:5-Klatsche

Nichts zu holen gab es gestern Abend für den Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach. Die Schwaben kassierten in einem Testmatch in der Mechatronik-Arena gegen den Zweitligisten SG Dynamo Dresden eine 1:5-Klatsche. Besonders in der ersten Halbzeit spielten die Gastgeber völlig verunsichert.

Der Ex-Großaspacher Lucas Röser (links) lässt den Sonnenhof-Defensivmann Yannick Thermann alt aussehen.Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Der Ex-Großaspacher Lucas Röser (links) lässt den Sonnenhof-Defensivmann Yannick Thermann alt aussehen.Foto: T. Sellmaier

Von Heiko Schmidt

„Wir haben auch in dieser Höhe verdient verloren“, stellte Großaspachs Trainer Zlatko Blaskic fest. Er schob auch gleich nach: „In der ersten Halbzeit war es zu wenig. Dresden hat uns vorgemacht, wie man aggressiv gegen den Ball spielt.“ In der Tat, denn die Sachsen agierten mindestens eine Klasse besser. Den Großaspachern muss allerdings zugute gehalten werden, dass es einige personelle Veränderungen gab. So stand Maximilian Reule zwischen den Pfosten. Auf der Bank nahm Torwarttrainer David Yelldell Platz. „Wir haben Kevin Broll nach seiner leichten Verletzung am Ellenbogen im Würzburg-Spiel eine Pause gegönnt“, begründete Sonnenhof-Trainer Zlatko Blaskic diese Personalie.

Zudem war gestern Abend ein Gastspieler im Kader des Dorfklubs: Dijon Ramaj. Der 20-Jährige, der im Sturm und auf den offensiven Außenbahnen spielen kann, ist zurzeit arbeitslos und stand bis zum Sommer dieses Jahres beim Regionalligisten VfB Stuttgart II unter Vertrag. „Er ist erst zwei Tage bei uns im Training, da kann man noch nicht viel sagen. Wir werden ihn weiter beobachten“, sagte Blaskic. Ob er auch am nächsten Samstag im Drittliga-Heimmatch gegen den SV Meppen noch der Cheftrainer sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Am Rande der gestrigen Testpartie sickerte durch, dass der neue Großaspacher Trainer wohl in wenigen Tagen feststehen soll. Bis dahin hat Blaskic das Sagen.

Und der Interimstrainer ließ wie schon am Montag beim torlosen Unentschieden in Würzburg mit einem 4:4:2-System spielen. Allerdings war deutlich anzumerken, dass bei den Schwaben einige Spieler von Beginn an auf dem Platz standen, die in dieser Drittliga-Saison noch nicht viele Einsatzzeiten hatten. So gab es in den ersten 20 Minuten einige Abstimmungsprobleme. Diese nutzten die Sachsen eiskalt aus. Nach zehn Minuten war Patrick Möschl mit einem Flachschuss zum 1:0 erfolgreich. Dem ließ sechs Minuten später Rico Benatelli mit einem 20-Meter-Flachschuss das 2:0 folgen. Danach wirkten die Großaspacher ein klein wenig sortierter und besaßen in der 23. Minute ihre erste Möglichkeit. Michael Vitzthum scheiterte jedoch mit einem 22-Meter-Schuss am Dynamo-Schlussmann Tim Bross. Doch die Dresdner spielten weiterhin aggressiver und kamen in der 33. Minute zum 3:0. Philip Heise drückte den Ball nach einer Vorlage von Erich Berko über die Torlinie. Dass die Großaspacher durchaus gefährlich in der Offensive sein können, bewiesen sie in der 41. Minute. Stephane Mvibudulu spitzelte nach einer Ablage von Makana Baku die Kugel zum 1:3-Pausenstand ins lange Toreck.

Nach dem Seitenwechsel machte der Ex-Großaspacher Lucas Röser auf sich aufmerksam. Der Stürmer schob in der 61. Minute nach einer Berko-Vorlage zum 4:1 für die Dynamos ein. Berko lupfte den Ball drei Minuten später zum 5:1 für die Gäste ins Netz. In der Folgezeit ging Spielfluss bei den Gästen aufgrund der Auswechslungen etwas verloren. Hingegen kam der Sonnenhof zu guten Möglichkeiten, um den zweiten Treffer zu erzielen. Der eingewechselte Timo Röttger scheiterte in der 85. Minute mit einem 25-Meter-Flachschuss. Für den 33-Jährigen war es eine besondere Partie. Von 2008 bis 2011 absolvierte er insgesamt 65 Pflichtspiele für den Traditionsverein aus Sachsen, in denen er neun Tore erzielte und sieben weitere Treffer vorbereitete. Seine persönliche Krönung war dabei der Aufstieg mit den Dresdnern in die Zweite Bundesliga in der Saison 2010/2011. Seit 2015 ist Röttger für die Aspacher aktiv. „Es war schön, gegen meinen alten Verein zu spielen. Ich habe viele alte Gesichter wieder getroffen“, sagte der Stürmer. Mehr Positives konnte er aber der Partie nicht abringen und äußerte sich kritisch: „Wir werden viele Lehren aus dem Spiel ziehen.“ Bleibt zu hoffen, dass es positive Lehren sein werden, denn mit der gestrigen Vorstellung kann die Mannschaft aus dem Fautenhau nicht in der Dritten Liga bestehen.

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Erstellt:
13. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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