SVG Kirchberg: gekommen, um zu bleiben

In der abgelaufenen Saison haben die SVG-Volleyballerinnen die Bezirksliga-Meisterschaft bereits vor dem letzten Spieltag klargemacht. Ein zufriedenes Saisonfazit ziehen auch die SVG-Männer, die als Aufsteiger in der Bezirksliga Dritter geworden sind.

Die Volleyballerinnen der SVG Kirchberg an der Murr feiern gebührend ihren erneuten Aufstieg in die Landesliga. Fotos: Alexander Becher

© Alexander Becher

Die Volleyballerinnen der SVG Kirchberg an der Murr feiern gebührend ihren erneuten Aufstieg in die Landesliga. Fotos: Alexander Becher

Von Simone Schneider-Seebeck

Die Kirchberger Volleyballdamen haben allen Grund zum Jubeln. Zwar hatten sie sich vor einem Jahr nach nur einer Spielzeit wieder aus der Landesliga verabschieden müssen, doch in der Bezirksliga überzeugten sie in der abgelaufenen Saison durch konstant gute Leistungen und führten permanent die Tabelle an. Die Meisterschaft machte die SVG bereits am vorletzten Spieltag klar. Und das bedeutet natürlich den Wiederaufstieg. „Dieses Mal wollen wir länger bleiben“, gibt sich Trainer Simon Strohmaier kämpferisch.

Der aktuelle Kader besteht aus 14 Spielerinnen, zwölf von ihnen stammen aus der Gemeinde an der Murr. Erfreulich ist auch, dass einige Nachwuchsspielerinnen aus der U 20 die Mannschaft verstärken. „In der U 20 sind wir gut aufgestellt, sowohl bei den Herren als auch den Damen“, so Stefanie Böhm, die seit 20 Jahren die Mannschaft anführt. „Es ist ein Glück, dass wir eine so starke Jugend haben.“

Der Altersunterschied liegt


teilweise bei fast 30 Jahren

Dass der Altersunterschied zwischen den Spielerinnen zum Teil fast 30 Jahre beträgt, wirkt sich keineswegs negativ aus, im Gegenteil: Sechs der aktuellen Spielerinnen spielen bereits seit 15 Jahren zusammen. Doch frischer Wind durch die Jüngeren führt auch dazu, dass sich einerseits die sehr erfahrenen Spielerinnen auf Neues einlassen und andererseits die Jüngeren aus den Erfahrungen der Älteren lernen. „Wir haben immer noch viel Freude am Volleyball und viel Freude am Mannschaftssport“, berichtet Stefanie Böhm. Als weitere Erfolgsfaktoren zählt sie Teamgeist, Zusammenhalt, Stabilität, Kontinuität und ein freundschaftliches Verhältnis auch über das Spielfeld hinaus auf.

Für die Spielerinnen geht es aber nicht einfach nur ums Spielen. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Abteilung und des Hauptvereins spielt eine wichtige Rolle. So gehören neben Stefanie Böhm, seit 2011 Abteilungsleiterin, noch weitere Spielerinnen dem Abteilungsvorstand oder dem Vereinsvorstand an. Zehn Spielerinnen und Spieler haben zudem einen Trainerschein, mehr als 40 verfügen auch über die Schiedsrichterausbildung.

Selbstverständlich darf auch das Mitwirken des Trainers nicht außer Acht gelassen werden. Seit 2007 trainiert Simon Strohmaier die Kirchberger Volleyballfrauen. Regelmäßig bringt er sich durch Fortbildungen auf den neuesten Stand. Dabei kennt er „seine“ Spielerinnen sehr gut, weiß um ihre Stärken und Schwächen und setzt sie entsprechend ein.

Für die kommende Saison gibt es bei den SVG-Volleyballerinnen ein ganz klares Ziel: den Klassenerhalt. „Wir müssen mutiger und mit mehr Selbstbewusstsein drangehen“, sagt Stefanie Böhm. Immerhin liegt der letzte Auftritt in der höheren Liga nicht lange zurück, das ist noch im Gedächtnis. So viel stärker seien die anderen Mannschaften gar nicht alle gewesen, findet sie in der Nachbetrachtung. Vielleicht sei man mit zu viel Respekt in die Runde gegangen. Doch jetzt wisse man, worauf es ankommt. „Wir sind schon ehrgeizig“, sagt die Abteilungsleiterin selbstbewusst.

Die Kirchberger Männer schaffen als Aufsteiger Platz drei in der Bezirksliga

Auch die Leistung der Kirchberger Männer kann sich in dieser Saison sehen lassen. Letztes Jahr erst in die Bezirksliga aufgestiegen, war die Leistung in den vergangenen Monaten sehr konstant. Am Ende belegen sie Tabellenplatz drei. „Das Saisonziel war, in der Klasse zu bleiben“, sagt Spielertrainer Tobias Roller. Dabei blieb es jedoch bis zum Ende spannend, denn abgesehen von einer Mannschaft lagen alle nah beieinander. „Sogar am letzten Spieltag wäre der Abstieg über die Relegation noch möglich gewesen“, erklärt Roller, der die Mannschaft seit etwa fünf Jahren trainiert. Auch die Kirchberger Männer zeichnen sich durch Kontinuität aus, der Kern der Mannschaft spielt seit neun Jahren zusammen, die Fluktuation ist gering. Dafür kommt eigener Nachwuchs aus der U 20.

Ganz vorsichtig wird bereits ein mögliches Ziel für die kommende Saison formuliert. „Nach dem Klassenverbleib kann man schon mal nach oben gucken“, meint Tobias Roller. „Man weiß zwar nicht, wer von oben oder von unten in die Liga kommt. Aber wenn wir zusammenbleiben, wie wir jetzt sind, dann besteht auch die Chance, oben mitzuspielen.“

Volleyball in Kirchberg und im Murrtal

Wechselvolle Geschichte 1994/95 spielte bereits eine Frauenmannschaft in der Bezirksliga, stieg dann jedoch wieder bis in die Kreisliga B ab. 2011/12 ging es in die Kreisliga A, nach der Saison 2014/15 kam die Mannschaft über die Relegation in die Bezirksliga, stieg jedoch nach einer Saison wieder ab. Nach der Saison 2021/22 qualifizierten sich die Damen direkt für die Bezirksliga, stiegen nach einer Saison jedoch in die Kreisliga A ab. Aufgrund der Änderungen innerhalb der Volleyballstruktur bleibt jedoch der Name Bezirksliga für die ehemalige Kreisliga A.

Aktuell Zur Zeit gibt es im Murrtal drei Frauenmannschaften: neben Kirchberg noch zwei bei der TSG Backnang. Bei den Männern sind es zwei Mannschaften: die SVG Kirchberg und der TV Murrhardt.

Bezirkspokal Am 7. April findet das Halbfinale des Bezirkspokals in Steinheim an der Murr statt, bei dem auch Kirchbergs Herren starten.

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Erstellt:
28. März 2024, 11:30 Uhr

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