TSG plädiert für eine Saison ohne Auf- und Abstieg

Oberliga-Volleyballerinnen sind mit den Entscheidungen des Verbands über die Fortführung der Runde nicht ganz zufrieden.

Susann Haffke und die TSG-Volleyballerinnen würden gerne bald wieder spielen. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Susann Haffke und die TSG-Volleyballerinnen würden gerne bald wieder spielen. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Das Präsidium des Volleyball-Landesverbands Württemberg (VLW) hat entschieden, wie es in der laufenden Saison weitergehen soll. „Nach der derzeitigen Entwicklung kann realistisch nur noch von einer Einfachrunde ausgegangen werden“, heißt es in der Pressemitteilung des Verbands zur Regelung bei den Männern und Frauen. Das bedeutet, dass nur noch die Hälfte der Begegnungen in die Wertung kommen werden. Das betrifft auch die Volleyballerinnen der TSG Backnang, die in der Oberliga beheimatet sind. „Wir wünschen uns, wieder zu spielen, wenn es möglich ist“, sagt Spielerin Susann Haffke, die im Namen ihrer gesamten Mannschaft spricht.

Es gibt von Verbandsseite her einen konkreten Plan, wie die restliche Runde ablaufen könnte. Die bereits ausgetragenen Begegnungen der Vorrunde werden für die Einfachrunde gezählt und gewertet. Der Spielplan der Rückrunde wird gespielt – bereits ausgetragene Partien aus der Vorrunde werden aus dem Spielplan der Rückrunde gestrichen. Das finden die Backnangerinnen nicht so gut. Sie haben nämlich erst einen Punkt aus den drei absolvierten Partien geholt. „Unsere Ausgangssituation ist nicht optimal. Bei den Rückspielen gegen die ersten drei Gegner würden wir bestimmt mehr Punkte holen“, bedauert Haffke wie auch ihre Mannschaftskameradinnen.

Was die TSG-Volleyballerinnen auch kritisieren, ist die Tatsache, dass der Verband an einer Meisterschaftsrunde mit Wertung über Auf- und Abstieg sowie Relegation weiterhin festhalten will. „Wir stehen dahinter, dass es lieber eine freiwillige Saison geben sollte“, so Haffke. Sie meint damit, dass ihr Team dafür plädiert, in dieser Runde auf den Auf- und Abstieg zu verzichten. Dann wäre zudem der Zeitdruck nicht so groß. Schließlich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, ob alle Begegnungen der geplanten Einfachrunde aufgrund der Coronapandemie überhaupt ausgetragen werden. Da schließt sich nämlich an, dass von Verbandsseite her bislang der erste Spieltermin zum aktuellen Zeitpunkt am 30./31. Januar oder eventuell auch erst 6./7. Februar stattfinden könnte. „Wir sehen es als unrealistisch an, dass wir ab Mitte Januar wieder trainieren können“, macht Haffke klar. Schließlich brauche ihre Mannschaft eine Vorbereitungszeit von zwei bis drei Wochen. „Wir haben drei Monate nicht miteinander trainiert“, erklärt die TSG-Akteurin. Sie und ihre Mannschaftskameradinnen haben sich in den vergangenen Wochen mit individuellen Übungseinheiten wie Laufen fit gehalten. Der Kontakt untereinander ist jedoch nicht abgebrochen. „Wir haben uns regelmäßig über unsere WhatsApp-Gruppe ausgetauscht.“

Es gibt zwei weitere Punkte der Verbandsmitteilung. Verzichtet eine Mannschaft auf die Teilnahme am Spielbetrieb, so werden alle weiteren Partien mit 0:3 als verloren gewertet. Gegebenenfalls steht diese Mannschaft als Absteiger fest. Die Jugendverpflichtung (Jugendpflichtmannschaften ab der Bezirksliga) wird für die laufende Saison ausgesetzt.

Für andere Altersklassen wurden auch Mitteilungen zum Saisonverlauf veröffentlicht. Die württembergische Meisterschaft der Senioren, die am 24. Januar und 7. Februar geplant war, wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Der Meldeschluss für die U 15 und U 17 wird auf den 31. Januar verlegt. Eine Planung der Spieltage sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Die Spielrunden sollen fortgesetzt und fertiggespielt werden, sobald dies wieder möglich ist. Die ersten Spieltage finden frühestens zwei bis drei Wochen nach Öffnung des Trainingsbetriebs statt. Die Termine für die württembergische Meisterschaft werden ebenfalls kurzfristig festgelegt, sobald klar ist, ab wann es wieder möglich ist. Der Jugendpokal wird für diese Saison komplett abgesagt. Der Mixed-Spielbetrieb soll weiterhin aufrechterhalten bleiben. Es wird eine Einfachrunde gespielt. Weitergehen soll es am 16./17. Januar. Es gibt keine Auf- und Abstiege, eine Relegation wird jedoch stattfinden.

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Erstellt:
11. Dezember 2020, 11:30 Uhr

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