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Sigles Tor sorgt für kollektive Ekstase

Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang siegt durch einen direkt verwandelten Freiwurf mit 34:33 gegen den TSB Horkheim

Einen solchen Freudentaumel hat die in die Jahre gekommene Karl-Euerle-Halle in Backnang selten erlebt. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf sorgte Ruben Sigle im Derby gegen den TSB Horkheim nach dem Ende der Spielzeit für den 34:33-Heimerfolg des Handball-Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang.

Ruben Sigle (links) verwandelt hier den letzten Freiwurf zum 34:33-Siegtreffer für den HC Oppenweiler/Backnang.Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Ruben Sigle (links) verwandelt hier den letzten Freiwurf zum 34:33-Siegtreffer für den HC Oppenweiler/Backnang.Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Der HCOB legte ein hohes Tempo vor, führte nach zwölf Minuten mit 8:4. Horkheim hielt dagegen, erzielte sieben Tore in fünf Minuten, 11:11 (17. Minute). Dann rückten die Abwehrreihen in den Vordergrund. HCOB-Keeper Stefan Koppmeier fand hervorragend ins Spiel, auf der anderen Seite zeichnete sich der für Sven Grathwohl eingewechselte Linus Mathes ebenfalls wiederholt aus. Bitter für die Gäste: Außenspieler Felix Weißer schied verletzt aus. TSB-Kreisläufer Nils Boschen sorgte beim 14:13 dennoch für die erste Gästeführung, in dieser Phase hatten die Horkheimer Vorteile. Nun hielt der HCOB mit viel Kampf dagegen. Evgeni Prasolov glich aus. Als Philipp Schöbinger vom Kreis zum 16:15 einwarf, sah es nach einer Pausenführung aus. Jedoch egalisierte Horkheims Janik Zerweck mit der Sirene – 16:16.

Nach dem Wechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Zerweck traf zweimal hintereinander – 19:17. Der HCOB fing sich aber schnell wieder. Jonas Frank erzielte das Anschlusstor, dann den Ausgleich. Anschließend sorgten die drei Ex-Horkheimer Marcel Lenz, Evgeni Prasolov und Philipp Maurer mit ihren Toren für die 22:20-Führung. Vor allem Lenz war kaum zu stoppen, er erzielte Tor um Tor. Als Ruben Sigle nach 43 Minuten zum 25:22 einwarf, träumten die Einheimischen vom Sieg. Aber dann hatte Horkheim seine beste Phase. Mit einem 8:1-Lauf brachte sich das Team von Coach Volker Blumenschein in Position. Die Murrtaler machten in dieser Phase einige Fehler, vor allem aber überzeugten die Gäste durch Zielstrebigkeit, eine starke Leistung. Sie waren beim 30:26 zehn Minuten vor dem Ende auf Kurs in Richtung Auswärtssieg.

HCOB-Trainer Matthias Heineke nahm eine Auszeit. Und seine Handballer behielten vor allem eins: die Ruhe. Sie ließen sich von den Rückschlägen nicht beirren, sondern suchten immer weiter ihre Chance. Und sie wurden für ihren nimmermüden Einsatz belohnt. Die Abwehrarbeit gelang immer besser, Horkheim warf in den letzten zehn Minuten nur noch drei Tore. Der HCOB arbeitete sich durch schnelle Gegenzüge heran. Nikola Vlahovic verkürzte auf 29:31, Philipp Maurer erzielte das Anschlusstor. Drei Minuten vor dem Abpfiff sorgte Marcel Lenz mit seinem achten Treffer fürs 32:32. Er besorgte nach Horkheims letzter Führung (33:32, Kazmeier) eine Minute vor dem Ende auch das 33:33.

Als Koppmeier gegen Zerweck hielt, hatte die Heimmannschaft alle Trümpfe in der Hand. Das Heineke-Team spielte die Zeit herunter, wollte dabei auf keinen Fall einen Ballverlust riskieren – kam aber auch selbst nicht mehr in eine aussichtsreiche Wurfsituation. Es blieb nur ein Freiwurf. Schon ein Punkt wäre ein Erfolg gewesen. Aber es wurden zwei. Ruben Sigle schnappte sich den Ball, Stille in der Halle, ein Pfiff, ein Wurf, Tor. Der Ball flog über die ausgestreckten Hände der Horkheimer Abwehrriesen und landete im linken oberen Eck. Torwart Mathes ahnte die Ecke, kam aber nicht mehr heran. Der HCOB war der Sieger des spannenden Duells und in der Halle brach die kollektive Ekstase aus.

HC Oppenweiler/Backnang: Wolf (n.e.), Koppmeier – Lenz (9), Sigle (6), Szilagyi (n.e.), Wolf (3), Jonas Frank (3/2), Schöbinger (3), Prasolov (4), Kuhnle (n.e.), Maurer (2), Raff, Koch, Köder (3), Vlahovic (1).

TSB Horkheim: Grathwohl, Mathes – Weißer (3), Gehrke (5), Grosser, Rieger (1), Heß (5), Kazmeier (2), Seiz (2/1), Freudl (2), Eisenhardt, Boschen (6), Zerweck (7).

Siebenmeter: 2/4:1/1 (Lenz scheitert zweimal an Grathwohl). – Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Prasolov, Schöbinger, Sigle / Hess, Seiz, Boschen). – Schiedsrichter: Homa/Mehl (Fürth). – Zuschauer: 600 (ausverkauft).

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Erstellt:
17. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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