Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Tolle Atmosphäre, spannende Rennen

59. Rudersberger Motocross mit Schaulaufen der Seitenwagenweltmeister Bax/Stupelis – Sieber/Klooz fahren in die Punkteränge

Im vergangenen Jahr hatte der MSC Wieslauftal eine Pause eingelegt, nun richtete der Verein den 59. Rudersberger Motocross inklusive dem Finale in der Seitenwagenweltmeisterschaft aus. Und es lohnte sich. Viele Motorsportfans nutzen das spätsommerliche Wetter, pilgerten an den Königsbronnhof und sorgten für ausgelassene Stimmung an der Strecke. Zufrieden waren auch die Lokalmatadoren Christian Sieber und Michael Klooz.

Los geht’s: Die Seitenwagengespanne starten zu ihrem ersten WM-Wertungslauf auf der Strecke beim Rettichkreisel und werden von Tausenden Zuschauern beobachtet. Fotos: R. Steinemann

© Ralph Steinemann Pressefoto

Los geht’s: Die Seitenwagengespanne starten zu ihrem ersten WM-Wertungslauf auf der Strecke beim Rettichkreisel und werden von Tausenden Zuschauern beobachtet. Fotos: R. Steinemann

Von Kai Schaupp

Schon vor dem Start zum Highlight des Wochenendes – den beiden Wertungsläufen der Seitenwagen-WM – hatte das niederländisch-lettische Duo Etienne Bax/ Kaspars Stupelis als Weltmeister festgestanden. Marvin Vanluchene (Belgien) und Ben van den Bogaart (Niederlande) schien der Vizetitel auch nicht mehr zu nehmen zu sein. Beim Kampf um die Platzierungen dahinter hatten Koen Hermans aus den Niederlanden und Nicolas Musset aus Frankreich die beste Ausgangsposition.

Die Lokalmatadoren Sieber und Klooz hatten sich dagegen lediglich vorgenommen, in die Punketränge zu kommen. Das Gespann des MSC Wieslauftal qualifizierte sich mit einem guten Rennen und Platz zwölf am Samstag fürs sonntägliche Finale. Direkt nach dem Start des ersten Laufs schien ihr Ziel aber in weite Ferne zu rücken. Während das britische Team Stuart Brown und Josh Chamberlain als Erstes aus der Startgeraden in die Kurve schoss, kämpften die Lokalmatadore mit technischen Problemen. Die Schwierigkeiten wurden zwar schnell behoben, der Rhythmus war jedoch erst einmal dahin.

An der Spitze entwickelte sich ein Dreikampf, bei dem am Ende das britische Gespann die Nase vorne hatte. Es folgten die in der WM-Gesamtwertung zweitplatzierten Marvin Vanluchene und Ben van den Bogaart vor den sicheren Weltmeistern Etienne Bax/Kaspars Stupelis. Sieber und Klooz fuhren nach dem Malheur zu Beginn lange auf Platz 24, machten am Ende aber noch einige Ränge gut und verpassten mit Platz 21 nur knapp die WM-Punkteränge (bis 20). Christian Sieber zeigte sich angesichts des guten Endspurts dennoch zufrieden mit dem Lauf.

Der Start in den zweiten Wertungslauf gelang den Einheimischen besser, auch wenn es schon in der ersten Kurve zur Sache ging. Sieber/Klooz mussten sich zunächst auf Platz 23 einreihen. Ein perfekter Start gelang einmal mehr den Briten Stuart Brown und Josh Chamberlain. Die Gespanne Etienne Bax/Kaspars Stupelis und Koen Hermans/Nicolas Musset lieferten sich auf den ersten Runden ein spannendes Duell um Platz zwei. Den Wertungslauf gewannen abermals die Briten vor Bax/Stupelis. Der dritte Platz ging an den Sohn des Siegers. Jake Brown und Joe Millard konnten sich über 20 Punkte für die WM-Wertung freuen. Auch die Lokalhelden hatten Grund zur Freude: Mit Platz 20 erreichten Christian Sieber und Michael Klooz ihr Ziel, vor heimischem Publikum in die WM-Wertung zu fahren.

Im Gesamtresultat nach beiden Läufen krönten sich Stuart Brown/Josh Chamberlain zum Siegergespann des Großen Preises von Deutschland. Zweite wurden Bax/Stupelis vor Vanluchene/van den Bogaart. Sieber und Klooz belegten in der Endabrechnung den 24. Rang. In der WM-Gesamtwertung gab es wie erwartet keine Überraschungen mehr. Weltmeister wurden Bax/Stupelis vor Vanluchene/Van den Bogaart und Hermans/Musset.

Mit dem Heimrennen schloss das Duo Sieber/Klooz die zweite gemeinsame Saison erfolgreich ab und erfüllte das Ziel, in die WM-Punkteränge zu fahren. „Ich bin mit der Saison insgesamt zufrieden. Es gab keine Verletzungen und mit dem fünften Platz bei den deutschen Meisterschaften wurde ein gutes Ergebnis erzielt“, sagt Sieber. Für das nächste Jahr gebe es noch keine Pläne, jedoch sei das Heimrennen bei solch einer Atmosphäre auf jeden Fall ein gelungener Saisonabschluss.

Im Gegensatz dazu sind die Planungen für den 60. Rudersberger Motocross 2020 schon in vollem Gange. Das Team um Axel Siegle, den neuen Vorsitzenden des MSC, hat die Bewerbung für ein WM-Rennen im kommenden Jahr bereits beim Verband eingereicht und ist sehr zuversichtlich, den Zuschlag auch tatsächlich zu erhalten.

Die Weltmeister am Königsbronnhof: Etienne Bax und sein Beifahrer Kaspars Stupelis.

© Ralph Steinemann Pressefoto

Die Weltmeister am Königsbronnhof: Etienne Bax und sein Beifahrer Kaspars Stupelis.

Zum Artikel

Erstellt:
16. September 2019, 16:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!