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Titelverteidiger übt sich in Zurückhaltung

Backnangs Judofrauen können das dritte Mal in Folge deutscher Meister werden – Jens Holderle will keinen Druck aufbauen

Steht der Hattrick ins Haus? Am Samstag kämpfen Backnangs Erstliga-Judofrauen in Wiesbaden um die Meisterschaft. 2017 und 2018 holten sie den Titel. Dieses Jahr muss sich die TSG als Zweitplatzierte der Südgruppe erst durch das Viertelfinale gegen den JC 71 Düsseldorf kämpfen, um übers Halbfinale ins Finale zu gelangen. Vom dritten Titel in Folge will Trainer Jens Holderle nichts hören: „Dieses Mal wollen wir keinen Druck.“

Backnangs Judofrauen feierten im Vorjahr die zweite deutsche Meisterschaft in Folge und Erfolgstrainer Jens Holderle. In Wiesbaden kann die TSG nun den Hattrick perfekt machen. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Backnangs Judofrauen feierten im Vorjahr die zweite deutsche Meisterschaft in Folge und Erfolgstrainer Jens Holderle. In Wiesbaden kann die TSG nun den Hattrick perfekt machen. Foto: A. Becher

Von Katharina Klein

Übermorgen ist es wieder so weit: Das Frauenteam der TSG-Judokas steht in der Bundesliga-Finalrunde. In der Südgruppe gab es in diesem Jahr nur drei Kampftage, da nur vier Mannschaften im Modus verblieben sind. Größen wie der TSV Großhadern und der KSV Esslingen haben ihre Teams zurückgezogen. Die Gründe hierfür waren vielseitig, wie Backnangs Trainer Jens Holderle weiß: „Es gab da viele vereinsinterne Sachen, die dazu geführt haben – und auch andere Umstände. Zum einen sind das die hohen Kosten in der Liga, zum anderen liegen die Kampftage oftmals ungeschickt für Kämpferinnen, die international unterwegs sind. Außerdem gab es in einigen Mannschaften Umbrüche in der Besetzung, die Löcher aufgetan haben, die nicht so leicht zu stopfen sind.“

Leichter sei die Liga trotzdem nicht geworden, sagt der Meistertrainer, der sogar eine gegenteilige Wirkung beobachtet hat. Denn: „Es war überhaupt keine entspannte Saison. Es war sehr anstrengend, auch wenn es nur drei Kampftage waren. Auch die Kosten sind nicht geringer geworden. Eine Kämpferin, die jetzt nur noch an drei Tagen kämpfen kann, möchte trotzdem noch genauso viel verdienen wie bei sechs Tagen“, erklärt Jens Holderle. Ebenso sei das Niveau in der Liga eher höher geworden. Der TSG-Trainer sieht für die Finalrunde in Wiesbaden auf jeden Fall noch einige Stolpersteine: „Da sind auf der einen Seite die formalen Sachen, die zu Unwegsamkeiten führen. Auf der anderen Seite sind die Athletinnen durch die vielen internationalen Einsätze belastet. Am Samstag wird es auf keinen Fall einfach für uns“, sagt der Coach ernst.

In der Finalrunde in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit trifft Titelverteidiger Backnang im Viertelfinale auf den Dritten der Nord-Gruppe, den JC 71 Düsseldorf (ab 10 Uhr). „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Er hat einige gute internationale Leute auf der Liste. Es ist natürlich fraglich, wer da ist. Wir werden die Sache ernst angehen, konzentriert zu Werke gehen und hoffen dann, dass wir die Begegnung für uns entscheiden können“, kalkuliert Holderle.

Sollte Backnang gewinnen, kämpfen die Murrtalerinnen im Halbfinale ab 12.15 Uhr gegen den Ersten der Nordgruppe und gastgebenden JC Wiesbaden. „Dann geht es richtig zur Sache. Wiesbaden ist für mich einer der Titelfavoriten. Das ist eine starke ausgeglichene Mannschaft, die alles daran setzen wird, den Titel zu gewinnen“, ist der TSG-Coach sicher, dass die Hessinnen unbedingt dabei sein wollen, wenn um 15 Uhr das Finale ansteht. Nichtsdestotrotz bleibt sowohl bei Wiesbaden als auch beim Mitfavoriten Speyer und Backnang die Frage, welche der Spitzenathletinnen auf der Matte stehen werden. Viele von ihnen kämpften vergangenes Wochenende noch bei den Oceania Open im australischen Perth. Auf Backnangs Seite betrifft dies zum Beispiel Katharina Menz, die dort Bronze gewann, und Luise Malzahn, welche Silber holte. Auch Verletzungen setzen dem Team etwas zu. „Es bleibt abzuwarten, wie alle die Reisestrapazen hinter sich bringen und in die Woche gestartet sind. Sie sind eben keine Maschinen. Von daher kann ich es in diesem Jahr sehr schlecht einschätzen“, gibt Holderle zu bedenken. Eigengewächs Helena Grau, Mirjam Wirth, Chiara Serra, Ines Beischmidt und Caroline Fritze sind für Samstag in jedem Fall gesetzt.

Info
Die Teilnehmer

Neben der TSG sind aus dem Süden der Gruppensieger und Mitfavorit JSV Speyer und der VfL Sindelfingen qualifiziert. Den Norden vertreten der JC Wiesbaden, der JC 71 Düsseldorf und der JC 66 Bottrop.

Die ganze Endrunde wird im Internet bei sportdeutschland.tv übertragen. Moderator ist Judofachmann Moritz Belmann.

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Erstellt:
7. November 2019, 06:00 Uhr

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