Spiegelbild Hoffenheim: Herthas Dardai will Sieg-Premiere

dpa Berlin. Trainer Pal Dardai vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC will im siebten Anlauf bei der TSG Hoffenheim erstmals als Sieger vom Platz gehen.

Pal Dardai will mit Hertha BSC erstmals bei der TSG 1899 Hoffenheim gewinnen. Foto: Andreas Gora/dpa

Pal Dardai will mit Hertha BSC erstmals bei der TSG 1899 Hoffenheim gewinnen. Foto: Andreas Gora/dpa

Nach einem Remis und fünf Niederlagen in Sinsheim in seinen bisherigen Spielen als Hertha-Trainer sei es an der „Zeit, das zu ändern. Ich habe gut hospitiert in den letzten Jahren, jetzt versuche ich, einen Siegesplan zu konstruieren“, sagte der 45-Jährige vor der Auswärtspartie zum Auftakt des 10. Spieltags in der Prezero-Arena am Freitag (20.30 Uhr/DAZN).

Mit Hoffenheim, das in der letzten Saison beide Spiele gegen die Berliner gewonnen hatte, trifft Hertha fast auf ein Spiegelbild: „Hoffenheim produziert Ergebnisse, die man nicht erwartet. Das ist bei uns auch so“, sagte Dardai über den bisherigen Saisonverlauf. Um in Sinsheim den vierten Sieg in Serie zu holen, müssten bei den Berlinern „von den 20 Spielern 16 oder 17 Spieler eine gute Tagesform haben“, sagte Dardai.

Der Ungar freut sich, dass bis auf die verletzten Abwehrspieler Lukas Klünter und Jordan Torunarigha alle Spieler sich anbieten und es auch in der Verteidigung genügend Alternativen gibt. „Wir können mit Dreierkette und auch Zweierkette spielen“, sagte Dardai, der selbst das System der Viererkette bevorzugt. Ein Fragezeichen steht dabei noch hinter Niklas Stark, bei dem das Abschlusstraining abgewartet werde.

Hoffenheim hofft auf Rückkehr von Baumgartner

Hoffenheim hofft auf die Rückkehr von Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner. Der 22-jährige Österreicher fehlte dem nordbadischen Bundesligisten zuletzt wegen einer Corona-Infektion. „Wir warten noch auf das Testergebnis vom Baumi. Wenn das negativ verläuft, dann wird er zur Verfügung stehen“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß.

Im Duell des Tabellenelften mit dem -zehnten zum Auftakt des 10. Spieltags muss Hoeneß ansonsten nur auf die Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic und Marco John sowie auf Pavel Kaderabek (Sprunggelenk-Blessur) verzichten.

Nach zuletzt zehn Toren in den vergangenen beiden Heimspielen - 5:0 in der Liga gegen den 1. FC Köln und 5:1 im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel - hofft der TSG-Coach auf ein erneut erfolgreiches Flutlichtspiel. Topstürmer Andrej Kramaric, der bisher mehr als Vorlagengeber (6) denn als Torschütze (1) glänzte, traf gegen keinen anderen Club so oft wie gegen die Hertha. Allerdings erzielte er sieben der acht Tore in Auswärtsspielen.

„Sie spielen sehr, sehr kompakt aktuell. Sie haben wenig zugelassen, wenig Tore kassiert in den letzten Spielen“, sagte Hoeneß über die wiederstarkte Hertha. Der 39-Jährige spielte einst insgesamt zehn Jahre bei den Amateuren der Berliner, wo sein Vater Dieter Hoeneß einst Manager war. „Das ist lange her“, sagte er. Aber sein Verhältnis sei wie bei seinen anderen Ex-Clubs RB Leipzig und FC Bayern München: „Keine verbrannte Erde, alles positiv. Deswegen freue ich mich auch auf morgen.“

© dpa-infocom, dpa:211028-99-770623/3

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Erstellt:
28. Oktober 2021, 12:14 Uhr

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