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Tour de France 2020: Kletterpartie für Buchmann & Co.

dpa Paris. Auch die Tour de France 2020 wird eine Angelegenheit für die Kletterer um Vorjahressieger Egan Bernal und Deutschlands Radsport-Hoffnung Emanuel Buchmann. Selbst das einzige Zeitfahren endet in der Höhe.

Die Strecke der Tour de France 2020 steht fest. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Die Strecke der Tour de France 2020 steht fest. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Emanuel Buchmann darf sich auf die Tour de France 2020 freuen.

Auch die 107. Frankreich-Rundfahrt wird eine Angelegenheit für die kletterstarken Radprofis und kommt somit dem deutschen Bergspezialisten und diesjährigen Gesamtvierten ebenso entgegen wie dem kolumbianischen Titelverteidiger Egan Bernal und dessen Ineos-Teamkollegen Chris Froome.

Insgesamt vier Bergankünfte, 29 klassifizierte Berge und zahlreiche Höhenmeter stehen auf dem Etappenplan der kommenden Frankreich-Rundfahrt vom 27. Juni bis 15. Juli, wie Tour-Chef Christian Prudhomme bei der Streckenpräsentation am Dienstag in Paris bekanntgab. „Es ist die härteste Strecke, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe“, sagte der viermalige Gesamtsieger Froome in Paris. Bernal urteilte indes: „Ich bin ein Kletterer und mag diese Art von Etappen. Es wird eine andere Tour werden. Wirklich, wirklich schwer.“

„Vom Tour-Auftakt in Nizza bis zur Zielgeraden auf den Champs-Élysées waren die Schauplätze, die sich für Gefechte anbieten, nie zuvor so vielfältig gestreut“, erklärte indes Prudhomme. Mit nur einem Zeitfahren wartet die Tour 2020 auf - und auch dieses endet einen Tag vor dem finalen Showdown in Paris in der Höhe. Insgesamt acht der 21 Teilstücke wurden von Tour-Veranstalter ASO als Bergetappen klassifiziert.

Nach dem diesjährigen Grand Départ in der belgischen Hauptstadt Brüssel, startet die Tour 2020 wieder in heimischen Gefilden in Nizza und wird Frankreich nicht verlassen. Zum 37. Mal in ihrer Geschichte macht die „Große Schleife“ somit Station in der Hafenstadt an der französischen Riviera - zum zweiten Mal nach 1981 mit dem Startschuss des bedeutendsten Radrennens der Welt.

Dürfen am ersten Tag in Nizza noch die Sprinter die Chance auf einen Tagessieg und somit auf das erste gelbe Trikot hoffen, werden am Folgetag bereits die Kletterer gefragt sein. Danach bewegt sich der Tour-Tross durch die Alpen, Pyrenäen, das Zentralmassiv, Jura und Vogesen - und somit durch die fünf wichtigen Gebirgszüge der „Grande Nation“.

Die Entscheidung über den Gesamtsieger fällt auf der vorletzten Etappe, die mit einem 36 Kilometer langen und zugleich einzigen Zeitfahren auf der La Planche des Belle Filles in 1035 Metern endet. „Alles in allem denke ich, die Strecke müsste Emanuel liegen. Es gibt nur ein Zeitfahren, und das führt auf einen Berg. Es gilt von Beginn an fokussiert zu sein, das kann er. Und es gibt sehr viele Bergetappen, das kommt ihm als Kletterer schon mal grundsätzlich entgegen“, kommentierte Ralph Denk, Teamchef von Buchmann Bora-hansgrohe-Mannschaft, die Strecke.

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Erstellt:
15. Oktober 2019, 14:40 Uhr

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