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„Titelrennen“ der anderen Art

Wie Mario Gomez vom VfB Stuttgart die Lage im Tabellenkeller einordnet

Bundesliga - Wie der Stürmer die Ausgangsposition des VfB Stuttgart im Kampf um den Klassenverbleib einordnet.

Stuttgart Mickrige 27 Pünktchen haben dem Hamburger SV in der Saison 2013/14 schon gereicht, um sich über die Relegation den Verbleib in der Fußball-Bundesliga zu sichern. Das ist Rekord – zumindest seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel im Jahr 1995. Wenn es so weitergeht, könnte diese Marke in dieser Saison aber unterboten werden. Denn gleich vier Clubs haben nach 23 Spieltagen 18 oder weniger Punkte – darunter der VfB Stuttgart (16 Zähler) und Hannover 96 (14), die am Sonntag (15.30 Uhr) im direkten Duell aufeinandertreffen.

Davor steht der FC Augsburg (18 Punkte) kaum besser da, dahinter der 1. FC Nürnberg (13) sogar noch schlechter. „Es ist jetzt ein Vierkampf unten drin, und man versucht, die Pole-Position zu kriegen in dieser Gruppe“, sagt VfB-Stürmer Mario Gomez. „Das ist unser Ziel für die letzten elf Spiele, an der Spitze dieser vier Mannschaften unser eigenes Titelrennen zu gewinnen.“ Der Titel lautet: erster Nichtabsteiger.

Zusammen kommen die vier etwas abgehängten Abstiegskandidaten in ihrem Schneckenrennen auf 61 Punkte – das ist die schlechteste Ausbeute eines Quartetts nach 23 Spieltagen seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel. Zum Vergleich: In der Saison 2013/14, als die Hamburger mit nur 27 Punkten drinblieben, waren es zum gleichen Zeitpunkt 73 verteilt auf VfB (19), HSV (19), SC Freiburg (19) und Eintracht Braunschweig (16).

Die Stuttgarter sind zuversichtlich, dass sie ihren gegen RB Leipzig (1:3) und bei Werder Bremen (1:1) gezeigten Aufwärtstrend fortsetzen können. Als erstes Endspiel im Kampf gegen den Abstieg wollen sie das Kellerduell am Sonntag aber nicht deklariert wissen. „Es ist kein endgültiges Endspiel, aber eine große Möglichkeit, einen Riesenschritt nach vorne zu machen und einen direkten Konkurrenten ein Stück weit hinter uns zu lassen“, sagt Kapitän Christian Gentner.

Da der FC Augsburg am Freitag (20.30 Uhr) Tabellenführer Borussia Dortmund empfängt, könnten die Stuttgarter im Optimalfall erstmals seit Dezember den Relegationsplatz verlassen. „Es gilt, nur auf uns zu schauen“, sagt Gentner dazu. Der VfB hat alles in der eigenen Hand und will es aus eigener Kraft regeln – beginnend am Sonntag. „Wir müssen am Sonntag liefern und langfristig Stabilität reinbekommen“, sagt Gentner.

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Erstellt:
28. Februar 2019, 05:06 Uhr

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