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Tennisspieler freuen sich auf die Doppel

Die Beteiligung an der Coronarunde, die in Württemberg angeboten wird, hält sich allerdings in Grenzen.

Der Backnanger Trainer Hans-Ulrich Kirmse steht skeptisch der Coronarunde des WTB gegenüber. Archivfoto: B. Strohmaier

© Bernd Strohmaier

Der Backnanger Trainer Hans-Ulrich Kirmse steht skeptisch der Coronarunde des WTB gegenüber. Archivfoto: B. Strohmaier

Von Heiko Schmidt

Frohe Kunde für die Tennisspieler in Baden-Württemberg: Seit wenigen Tagen dürfen Doppel gespielt werden. Die Mitteilung von Kultusministerin Susanne Eisenmann haben die Präsidenten der beiden Landesverbände – Stefan Hofherr für die Württembergischen Tennis-Bund (WTB) und Stefan Bitenc vom Badischen Tennisverband – mit Freude aufgenommen. Das trifft auch auf die Vereine im Ländle zu. „Das ist sehr positiv. Wir sind froh, dass es geändert wurde. Gerade viele Ältere und auch Frauen spielen gerne Doppel“, sagt Klaus Lindner, Vorsitzender der TSG Backnang Tennis.

Wie den Backnangern geht es auch anderen Klubs im Rems-Murr-Kreis. Die Spieler des gelben Filzballs können somit neben dem Einzel – das war schon seit geraumer Zeit unter bestimmten Hygieneregeln erlaubt – nun auch die zweite Spielart ausüben. Dann könnte doch eigentlich einer geregelten Tennissaison mit den gebotenen Hygienevorschriften nichts mehr im Wege stehen. Doch dem ist nicht so. „Wir werden wie geplant die WTB-Wettspielrunde durchführen“, erklärt Alexander Adam. Der Bereichsleiter Marketing und PR beim WTB sieht wenig Spielraum, daran noch etwas zu ändern. Die sogenannte Coronarunde ist somit gesetzt. Diese wurde als eine freiwillige Saison ausgeschrieben. Der Meldeschluss ist schon seit einigen Tagen abgelaufen, noch bevor das Spielen der Doppel erlaubt war. Da drängt sich die Frage auf, ob vielleicht noch Nachmeldungen zugelassen werden. Denn einige Vereine hatten ihre Mannschaftsmeldungen von den Doppeln abhängig gemacht.

„Eine Nachmeldefrist gibt es nicht“, macht Adam klar. Er hat auch triftige Gründe dafür. „Knapp über 1000 Ligen gibt es im Tennis in Württemberg. Eine Verschiebung des Starts der WTB-Wettspielrunde wäre bei Nachmeldungen unumgänglich“, berichtet Adam. Seiner Meinung nach würde es dann wohl erst im August losgehen. Das scheint aber nicht machbar zu sein. Schließlich hat der WTB den ursprünglich geplanten Beginn der Coronarunde sowieso schon vom 17. auf den 24. Juni für die Jugend verschoben. Die Erwachsenen sollten eigentlich am 20. Juni starten. Neuer Termin ist nun der 27. Juni. „Unsere Mitarbeiter arbeiten an den neuen Spielplänen für die Ligen“, begründet Adam diese Maßnahme. Da die Teilnahme an der Coronarunde freiwillig ist, werden wohl auch einige Staffeln zusammengelegt. Aufgrund der Doppel ist auch der Aufstieg in den einzelnen Ligen möglich. Die Einteilungen und die Spielpläne sollen voraussichtlich nächste Woche vom WTB veröffentlicht werden.

Nicht alle Vereine aus der Region werden dabei vertreten sein. „Von uns werden nur ein paar Mannschaften mitspielen“, sagt Klaus Lindner von der TSG Backnang. Er begründet das mit den Vorschriften, die in der geänderten Wettspielordnung des WTB festgeschrieben sind. Zum Beispiel sind die gemeinsame Anreise zum Spiel und das Duschen vor Ort nicht möglich. Auch Zuschauer und ein gemütliches Beisammensein nach der Partie sind nicht erlaubt. „Das hat einige davon abgehalten, sich anzumelden“, so Lindner. Klar ist, dass das erste Männerteam der Backnanger in der Württembergliga nicht mitmischen wird. Dies hatte Trainer Hans-Ulrich Kirmse schon vor knapp drei Wochen angekündigt. Hingegen hätte die Seniorenmannschaft der Männer 70 der TSG gerne in der Regionalliga Südwest gespielt. Da dort aber nicht die Mindestanzahl von vier Teams pro Liga unter dem Dach des Spielausschusses Südwest – dem gehören die Verbände aus Baden, Hessen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Württemberg an – zustande gekommen ist, gibt es dort keine Spiele. Auch die anderen beiden Seniorenteams der TSG, die Männer 55 und die zweite Mannschaft der Männer 70, werden nicht im Südwesten aktiv sein.

Deutlich in seiner Haltung ist nach wie vor TSG-Cheftrainer Hans-Ulrich Kirmse gegenüber der Vorgehensweise des WTB. „Es spielt kaum einer bei der Coronarunde mit“, sagt Kirmse. Er hätte sich eine schnellere und klarere Entscheidung des Verbands erhofft. Somit wird bei den Backnangern größtenteils erst mal trainiert. „Es wird viel Tennis gespielt, der Trend ist bei uns positiv“, freut sich der TSG-Trainer. Er legt großen Wert darauf, dass der Zusammenhalt innerhalb des Vereins und der Mannschaften wichtig und gut sei. „Ich hoffe, dass bald wieder Turniere gespielt werden können, um so noch mehr Spielpraxis zu bekommen“, so Kirmse.

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Erstellt:
8. Juni 2020, 06:00 Uhr

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