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Stindls Schienbeinbruch schockt Gladbach

Borussias Trainer Trainer Dieter Hecking winkt ein königlicher Abschied, doch die schwere Verletzung trübt die Stimmung

Hannover /SID - Lars Stindl schaute entsetzt und deutete sofort auf sein Bein. Dem Kapitän von Borussia Mönchengladbach war klar, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. Und auch seine Kollegen waren nach dem üblen Zusammenprall mit Hannovers Matthias Ostrzolek, bei dem sich Stindl das Schienbein brach, einfach nur schockiert. Torwart Yann Sommer hatte lieber gar „nicht genau hingeschaut“, Matthias Ginter sah die „eine oder andere Träne im Gesicht“ seines Kapitäns, der den Fohlen nicht nur im Endspurt um die Champions League fehlen wird.

Trainer Dieter Hecking wirkte trotz des 1:0 (0:0) bei Hannover 96 deshalb hinterher auch sichtlich angegriffen, seine Stimme wurde etwas leiser, als er über Stindl sprach. „Das trifft mich hart. Der Junge ist für uns viel zu wichtig“, sagte Hecking nach dem so teuer bezahlten Pflichtsieg. Stindls Ausfall in den letzten fünf Spielen der Saison sei ein „sehr, sehr schwerer Verlust“ für den Tabellenfünften und „für Lars extremst bitter“.

Nach zuvor drei Spielen ohne Sieg und den Turbulenzen um Heckings vorzeitigen Abschied im Sommer meldeten sich die Fohlen im Rennen um die Königsklasse zurück. Der Traditionsclub hat das ganz große Ziel nach dem glanzlosen Auftritt durch den erlösenden Treffer von Raffael (53.) wieder direkt vor Augen – und doch waren die Gedanken hinterher hauptsächlich bei Pechvogel Stindl, der sich schon nach 31 Sekunden so schwer verletzt hatte. Der Mittelfeldspieler wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. „Er ist schon operiert worden“, sagte Sportdirektor Max Eberl: „Jetzt heißt es, gute Besserung zu wünschen für die nächsten Monate, in denen er wohl ausfallen wird.“

Besonders bitter: Vor fast genau einem Jahr war der Mittelfeldspieler nach einem Syndesmoseriss fast sechs Monate ausgefallen. Und so war die Aussicht auf einen königlichen Abschied für Hecking, der im Sommer durch Marco Rose von RB Salzburg ersetzt wird, deutlich getrübt. Und doch ist jetzt die Champions League wieder das Ziel, auch wenn dies niemand so richtig aussprechen wollte. „Wir haben noch fünf Spiele, da ist wirklich alles noch möglich“, so Ginter:

Hecking will sich jedenfalls mit Stil verabschieden. Dass er gehen muss, sei „verarbeitet, es gibt kein böses Blut“, sagte der 54-Jährige: „Die Mannschaft zieht mit, die Mannschaft folgt mir.“

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Erstellt:
15. April 2019, 03:16 Uhr

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