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SVA hat den Wiederaufstieg im Visier

In der Fußball-Bezirksliga darf sich aber auch der SV Unterweissach noch Chancen auf einen der ersten beiden Plätze ausrechnen

Anders als in der Vorsaison, in der der SV Kaisersbach als späterer Meister einen deutlichen Vorsprung hatte, geht es in dieser Runde in der Fußball-Bezirksliga enger zu. Nach der ersten Saisonhälfte führt der SV Allmersbach die Tabelle knapp vor dem FSV Waiblingen und dem TSV Nellmersbach an. Spannung verspricht aber auch der Abstiegskampf.

Der SV Unterweissach um Torhüter Lasse Langemack und der SV Allmersbach um Tim Fuchslocher (rotes Trikot) mischen vorne mit. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Der SV Unterweissach um Torhüter Lasse Langemack und der SV Allmersbach um Tim Fuchslocher (rotes Trikot) mischen vorne mit. Foto: T. Sellmaier

Von Dieter Gall

Die Spitzengruppe: Beim Tabellenführer SV Allmersbach ist Trainer Johannes Stanke mit dem Verlauf der Vorrunde weitgehend zufrieden. „Es hätten definitiv noch mehr Punkte sein können. Aber mit unserer sehr jungen Mannschaft, nach so einem Jahr Landesliga, ist es nicht selbstverständlich, nach 15 Spielen ganz vorne zu stehen.“ Der SVA-Coach richtet daher ein großes Kompliment an seine Schützlinge, macht aber auch klar: „Natürlich gibt es noch eine ganze Menge zu verbessern. Die Vorbereitung ist so geplant, dass wir als Team noch mal deutlich vorankommen werden.“ Stanke freut sich auf die Rückkehr der lange verletzten Tim Wehrsig und Nick Rühle. Neu im Team ist mit Kevin Salzmann ein ehemaliger Akteur vom Landesligisten TSV Schwaikheim. Den sofortigen Wiederaufstieg hat Stanke mit seinem Trainerpartner Martin Weller fest im Blick. „Wir haben eine super Ausgangslage.“

Beim TSV Nellmersbach gab es einige Veränderungen. Torhüter Robin Diener hat sich mit unbekanntem Ziel verabschiedet. Torjäger Fatmir Sylaj wechselte überraschend zum Ligakonkurrenten Hößlinswart. Neu im Kader begrüßt Trainer Tim Böhringer Daniel Wyrodek (Spvgg Kleinaspach/Allmersbach), Enes Bilir (SC Weinstadt), Sascha Schmalz (TSG Backnang) und Clemens Stöver (FC Viktoria Backnang). „Es freut mich, dass wir nach einem zwischenzeitlichen Tief in der Vorrunde wieder rechtzeitig in die Spur zurückgefunden haben. Ich denke, dass wir auch weiterhin unser vor der Saison gestecktes Ziel, vorne mitzuspielen, realisieren können“, erklärt TSV-Abteilungsleiter Oliver Redelfs.

Auf Rang vier, mit guten Perspektiven auf einen Spitzenplatz, gehört auch die SV Remshalden zu den Teams, die man in der Endabrechnung auf dem Zettel haben muss. „Die Vorrunde verlief durchwachsen, da unsere Leistungen nicht konstant waren“, berichtet Ingo Volk. Für den sportlichen Leiter sieht es aber für seine Mannschaft in der Tabelle dennoch gut aus. „Wir haben noch Kontakt nach oben.“ Neu beim SVR ist Marvin Listl vom SV Fellbach. Gut im Rennen liegt auch der SV Unterweissach, der noch ein Spiel in der Hinterhand hat. „Unser Ziel war, dass wir bereits in der Winterpause zu den Top-Fünf-Mannschaften der Liga gehören und das haben wir trotz aller Schwierigkeiten erreicht“, zeigt sich Giuseppe Iorfida recht zufrieden. „Wir befinden uns auf Schlagdistanz, hatten allerdings massive Personalprobleme. Im Endeffekt kann man sagen, dass wir uns mit durchschnittlich 11 bis 13 Spielern durch die Vorrunde gemogelt haben. Deshalb können wir mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein“, lobt der SVU-Trainer. Mit Blick auf die zweite Saisonhälfte möchte Iorfida mit seinem Team in einer „intensiven“ Vorbereitung, „eine sehr gute Basis schaffen“. Dabei hofft der Coach auf die erneute Teilnahme im Finale im Bezirkspokal. Nicht mehr im Kader des SVU befindet sich Marco Jessberger, der sich seinem Heimatverein SG Heldenfingen/Heuchlingen angeschlossen hat. Neu sind Jonas Knorth von der A-Jugend des SV Fellbach sowie die Brüder Julian und Laurin Wihofszki vom SV Allmersbach.

In der Fupa-Elf der Hinrunde ist der TSV Nellmersbach am stärksten vertreten. Die Zahl unter jedem Spieler gibt an, wie oft dieser bislang in der Elf der Woche vertreten war. Grafik: Fupa/J. Bauer

In der Fupa-Elf der Hinrunde ist der TSV Nellmersbach am stärksten vertreten. Die Zahl unter jedem Spieler gibt an, wie oft dieser bislang in der Elf der Woche vertreten war. Grafik: Fupa/J. Bauer

Das Tabellenmittelfeld: Der VfR Murrhardt bewegt sich als Achter im Mittelfeld. Der Abstand zur Abstiegszone beträgt aber nur sieben Zähler, weshalb Trainer Markus Reule mit seiner Elf noch weitere Punkte einsammeln sollte. „Spielerisch haben wir in der Vorrunde zwar gut mitgehalten, am Ende aber bei einigen Spielen wegen mangelhafter Chancenauswertung und Verletzungsproblemen Punkte verschenkt“, lautet das Fazit von Patrick Reisshauer. Der VfR-Abteilungsleiter lobt seine Kicker aber dafür, dass sich diese im Verlauf der Hinrunde stabilisierten. „In der Summe fehlen nach meiner Einschätzung etwa fünf Punkte zum Vorrundenziel.“ Im Pokal stehen die Murrhardter im Viertelfinale. Der Kader wurde in der Winterpause erweitert und verjüngt. Sergen Uzun (TSV Eutendorf), Hamza Karadeniz (SF Schwäbisch Hall, U 19) und Benjamin Döz (eigene Jugend) sind neu. Die lange verletzten Evangelos Tsakiridis, Patrick Voag, Benjamin Bischoff und Laurat Berisha stehen wieder zur Verfügung. Sie sollen mithelfen, das vorgegebene Saisonziel, eine Platzierung im vorderen Tabellenbereich, zu ermöglichen.

Die abstiegsgefährdete Zone: Weniger erfolgreich verlief es für die beiden Backnanger Vertreter. „Nach dem dritten Platz in der Vorsaison können wir mit der Vorrunde natürlich nicht zufrieden sein“, klagt Hakan Keskin. Der Trainer des SV Steinbach ärgert sich über den Verlust von Punkten in der letzten Viertelstunde. „Ich glaube, wenn wir die Tabelle nur bis zur 75. Minute berechnen, wären wir ganz oben mit dabei. Wir haben vor allem zu Hause in den letzten Minuten zu viele Unentschieden gespielt.“ Ein Grund fürs schwache Abschneiden sieht Keskin in der fehlenden Erfahrung seiner Elf. Verzichten müssen die Steinbacher zukünftig auf Ilir Kurtulaj, der sich zum Ligakonkurrenten Hößlinswart verabschiedet hat. Zur Freude des Trainers sind mit Robin Ziegler und Mark Stösser wieder zwei Stammspieler mit an Bord. Als Ziel für den weiteren Saisonverlauf gibt Keskin vor: „Wir wollen mehr Punkte holen als in der Vorrunde und möchten in der Rückrundentabelle auf den ersten fünf Plätzen landen.“

Um den Ligaverbleib geht es für den Großen Alexander Backnang. Der Neuling hatte mit erheblichen Anpassungsproblemen zu kämpfen. „Für viele meiner Spieler war die Bezirksliga Neuland“, begründet Petro Kelesidis die Situation. „Es haben zudem die Konstanz und Cleverness gefehlt. Mit den Ergebnissen zum Ende der Hinrunde können wir auf keinen Fall zufrieden sein“, legt der Backnanger Coach nach. Für Kelesidis zählt nur der Nichtabstieg. „Die Mannschaft muss sich zwar weiterentwickeln, aber der Klassenerhalt hat klar Priorität.“

Am Tabellenende steht der TSV Sulzbach-Laufen. Der Relegationsplatz, den der SSV Steinach-Reichenbach einnimmt, ist einen Zähler entfernt. Zum ersten Nichtabstiegsplatz, der vom Großen Alexander Backnang gehalten wird, fehlen zwei Punkte. „Wir bekommen zu viele Gegentore und vorne vergeben wir zu viele Chancen“, lautet die Erklärung von Daniel Köger. Der TSV-Angreifer lobt aber seine Mitstreiter für eine „durchweg hohe Trainingsbeteiligung“. Neu sind Jannik Paxian (SK Fichtenberg), Alexander Köngeter, Fabian Kleinhans (beide TSV Gaildorf) und Janos Kerekes (SC Fornsbach). Zudem steigen Julian Fritz und Sebastian Haas nach ihren Verletzungen wieder ins Geschehen ein.

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Erstellt:
6. Februar 2020, 06:00 Uhr

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