Starker Einstand für deutsche Rodler: Loch siegt vor Ludwig

dpa Innsbruck. Besser hätten die deutschen Rodler kaum in die Saison starten können. Felix Loch siegte nach langer Zeit wieder, Teamkamerad Johannes Ludwig wurde Zweiter. Für die erfolgsverwöhnten Doppelsitzer gab es nur einen dritten Platz durch Eggert/Benecken.

Felix Loch jubelt über seinen Sieg in Innsbruck. Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa

Felix Loch jubelt über seinen Sieg in Innsbruck. Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa

Felix Loch war nach seinem ersten Weltcupsieg seit fast 22 Monaten einfach nur happy. Selbst ein kleiner Fahrfehler im ersten Lauf konnte den Sieg gegen die starke Rodel-Konkurrenz nicht gefährden.

„Das war ein super Rennen. Es hat alles geklappt, auch vom Material her haben wir einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht“, sagte der 31 Jahre alte Doppel-Olympiasieger von 2014 nach dem Auftaktrennen auf der Olympiabahn von Innsbruck-Igls.

Die Freude war umso größer, weil mit Johannes Ludwig (BRC Oberhof) ein weiterer Deutscher auf Rang zwei landete und damit für einen Doppelerfolg sorgte. „Das war auf jeden Fall ein geiler Einstand in die Saison. Viel besser hätte ich mir das nicht vorstellen können“, sagte Ludwig, der 2018 in Innsbruck gewann und in der vergangenen Saison mit drei Weltcupsiegen bester deutscher Rodler war.

Bundestrainer Norbert Loch zollte seinen beiden erfolgreichen Athleten ein großes Lob. „Chapeau! Sie haben das umgesetzt, was sie im Training gezeigt haben. Beide haben nicht überpowert, aber im Rennen alles rausgeholt, was sie drauf haben“, befand der Vater von Felix Loch.

Die sonst erfolgreichen Doppelsitzer mussten sich mit dem dritten Platz von Toni Eggert/Sascha Benecken hinter zwei österreichischen Doppel begnügen. Die Olympiasieger Tobias Wendel/Tobias Arlt kamen auf Rang vier.

Etwas hinter den Erwartungen bei den Herren blieb ein deutsches Trio. Max Langenhan (BRC 05 Friedrichroda) als drittbester aus dem Team wurde 15., Sebastian Bley (RT Suhl) 16., und Moritz Bollmann (RRV Sonneberg/Schalkau) kam auf Rang 18. „Bei ihnen habe ich noch zu viele Fehler gesehen. Aber vor allem Moritz und auch Max haben im zweiten Lauf gezeigt, dass sie deutlich näher an die Weltspitze heran gekommen sind“, sagte der Bundestrainer.

© dpa-infocom, dpa:201128-99-495570/5

Felix Loch rast in Innsbruck durch den Eiskanal. Foto: Matthias Schrader/AP/dpa

Felix Loch rast in Innsbruck durch den Eiskanal. Foto: Matthias Schrader/AP/dpa

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Erstellt:
28. November 2020, 12:11 Uhr

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