TSG kämpft weiter mit Problemen

Die personelle Situation ist beim Fußball-Oberligisten aus Backnang unverändert sehr angespannt. Trotzdem möchten die verbliebenen Spieler punkten. In der Heimpartie am morgigen Samstag um 14 Uhr geht es gegen die Sport-Union Neckarsulm, die auf Rang elf steht.

Shqiprim Binakaj (rotes Trikot) kehrt nach der Knieverletzung in den TSG-Kader zurück. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Shqiprim Binakaj (rotes Trikot) kehrt nach der Knieverletzung in den TSG-Kader zurück. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Bei Backnangs Oberliga-Fußballern ist das Sportliche in den vergangenen Tagen etwas in den Hintergrund gerückt. „Das ist schade, aber die Gesundheit hat Vorrang“, sagt Spielertrainer Mario Marinic. Für ihn und alle anderen in der Mannschaft dürfte die momentane Situation nicht einfach sein. Das Etzwiesenteam hat drei Akteure, die coronaerkrankt sind, und zusätzlich einen Verdachtsfall. Namen will die TSG aber nicht nennen. Das heißt, diese vier Fußballer stehen bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Hinzu kommen weitere verletzungsbedingte Ausfälle. Torhüter Marcel Knauß und Verteidiger Michl Baur fallen weiterhin länger aufgrund eines Kreuzbandrisses aus.

Die beiden Offensivleute Mert Tasdelen (muskuläre Probleme) und Christian Weiller (Schulterverletzung) müssen ebenfalls pausieren. Dafür kehren drei andere Akteure wieder zurück. Niklas Pollex trainiert nach seiner Wadenbeinverletzung wieder. Auch Shqiprim Binakaj hat seine Knieprobleme erst mal überwunden. Zudem wird sich Schlussmann Mika Wilhelm trotz seiner Rückenprobleme auf die Bank setzen, damit die TSG zumindest einen zweiten Torhüter dabei hat. Das war nämlich am vergangenen Sonntag bei der unglücklichen 1:2-Niederlage beim 1. FC Rielasingen-Arlen nicht der Fall gewesen.

Lediglich 14 Spieler stehen den Backnangern derzeit zur Verfügung

Trotzdem stehen wieder nur 14 Akteure für die morgige Heimpartie gegen Neckarsulm zur Verfügung. „Da wird sich die Anfangself fast von alleine aufstellen“, erklärt Spielertrainer Mario Marinic. Er ist mit der derzeitigen Lage nicht zufrieden. „Wir müssen schauen, dass wir den Trainingsbetrieb aufrechterhalten.“ Bei den letzten Übungseinheiten hatte er nämlich lediglich elf bis zwölf Spieler auf dem Platz. Das ist natürlich alles andere als eine optimale Vorbereitung auf die kommende Begegnung.

Morgen geht es gegen die Sport-Union Neckarsulm, die Elfter ist. „Wir treffen auf eine gestandene Oberliga-Mannschaft“, hat Marinic viel Respekt vor dem Kontrahenten. Die Gäste starteten gut in die Saison, ließen aber zuletzt ergebnistechnisch etwas nach. Lediglich zwei Punkte holten die Fußballer aus dem Unterland aus den vergangenen vier Begegnungen – 1:1 beim SGV Freiberg und 2:2 zu Hause gegen den SSV Reutlingen. Die Aufgabe wird trotzdem nicht einfach für die TSG und schon gar nicht in der derzeitigen Situation. „Wir müssen versuchen, alles auszublenden und unsere Leistung auf dem Platz abrufen“, hofft Marinic. Er verspricht auch: „Wir werden gut vorbereitet ins Heimspiel gehen.“ Schließlich will die TSG unbedingt punkten, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen. Denn vor den Coronafällen und vor der Partie beim 1. FC Rielasingen-Arlen grüßten die Backnanger noch von der Tabellenspitze. Inzwischen sind sie auf Platz drei zurückgefallen. „Zum Glück haben wir uns ein Punktepolster erspielt“, so Marinic.

Nun wird es darauf ankommen, mit der derzeitigen Lage umzugehen. „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen, mehr bleibt uns nicht übrig“, macht Marinic klar. Er weiß auch, dass an eine schnelle Verbesserung der personellen Situation nicht zu denken ist. Die TSG will und muss aber das Beste daraus machen. Andere Mannschaften hat es in der Oberliga noch schlimmer erwischt. Der SV Linx und der SSV Reutlingen haben wegen coronabedingter Absagen erst neun von den bislang zwölf Partien absolviert. Englische Wochen sind für diese beiden Klubs in nächster Zeit vorprogrammiert. Diese würde die TSG gerne vermeiden. Derzeit sieht es danach aus, dass die Backnanger mit einer Rumpfmannschaft die nächsten Spiele durchziehen können. Und danach hoffen die Backnanger auf eine Besserung, damit dann auch wieder das Sportliche im Vordergrund steht.

Verzerrte Tabelle

Tabelle Das Klassement in der Oberliga ist aufgrund der coronabedingten Spielabsagen noch etwas verzerrt, elf der 20 Mannschaften haben ihre zwölf Saisonpartien absolviert. Dazu zählt das führende Trio. Neuer Spitzenreiter ist der SGV Freiberg, der sein Nachholspiel am Mittwoch zu Hause gegen Linx mit 6:0 gewann. Mit einem Punkt Rückstand folgt Bissingen. Dritter ist die TSG Backnang, die drei Zähler hinter den Freibergern liegt. Auf Rang vier folgt Göppingen mit einem Spiel weniger und vier Punkten Rückstand. Sollte der Fünfte Stuttgarter Kickers seine beiden Nachholpartien gewinnen, würden er auf Rang eins springen.

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Erstellt:
15. Oktober 2021, 11:30 Uhr

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