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Töchter und Väter sportlich aktiv

Während Emelie Petz turnt und Chiara Vetter schwimmt, spielen Klaus Petz und Frank Vetter in der gleichen Fußballmannschaft

Turnerin Emelie Petz und Schwimmerin Chiara Vetter waren die erfolgreichsten Backnanger Sportler bei den Finals in Berlin, bei denen zehn deutsche Meisterschaften stattfanden. Die TSG-Sportlerinnen haben aber nicht nur die Gemeinsamkeit, dass sie für den Verein aus der Murr-Metropole starten. Ihre Väter Klaus Petz und Frank Vetter spielen Fußball bei den AH der SG Sonnenhof Großaspach.

Im Sport vereint: Frank und Chiara Vetter sowie Emelie und Klaus Petz (von links). Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Im Sport vereint: Frank und Chiara Vetter sowie Emelie und Klaus Petz (von links). Foto: T. Sellmaier

Von Heiko Schmidt

Bei den deutschen Meisterschaften in zehn Sportarten in Berlin gingen einige Sportler aus Backnang an den Start. Am erfolgreichsten von ihnen waren Emelie Petz und Chiara Vetter von der TSG Backnang. Petz sicherte sich im Turnen drei Medaillen – jeweils Silber auf dem Schwebebalken und am Sprung sowie Bronze am Stufenbarren. Hinzu kamen vierte Plätze im Mehrkampf und am Boden. „Ich habe Glück gehabt, dass ich alle vier Finals turnen durfte“, blickt die 16-Jährige, die in Allmersbach wohnt, zurück. Vetter hatte es im Schwimmen zwar nicht aufs Podest geschafft, doch mit Platz sieben im A-Finale über 50 Meter Brust sorgte die 18-Jährige für Aufsehen. „Ich war eigentlich von den Bestzeiten her auf Rang 19 gemeldet“, erklärt Vetter und ergänzt: „Mit der Platzierung bin ich sehr zufrieden. Von der Zeit her wäre mehr möglich gewesen.“

Die beiden Sportlerinnen freuen sich nicht nur über ihre Ergebnisse, sondern sind auch vom Drumherum bei diesem Event beeindruckt. „Es war eine viel größere Medienreferenz und alles professioneller als bei anderen Wettkämpfen“, erklärt Vetter. Sie hat auch ein Beispiel dafür: „Wir Athleten durften nicht unten beim Beckenrand stehen und uns aufwärmen.“ Auch den Kontakt zu den Stars gab es. „Ich saß neben dem Weltmeister Florian Wellbrock und der WM-Silbermedaillengewinnerin Sarah Köhler“, berichtet die TSG-Schwimmerin stolz. Auch Emelie Petz kam mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen wie Pauline Schäfer und der deutschen Rekordmeisterin Elisabeth Seitz ins Gespräch. Die TSG-Turnerin kommt ins Schwärmen, wenn sie an die lautstarke Unterstützung der Zuschauer in Berlin denkt: „Es war grandios, in der großen Halle bei der tollen Stimmung zu turnen.“

Angefeuert wurden die beiden TSG-Sportlerinnen natürlich auch von ihren Eltern, die bei den deutschen Meisterschaften in der Hauptstadt waren. Dabei verbindet die Väter eine andere Sportart, bei der es in Berlin nicht um den Titel ging: Fußball. „In der Saison 1991/1992 haben wir zusammen bei der TSG Backnang in der Verbandsliga gespielt“, erinnert sich Frank Vetter. Er wirbelte zusammen mit Klaus Petz im Mittelfeld des Etzwiesenteams. Nachdem sich dann die Wege der beiden Fußballer trennten, kicken sie inzwischen wieder in einer Mannschaft – seit 2001 bei den Senioren der SG Sonnenhof Großaspach. Auch bei den deutschen Meisterschaften hatten die beiden Väter etwas Zeit, um sich an einem Abend zu treffen. Aber zu einem Besuch bei den Wettkämpfen der anderen Sportarten hatte es nicht gereicht. Dies war auch bei den beiden Töchtern der Fall. Sie pendelten die meiste Zeit zwischen den Wettkampfstätten und den Hotels. Trotzdem bleibt für die Backnanger – die Töchter und ihre Eltern – das Event in Berlin ein unvergessliches Erlebnis.

Wie es bei beiden TSG-Sportlerinnen weitergeht, ist sehr unterschiedlich. Chiara Vetter hat ihr Abitur abgeschlossen und weiß noch nicht, ob sie weiterhin bei Wettkämpfen schwimmen wird. „Das steht noch auf der Kippe“, sagt die 18-Jährige. Hingegen hat Emelie Petz einiges vor. „Mein Ziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft vom 4. bis 13. Oktober in Stuttgart. Mein größter Traum sind die Olympischen Spiele“, verkündet die 16-Jährige. Sie möchte sich aber auch andere sportliche Veranstaltungen anschauen. So auch den Drittliga-Heimwettkampf der Backnanger Turner am Samstag, 14. September, in der KarlEuerle-Halle. In diesem Rahmen wird ein Länderkampf der deutschen Nationalriege in der Murr-Metropole ausgetragen. „Das werde ich mir wahrscheinlich auch anschauen“, sagt Chiara Vetter.

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Erstellt:
14. August 2019, 06:00 Uhr

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