SG Sonnenhof Großaspach wendet Pokalaus in der Verlängerung ab

Nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand gewinnt der Fußball-Oberligist das Viertelfinale des WFV-Pokals bei Landesligist SG Empfingen mit 4:2 nach Verlängerung.

Michael Kleinschrodt (links) schießt das 1:0 für die Aspacher. Bis zum Sieg war es aber noch ein langer Weg. Foto: Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

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Michael Kleinschrodt (links) schießt das 1:0 für die Aspacher. Bis zum Sieg war es aber noch ein langer Weg. Foto: Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

Von Lars Laucke

Direkt nach dem Schlusspfiff kam aus dem Anhang der SG Sonnenhof Großaspach der passende Kommentar: „Es war eine schwere Geburt, aber immerhin kein Kaiserschnitt.“ 120 Minuten lang hatte sich der Landesligist SG Empfingen im Viertelfinale des WFV-Pokals gegen den Fußball-Oberligisten nach Kräften gewehrt und zwischenzeitlich sogar geführt. „Ich hatte dennoch nie das Gefühl, dass wir hier ausscheiden würden. Obwohl ich auf die Verlängerung gerne verzichtet hätte“, sagte Aspachs Trainer Pascal Reinhardt nach der Partie. „Aber heute zählte nur eins: das Weiterkommen.“

Dass dies eine hartes Stück Arbeit werden würde, deutete sich bereits in den Anfangsminuten an. Die Gastgeber, derzeit Tabellenführer der Landesliga-Staffel 3, stellten sich keineswegs hinten rein, sondern schalteten wann immer möglich in den Angriffsmodus und hatten auch die ersten Chancen. So musste Aspachs Keeper Maximilian Reule bereits in der zweiten Minuten aus kurzer Distanz gegen Empfingens Torjäger Pascal Schoch parieren. Einen Schuss aus 20 Metern lenkte er kurz danach zur Ecke. Ein erstes Ausrufezeichen setzten die Gäste in der zwölften Minute, als ein Kopfball von Dominik Salz an die Latte prallte – allerdings ging kurz darauf auch die Fahne des Linienrichters hoch, Salz war im Abseits. Nichts zu beanstanden gab es hingegen am schönen 25-Meter-Schuss von Michael Kleinschrodt, mit dem er die Sonnenhof-Elf in Führung brachte (17.).

Die Aspacher schienen das Spiel mehr und mehr in den Griff zu bekommen, bis quasi aus dem Nichts der Ausgleich fiel. Ein langer Freistoß in der Strafraum landete auf dem Kopf von Pascal Schoch, der für den 1:1-Pausenstand sorgte – aufgrund des couragierten Auftritts der Gäste nicht einmal unverdient. „Empfingen hat das gut gemacht. Und wir haben lange Zeit zu statisch gespielt und zu viele Zweikämpfe verloren“, bemängelte Pascal Reinhardt.

Nach dem Wechsel wollten die Aspacher sichtlich das Geschehen wieder bestimmen, doch ein krasser Fehlpass von Arbnor Nuraj leitete die Empfinger Führung ein. Er spielte den Ball direkt in den Fuß von Pascal Schoch, der schaltete blitzschnell um, bediente seinen Sturmpartner Erdem Sonay und es stand 2:1. Die Sensation lag in der Luft, allerdings war auch noch genügend Zeit. „Zudem haben wir viel Qualität von der Bank gebracht, während Empfingen zusehends müde wurde“, so Pascal Reinhardt. Der erst Sekunden zuvor eingewechselte Anthony Mbem-Son Nyamsi scheiterte mit seinem Kopfball noch am Pfosten (67.). Aber eine präzise Flanke von Mert Tasdelen vollendete Dominik Salz per Kopf zum 2:2 in der 77. Minute. Die Gäste drängten auf den Siegtreffer, doch Empfingen rettete sich zunächst in die Verlängerung.

Diese war dann aber eine klare Angelegenheit für Großaspach. Der Oberligist spielte nun seine spielerische und konditionelle Überlegenheit aus, das 2:3 durch Mbem-Son Nyamsi nach Vorarbeit von Konrad Riehle (97.) war folgerichtig. Und als Bleart Dautej in der 109. Minute nach einem schönen Angriff über die rechte Seite den vierten Aspacher Treffer erzielte, war die Sache entschieden. Die Gäste spielten die letzten Minuten souverän herunter und hätten um ein Haar noch durch Volkan Celiktas das fünfte Tor nachgelegt. Am Ende blieb es aber beim 4:2-Erfolg für den Oberligisten, der nun im Halbfinale auf den Sieger der Partie Stuttgarter Kickers gegen den SSV Ulm trifft.

SG EmpfingenMüller – Ramic, Schima (108. Rebmann), Kaufeld, Jung – Bucci (83. Schmid), Schüssler, Tittjung (110. Wössner), Karapidis – Sonay, Schoch.

SG Sonnenhof Großaspach Reule – Mohr, Nuraj, Frölich, Landwehr (57. Riehle) – Celiktas, Mistl, Kleinschrodt (66. Mbem-Son Nyamsi) – Tasdelen (85. Dautej), Salz (111. Ender), Stoppel (79. Wöhrle).

Tore 0:1 Kleinschrodt (17.), 1:1 Schoch (38.), 2:1 Sonay (53.), 2:2 Salz (77.), 2:3 Mbem-Son Nyamsi (97.), 2:4 Dautej (109.). – Schiedsrichter Achim Mauz. – Zuschauer 500.

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Erstellt:
4. April 2024, 06:00 Uhr

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