Starke Abwehr und treffsichere Flügelzange

Der HC Oppenweiler/Backnang ist nach dem 31:25-Heimsieg gegen den TuS 04 Dansenberg weiter Tabellenführer in der Gruppe Süd der Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga. Vieles deutet darauf hin, dass der HCOB-Weg in die Finalserie führt.

Timm Buck (rechts) hat wichtige Tore beim Heimsieg des HC Oppenweiler/Backnang erzielt. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Timm Buck (rechts) hat wichtige Tore beim Heimsieg des HC Oppenweiler/Backnang erzielt. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben ihre Heimstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie gewannen in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga mit 31:25 gegen den TuS 04 Dansenberg. Sie sind auch nach dem fünften Spieltag der Tabellenführer der Südgruppe – der Einzug in die Finalserie steht kurz bevor. Beim Erfolg gegen die Pfälzer überzeugten die Murrtaler durch eine starke Abwehr und eine treffsichere Flügelzange.

Der HCOB legte los wie die Feuerwehr. In der Abwehr überzeugten die Gastgeber mit viel Einsatz. Torwart Jürgen Müller war gleich auf Betriebstemperatur. Ein Ballgewinn folgte auf den anderen. Die Gastgeber schalteten schnell um, brannten ein Offensivfeuerwerk ab – und führten nach zehn Minuten mit 8:2. Die Gäste aus der Pfalz wurden erkennbar auf dem falschen Fuß erwischt. Sie fanden dann aber besser ins Spiel. Vor allem der halbrechte Rückraumspieler Robin Egelhof hatte seinen Anteil daran, dass der HCOB seine Dominanz zeitweise verlor. Beim 9:8 war der Vorsprung fast aufgebraucht, nun hatten die Gäste Oberwasser. Allerdings legten die Murrtaler gerade zum rechten Zeitpunkt wieder den Schalter um. Timm Buck erzielte zwei wichtige Treffer, die Gastgeber verteidigten die Führung. Auch Marcel Lenz setzte sich mehrfach in Szene. Er verwandelte seine Kontergelegenheiten sicher und überzeugte auch von außen durch eine sehr gute Trefferquote. Kurz vor dem Seitenwechsel traf er zum 15:13.

Nach Wiederanpfiff glänzten die HCOB-Angreifer durch super Zuspiele auf Kreisläufer Jakub Strýc. Der bedankte sich mit einem Hattrick, erhöhte auf 18:13. Doch Dansenberg blieb ein unbequemer Gegner. Die Murrtaler ließen im Angriff einige Chancen zu viel aus, auch TuS-Keeper Kevin Klier hielt klasse. Nach 42 Minuten war Dansenberg auf ein Tor heran. Doch wie so oft in diesem Spiel: Immer, wenn es eng wurde, setzten die Gastgeber entschlossen nach. In diesem Fall war es Marcel Lenz, der sich von einem vergebenen Strafwurf nicht entmutigen ließ und vom Flügel weiter traf. Als Ruben Sigle in höchster Zeitspielnot zum 25:22 traf, schwand der Glaube der Gäste an die Wende. Außerdem wirkten die Gastgeber bei tropischen Temperaturen einen Tick fitter. Sie formierten eine solide Abwehr, gegen die Dansenberg in den letzten zehn Minuten nur noch drei Tore erzielte. Stattdessen ging es durch Gegenstöße in die andere Richtung. Der Vorsprung wuchs an, am Ende hieß es 31:25 – Heimsieg Nummer drei für den HCOB im dritten Heimspiel.

HCOB landet Heimsieg gegen Dansenberg
Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang gewinnen das letzte Heimspiel der Gruppenphase der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gegen den TuS 04 Dansenberg mit 31:25. Zur Pause führte der HCOB bereits mit 15:13.

Entscheidend für den neuerlichen Erfolg war die große Kampfkraft der Gastgeber. Sie stellten über weite Strecken der Begegnung eine aggressive und aufmerksame Abwehr. Außerdem konnten sie sich auf ihren Torwart Jürgen Müller verlassen, der ein gutes Dutzend erstklassiger Paraden zeigte. Im Angriff gelang es den HCOB-Handballern über weite Strecken, gute Chancen herauszuspielen. Vor allem die Flügelspieler Marcel Lenz und Philipp Maurer überzeugten durch ihre gute Wurfausbeute, was gegen einen erstklassigen Keeper wie Kevin Klier keine Selbstverständlichkeit ist. Mit 7:3 Punkten haben die Murrtaler schon jetzt eine beeindruckende Ausbeute in dieser Aufstiegsserie eingespielt – und es deutet vieles darauf hin, dass der HCOB-Weg in die Finalserie führt.

HC Oppenweiler/Backnang: Müller, Koppmeier (n.e.) – Lenz (13/3), Buck (3), Raff, Sigle (2), Wolf (3), Schöbinger (1), Prasolov, Strýc (4), Csauth (n.e.), Frank (n.e.), Maurer (5), Bühler, Rauh (n.e.).

TuS 04 Dansenberg: Klein (n.e.), Huber, Klier – Kiefer (1), Megalooikonomou, Guden, Dettinger (4), Holstein, Claussen (1), Schwenzer (2/2), Foege (3), Bösing (2), Egelhof (5), Röller (5), Serwinski (1), Rose (1).

Siebenmeter: 3/5:2/3 (Lenz wirft an den Pfosten, scheitert an Klier – Serwinski scheitert an Müller). – Zeitstrafen: 10:12 Minuten (Maurer/zweimal, Schöbinger/zweimal, Sigle – Claussen/zweimal, Foege, Bösing, Egelhof). – Disqualifikation: Holstein (18., Foul an Maurer). – Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur/Geinsheim).

Stimmen zum Spiel

Trainer Matthias Heineke: „Herzlichen Glückwunsch an meine Mannschaft. Die Knotenpunkte waren vor dem Spiel klar. Wir wussten, dass wir ins Tempospiel finden müssen. Das haben wir in den ersten zehn Minuten super umgesetzt und sind auch dank der Torhüterleistung auf 8:2 weg. Dann haben wir uns selbst ein bisschen aus dem Rhythmus gebracht. Es war wichtig, dass wir zur Halbzeit noch zwei Tore Plus hatten. Wir haben uns dann vorgenommen, gleich wieder Fahrt aufzunehmen. Tatsächlich haben wir das Heft gleich wieder an uns gerissen. Wir waren 60 Minuten in Führung, und deshalb war es auch ein verdienter Sieg. Ein besonders Lob haben sich unsere Außenspieler Marcel Lenz und Philipp Maurer verdient, die eine super Leistung hingelegt und uns den Weg geebnet haben.“

Kreisläufer Jakub Strýc: „Wir haben eine Heimbegegnung mit einem guten Start ins Spiel erlebt. In der Abwehr waren wir sehr gut organisiert und unsere Torhüterleistung war super. Nach einer Viertelstunde sind wir ein wenig in ein Tief gekommen. Da hat Dansenberg seine Qualitäten gezeigt. Am Ende haben wir dominiert und es war ein verdienter Sieg.“

Torwart Jürgen Müller: „Das war ein extrem wichtiges Heimspiel. Wir wussten, um was es geht, wollten unbedingt die zwei Punkte daheim behalten. Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir den Kampf annehmen. Wir haben von Anfang an dominiert, über die Abwehr, und vorne haben wir sehr konzentriert unsere Chancen herausgespielt und auch die Tore gemacht.“

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Erstellt:
10. Mai 2021, 06:00 Uhr

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