Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Starterfeld verspricht spannende Spiele

Der HC Oppenweiler/Backnang erwartet morgen zum Handball-Cup einen Traditionsverein, einen Aufsteiger und einen Stammgast

Auf dieses sommerliche Highlight freuen sich viele Handballfans aus der Umgebung. Am morgigen Samstag ab 13Uhr kämpfen beim Riva-Handball-Cup in der Backnanger Karl-Euerle-Halle der ruhmreiche TUSEM Essen, Zweitliga-Aufsteiger HSG Konstanz, Stammgast VfL Pfullingen und Gastgeber HC Oppenweiler/Backnang um Tore und Punkte. Der Wettbewerb wird zum 25.Mal ausgetragen und verspricht einen spannenden Ausgang.

Tom Kuhnle (beim Wurf) möchte mit dem HCOB für eine Überraschung sorgen. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Tom Kuhnle (beim Wurf) möchte mit dem HCOB für eine Überraschung sorgen. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Beim ersten Handball-Cup im Jahr 1990 – anlässlich des 70. Geburtstags der Handball-Abteilung der TSG Backnang ins Leben gerufen – kämpften die Zweitligisten SG Frisch Auf Göppingen/ Scharnhausen, TSG Oßweil und VfL Pfullingen, die Regionalligisten TSB Horkheim und TV Oppenweiler sowie Oberligist SV Fellbach um den Turniersieg. Zwei dieser sechs Teams sind auch bei der 25. Auflage dieser längst zur Tradition gewordenen Handballveranstaltung wieder dabei: Der nun gemeinsam mit der TSG Backnang agierende TVO stellt mit dem HCOB-Drittliga-Team die Heimmannschaft, die Pfullinger reisen zum achten Mal zum Turnier an.

Das Teilnehmerfeld bei der Jubiläumsauflage des Turniers ist ähnlich strukturiert wie bei der Premiere. Die beiden Zweitligisten gelten als Favoriten, die Essener wohl noch ein bisschen mehr als die Konstanzer. Die beiden Drittligisten wollen nicht nur mitspielen, sondern auch für Überraschungen sorgen. Und das direkte Aufeinandertreffen von HCOB und VfL ist ohnehin seit Jahren wie geschaffen für einen Krimi und längst ein württembergischer Klassiker. Jürgen Rauth, der sich beim Handball-Cup um das Starterfeld kümmert, wagt keinen Turniersieger vorherzusagen: „Ich glaube, dass es gelungen ist, ein Turnier zusammenzustellen, in dem wir mit Essen zwar einen Favoriten haben, der Ausgang aber nur schwer vorherzusagen ist. Darum darf man mit einer ganzen Reihe von spannenden Spielen rechnen.“

TUSEM Essen ist der Titelverteidiger, Pfullingen siegte zuletzt 2003, Konstanz hat den Handball-Cup noch nie gewonnen (aber auch erst einmal mitgespielt), und auch der HCOB wartet noch auf den erstmaligen Coup beim eigenen Cup. Für Überraschungen waren die Murrtaler in den vergangenen Jahren allerdings nicht nur einmal gut. Der Handball-Cup wurde in den vergangenen Jahren gut von den Fans angenommen. Es ist eine der ersten Möglichkeiten, die neu zusammengestellten Teams unter Turnierbedingungen zu sehen. Diese haben doch einen offizielleren Charakter als die typischen Vorbereitungsspiele unter der Woche. Als sehr angenehm wird auch empfunden, dass es für Zuschauer und Fans in den Pausen und nach dem Turnier die Möglichkeit gibt, sich bei einem Getränk und einer roten Wurst mit den Sportlern und den Coaches auszutauschen.

Die vier Mannschaften, die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert, spielen morgen ab 13 Uhr im Modus „Jeder gegen Jeden“ gegeneinander. Das letzte Match steigt um 18.25 Uhr zwischen dem HCOB und TUSEM Essen, das ist aus lokaler Sicht das Highlight und ziemlich sicher wird vorher auch der Turniersieger noch nicht feststehen, insofern dürfte es spannend bis zum Ende bleiben. Die Spielzeit mit zweimal 18 Minuten pro Partie bringt jedem Coach eine Gesamtspielzeit von 108 Minuten – also eindreiviertel Stunden. Da wird es nicht nur drauf ankommen, wer am meisten spielerischen Glanz verbreitet, sondern auch darauf, wer schon am fleißigsten an der Kondition gebolzt hat.

Spielplan: HC Oppenweiler/Backnang – HSG Konstanz (13 Uhr), VfL Pfullingen – TUSEM Essen (14.05 Uhr), TUSEM Essen – HSG Konstanz (15.10 Uhr), VfL Pfullingen – HC Oppenweiler/Backnang (16.15 Uhr), HSG Konstanz – VfL Pfullingen (17.20 Uhr), HC Oppenweiler/Backnang – TUSEM Essen (18.25 Uhr).

Die Spielzeit beim Handball-Cup beträgt zweimal 18 Minuten pro Begegnung, mit Seitenwechsel und einer Auszeit pro Halbzeit und Team. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die Tordifferenz über die Platzierung, dann die Anzahl der erzielten Tore. Für das Gewinnerteam gibt es 1000 Euro Preisgeld, 500 Euro für den Zweiten und 250 Euro für den Dritten. Der Torschützenkönig gewinnt zudem ein Bierfass von Haller Löwenbräu.

Info
Die teilnehmenden Mannschaften des Handball-Cups in Backnang in der Übersicht

TUSEM Essen

Der Traditionsverein war deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger. Nach düsteren Jahren mit Abstiegen und Finanznot befindet sich der Klub zwischenzeitlich zurück auf dem Weg in die Beletage des deutschen Handballs. Trainer Jaron Siewert hat ein junges Team mit guter Perspektive aufgebaut. Mit Rang sechs in der vergangenen Zweitliga-Saison erreichte der Klub zuletzt die beste Platzierung seit Jahren. Nun will sich der TUSEM verbessern – und könnte dann um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen.

Neu im Team: Fredrik Genz (Torwart, Füchse Berlin II), Nils Conrad (Torwart, HC Rhein Vikings), Rolando Urios Goncáles (Kreisläufer, Füchse Berlin), Laurenz Kluth (Rückraum links, HC Rhein Vikings).

HSG Konstanz

Die HSG ist nach einem Jahr in der Dritten Liga zurück im Kreis der 36 deutschen Bundesliga-Vereine. In den Aufstiegsspielen setzte sich Konstanz gegen den HC Empor Rostock durch. Trainer Daniel Eblen, seit 2004 bei der HSG tätig, strebt mit seiner Mannschaft den Nichtabstieg an. Nächstes Ziel wird sein, Bundesliga-Handball auf Dauer in Konstanz zu etablieren. Der Klub verfügt über ein starkes Netzwerk in der einwohnerstärksten Stadt am Bodensee. Das Team wurde im Tor und auf Außen verstärkt, kann aber auch auf viele bewährte Abläufe vertrauen.

Neu im Team: Michael Haßferter (Torwart, HC Erlangen), Aron Czako (Linksaußen), Fynn Beckmann (Rechtsaußen, beide HBW Balingen-Weilstetten II).

VfL Pfullingen

Der württembergische Traditionsverein ist einer der regelmäßigsten Teilnehmer am Handball-Cup in Backnang. Stand früher oft Trainerlegende Rolf Brack beim Klub von der Echaz an der Seitenlinie, so ist nun sein Sohn Daniel Brack der neue Taktgeber beim Drittligisten. Im Kader gab es nur wenige Veränderungen, sprich: Das Team dürfte gut eingespielt sein. Zugang Lukas Fischer (vom TV Plochingen) könnte für zusätzliche Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe sorgen. Nach Rang elf in der Vorsaison will der VfL nun einen deutlichen Schritt nach vorne machen.

Neu im Team: Nicolas Gross (Torwart, TSV Neuhausen/Filder), Lukas Fischer (Rückraum Mitte, TV Plochingen), Manuel Bauer (Rückraum links, VfL Pfullingen II).

HC Oppenweiler/Backnang

Der HCOB bereitet sich auf seine fünfte Drittliga-Saison vor. Trainer Matthias Heineke hat die Aufgabe, die neuen Spieler Felix Beutel, Timm Buck und Tim Düren ins Team zu integrieren. Auch Kreisläufer Jakub Strýc ist nach fast einjähriger Zwangspause ein halber Zugang. Nach der schwierigen Vorsaison, die lange vom Abstiegskampf geprägt war, will der HCOB in der kommenden Runde früher fleißig punkten – dementsprechend wichtig wäre ein guter Start in die Spielzeit. Der Handball-Cup in der Karl-Euerle-Halle in Backnang ist für das Team traditionell ein Höhepunkt der Vorbereitung.

Neu im Team: Felix Beutel (Torwart, SV Salamander Kornwestheim), Timm Buck (Rückraum Mitte, Handballregion Bottwar JSG), Tim Düren (Kreisläufer, Füchse Berlin II).

Zum Artikel

Erstellt:
26. Juli 2019, 11:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!