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Schwacher Start, starker Endspurt

Turniersieg für TSG-Judoka Helena Grau nach Anlaufschwierigkeiten – Robin Angerer wird Zweiter

(kk). Zwei Judotalente der TSG Backnang feierten Erfolge. Helena Grau gewann das 43. Wolfgang-Welz-Gedächtnisturnier der Altersklasse U 20 in Mannheim, das als Ranglisten- und Sichtungsturnier fungiert. Robin Angerer wurde Zweiter beim Bundessichtungsturnier der U 17 in Herne.

Für Grau sah es in der Klasse bis 48 Kilogramm anfangs schlecht aus, so Trainer Jens Holderle: „Sie ist recht schwer in das Turnier reingekommen.“ Im Duell mit Nikita Krieger (PSV Herford) gab’s eine Niederlage: „Sie hat zwei Strafen bekommen, ist geflogen und dann abgehebelt worden.“ Auch gegen Laila Göbel (Judo-Team Hannover) verlor sie wegen eines Armhebels. Dann ging es für Grau aber aufwärts. Gegen Larissa Greis (Post Südstadt Karlsruhe) behielt sie die Oberhand, wurde Dritte ihres Pool und zog doch noch ins Viertelfinale ein. Dort bezwang sie Merit Petersen, eine Bundesliga-Kämpferin des JC Wiesbaden, vorzeitig. Im Halbfinale wartete erneut Göbel. Nun ließ sich Grau nicht von ihr werfen, sondern wendete das Blatt. Ein O-Soto-Gari (große Außensichel) brachte kurz vor dem Ende die siegbringende Wertung. Im Finale traf sie auf Helen Schneider (JSC Heidelberg Rhein-Neckar), die für Esslingen in der Bundesliga im Einsatz ist. „Die beiden kennen sich recht gut, es geht immer hin und her“, weiß Holderle.

Dieses Mal ging das Duell zugunsten von Grau aus. „Es war ein offener Kampf, es ging ins Golden Score. Die beiden haben sich nichts geschenkt. Nach ungefähr sechseinhalb Minuten hat Helena Helen mit einem O-Soto-Gari erwischt“, schildert der Trainer, der den ganzen Tag am Mattenrand stand und die Hochs und Tiefs seines Schützlings hautnah miterlebte. Er freut sich daher umso mehr über den Sieg: „Der erste Platz war hart erkämpft. Trotzdem war es eine super Leistung. Es war ein ganz wichtiges Turnier für Helena.“

Zweiter unter den 52 Kämpfern, die in Herne in der Klasse bis 66 Kilogramm an den Start gingen, wurde Vereinskamerad Angerer. Das erste Duell gewann er über die Strafen, im zweiten Kampf setzte er sich mit einem Uchi-Mata (innerer Schenkelwurf) vorzeitig durch. Dann folgte ein Triumph mit einer Waza-ari-Wertung für einen Konter, im Halbfinale gab ein Sode- Tsuri-Komi-Goshi (Ärmel-Hebezug-Hüftwurf) den Ausschlag. Im Finale geriet Angerer aber in einen Haltegriff und verlor.

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Erstellt:
14. November 2018, 06:00 Uhr

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