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Wolfsburg-Sieg im Hexenkessel von Malmö begeistert Glasner

dpa Malmö. Was ist plötzlich mit Wolfsburg los? Der schwache Rückrundenstart gerät bei den Niedersachsen mehr und mehr in Vergessenheit. Beim Achtelfinaleinzug in der Europa League überzeugt der VfL und glänzt phasenweise. Die Offensive wird immer variabler.

Wolfsburgs Joao Victor (l) schießt das Tor zum 0:3 gegen Malmös Torwart Johan Dahlin. Foto: Swen Pförtner/dpa

Wolfsburgs Joao Victor (l) schießt das Tor zum 0:3 gegen Malmös Torwart Johan Dahlin. Foto: Swen Pförtner/dpa

Am Ende waren in der Arena von Malmö nur noch die rund 1700 partywütigen Wolfsburger Fans zu hören. „Oh, wie ist das schön“ und „Europapokal“, sangen die VfL-Anhänger und feierten den ersten Einzug in ein internationales Achtelfinale seit 2016.

Nach Krisenstimmung und Tristesse zu Jahresbeginn macht die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner ihren Fans wieder Spaß. Und plötzlich geht es wieder um richtig was.

Nach den überzeugenden und teilweise sogar glanzvollen Auftritten der vergangenen Wochen sind die Wolfsburger in der Bundesliga vor dem Spiel bei Union Berlin am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) wieder an den Europapokal-Plätzen dran. In der Europa League dürfen die Anhänger nach dem 3:0 (1:0) bei Malmö FF weiter von großen Reisen und Erfolgen träumen.

In der Heimatstadt von Zlatan Ibrahimovic überzeugte der VfL mit Einsatz, Kampf und vor allem in der zweiten Hälfte großer Spielfreude. „Großes Kompliment an die Spieler für die Leistung, die sie hier im Hexenkessel von Malmö gezeigt haben“, sagte der sichtlich zufriedene Glasner. Sportchef Jörg Schmadtke sprach von einem „nie gefährdeten“ Weiterkommen. „Malmö hat eine erfahrene Truppe, aber es schien so, als hätten sie an Qualität verloren. Wir haben es aber auch wirklich gut gemacht.“ Da hatte er recht.

Josip Brekalo (42. Minute), Yannick Gerhardt (65.) und João Victor (69.) schossen den ungefährdeten Sieg heraus. Die eigentlich für ihre Heimstärke bekannten Schweden brachten die Wolfsburger kaum in Verlegenheit. Als erste deutsche Mannschaft blieb der VfL zum neunten mal in Serie in einem Europa-League-Auswärtsspiel unbesiegt.

Die starke Entwicklung der Wölfe mit zuletzt zwei Siegen und 7:0 Toren innerhalb von fünf Tagen erstaunt. Keine fünf Wochen ist es her, da unterlagen die Niedersachsen Hertha BSC zu Hause mit 1:2. Schmadtke regte vor laufenden Fernsehkameras einen taktischen Neustart an und sprach wenige Tage später davon, es sehe danach aus, „als ob wir es uns zu gemütlich angerichtet haben“. Die Kritik wirkte. Von den letzten sechs Pflichtspielen gewann Wolfsburg fünf, fußballerisch werden die Auftritte des VW-Clubs immer besser.

War in der Hinrunde Mittelstürmer Wout Weghorst oftmals vorne der Alleinunterhalter, sorgen nun Josip Brekalo, Admir Mehmedi oder Renato Steffen auf den Außenpositionen für Tempo und zusätzliche Torgefahr. Der Sieg in Malmö schürt die Vorfreude auf das, was noch kommen könnte - inklusive weiterer Europokalpartys.

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Erstellt:
28. Februar 2020, 05:06 Uhr

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