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TSG nimmt die Favoritenrolle an

Fußball-Verbandsligist peilt bei hohenlohischem Bezirksligisten Einzug in die zweite Pokalrunde an

Hofft auf möglichst viele Einsätze: TSG-Eigengewächs Sascha Schmalz. Foto: A. Hornauer

© Alexander Hornauer

Hofft auf möglichst viele Einsätze: TSG-Eigengewächs Sascha Schmalz. Foto: A. Hornauer

Von Steffen Grün

Bevor Fußball-Verbandsligist TSG Backnang zum Erstrundenduell im WFV-Pokal am morgigen Samstag (15.30 Uhr, Sportplatz Marktlustenau) bei den Sportfreunden Leukershausen-Mariäkappel gastiert, die in die hohenlohische Bezirksliga aufgestiegen sind, beugt Evangelos Sbonias schon mal prophylaktisch allen Ausreden vor. „Wir sind der Favorit“, sagt der Trainer der Roten. „Wir nehmen diese Rolle an und wollen eine Runde weiterkommen.“

Klappt es wie erwartet, wäre es der erste Schritt des Etzwiesenvereins, in dieser Pokalsaison so erfolgreich wie in der vergangenen abzuschneiden. Im Sommer und Herbst 2018 war der damalige Oberligist unter anderem mit Erfolgen bei den Stuttgarter Kickers und gegen den VfR Aalen ins Viertelfinale eingezogen, in dem ein 0:1 in Reutlingen am 20. März das Aus bedeutete. Davon auszugehen, die morgige Begegnung werde ein Selbstläufer für die zwei Ligen höher angesiedelten Gäste, wäre jedoch völlig verkehrt. „Im Pokal sind immer wieder mal unerwartete Ergebnisse möglich“, erinnert Sbonias seine Spieler an eine alte Weisheit. Das Aus des Oberligisten SGV Freiberg, der vor wenigen Tagen beim Landesligisten VfB Bösingen mit 2:3 den Kürzeren zog, sei Warnung genug.

Um eine so unliebsame Überraschung zu vermeiden, verlangt Backnangs Trainer von seinem Team „dieselbe Intensität“ wie in einem Punktspiel. Die Vorbereitung, die abgesehen vom 0:3 im Jubiläumsspiel gegen den VfB Stuttgart nur Siege mit sich brachte, stimmt ihn zuversichtlich. „Was die Jungs angeboten haben, war absolut in Ordnung“, ordnet der 36-Jährige die vergangenen vier Wochen ein und denkt dabei vor allem an die Leistungen und weniger an die Resultate, wenngleich er gegen die Erfolgserlebnisse nichts einzuwenden hatte. „Die absolute Siegermentalität an den Tag zu legen, ist auch sehr wichtig.“

Nun gilt es, die gute Form auch im ersten Pflichtspiel zu konservieren und in die zweite Pokalrunde einzuziehen. Auf eine Videoanalyse oder eine Vor-Ort-Beobachtung musste der Favorit aus dem Murrtal aber verzichten. „Das war nicht möglich, auch wenn wir in diesem Bereich ansonsten sehr fleißig sind“, räumt Sbonias ein: „In der Oberliga gab es bei jedem Spiel eine Videoanalyse, in der Verbandsliga wird es schon schwieriger.“ Und morgen muss es eben komplett ohne eigene Eindrücke vom Kontrahenten funktionieren, „wir müssen unser Spiel durchziehen“. Das allerdings würde der A-Lizenz-Inhaber von seiner Truppe sowieso verlangen, zumal es auch personell gut aussieht. Lediglich Angreifer Michele Varallo (Aufbautraining nach Leisten-OP) und Defensivakteur David Kienast (Kreuzbandriss) fehlen. Der Rest ist an Bord, darunter auch die sechs Zugänge: Marc Mägerle, Niklas Kalafatis, Shqiprim Binakaj und Emmanuel McDonald sowie Dimis Naoumis und Sascha Schmalz aus der eigenen Jugend. „Alles gute Jungs, die charakterlich super zu unserer Mannschaft passen“, freut sich der Trainer, der den einen oder anderen Neuen morgen wohl auch in die Startelf stellt.

Info
Sportfreunde Leukershausen-Mariäkappel

Die Sportfreunde Leukershausen-Mariäkappel wurden 1974 gegründet und bestehen aus sechs Abteilungen: Fußball, Tennis, Turnen, Volleyball, Fit Mix und Läufer. Insgesamt sind es etwa 580 Mitglieder.

Hinter den Kickern liegt mit dem Double die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte: Das erste Männerteam wurde Meister der Kreisliga A 2 im Bezirk Hohenlohe und zudem Bezirkspokalsieger.

Ihre Heimspiele tragen die Sportfreunde eigentlich im Trutenbach-Stadion aus. Weil das dort eingepflanzte Gras allerdings langsamer als anfänglich erwartet anwächst, muss der Verein für das WFV-Pokalspiel gegen die TSG Backnang auf den Sportplatz im Ortsteil Marktlustenau ausweichen.

Leukershausen und Mariäkappel zählen zu den 33 größeren bis klitzekleinen Ortsteilen der Gemeinde Kreßberg, die insgesamt etwa 4000 Einwohner aufweist. Sie liegt im Osten des Landkreises Schwäbisch Hall an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Die Große Kreisstadt Crailsheim ist gut zehn Kilometer entfernt.

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Erstellt:
2. August 2019, 06:00 Uhr

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