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TSG zieht einige Hochkaräter an Land

Backnanger Judokas gehen mit verändertem Kader bei den Frauen und Männern in die neue Bundesliga-Saison

Kurz vor dem Start in die neue Saison der Judo-Bundesliga gibt es bei der TSG Backnang einige Wechsel im Erstliga-Team der Frauen und in der Zweitliga-Männermannschaft. Nach dem Rückzug des TSV Großhadern und dem KSV Esslingen aus der Ersten Liga finden einige hochkarätige Judokas ein Zuhause in Backnang. Für Freude sorgt allerdings die Rückkehr zweier Topkämpfer: Viktor Semenko und Matjaz Trbovc.

Patricia Sampaio (rechts) wird in der neuen Bundesliga-Saison für die TSG Backnang kämpfen. Foto: Imago

© imago/Xinhua

Patricia Sampaio (rechts) wird in der neuen Bundesliga-Saison für die TSG Backnang kämpfen. Foto: Imago

Von Katharina Klein

Es ist nicht mehr lange, bis es wieder losgeht mit der Bundesliga. Mitte März soll der Auftakt geplant sein. In diesem Jahr wird aber einiges anders sein. Schuld daran sind diesmal nicht erneute Regeländerungen, sondern sogar eine veränderte Ligastruktur. „Es war viel Bewegung auf dem Transfermarkt“, erzählt Bundesliga-Coach Jens Holderle. Vor allem in der Ersten Frauenliga stehen die Zeichen auf Umbruch. Der TSV München-Großhadern zog sowohl das Frauen- als auch das Männerteam zurück. Damit fehlt zukünftig einer der Schwergewichte im deutschen Judosport, denn der Verein entschied elfmal die Meisterschaft bei den Männern für sich. Der zweite Rückzieher im Bunde ist der KSV Esslingen.

Die TSG profitierte von diesen Veränderungen: „Die Abgabe der Kaderlisten wurde deshalb verlängert. Es haben sich so manche Dinge noch kurz vor knapp ergeben“, schmunzelt Holderle. Ihm gelangen bei den Frauen gleich mehrere Coups. So griff er sich Amelia Stoll (Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm), die im letzten Jahr Europameisterin der Altersklasse U 23 wurde und insgesamt bei internationalen Turnieren Medaillen absahnte. Sie kämpfte bisher bei Großhadern, genauso wie Michele Hürzeler (bis 63). Die Dritte der Europameisterschaften der U 21 wird künftig auch für Backnang auf die Matte gehen. „Es war ein absoluter Glückstreffer“, freut sich Holderle über den gelungenen Transfer.

Backnangs Trainer Jens Holderle freut sich über die starke Besetzung

Und noch eine Athletin, die bisher für die Bayern startete, wird nun in Backnang eine neue Ligaheimat finden: Lisa Dollinger (bis 78). Die 23-Jährige sammelte international schon Medaillen. So geht es nahtlos weiter. Auch die Polin Daria Pogorzelec (bis 70) stößt als neue Hochkaräterin zur TSG. Ihre Erfolgsliste ist schier endlos: „Sie hat in jeder Altersklasse und auf jedem Niveau irgendwann mal eine Medaille geholt“, beschreibt der TSG-Coach die zweifache Teilnehmerin an den Olympischen Spielen. Dieser Zugang hat einen ganz besonderen Hintergrund. Zunächst entschied sich nämlich Pogorzelecs Partner Benjamin Harmegnies (über 100), nach Backnang zu wechseln. Er ist ebenfalls auf europäischer Ebene erfolgreich und „bestimmt für ein paar Punkte gut“, so Holderle. Über die Verbindung zu ihm entstand schließlich der Transfer von Pogorzelec.

Die Britin Lubjana Piovesana (bis 63) und die Portugiesin Patricia Sampaio (bis 70) runden mit ihren weltweiten Topergebnissen die spitzenkarätigen Zugänge bei den Frauen ab. Verzichten muss Holderle hingegen zukünftig unter anderem auf Pauline Wulff, die fortan in der Zweiten Liga in Leipzig kämpft, genauso wie auf Sappho Özge Coban, welche zum BC Karlsruhe geht.

Beim Zweitligateam der Männer hat sich auch einiges getan. So kehrt zum Beispiel Viktor Semenko (bis 100) zurück, nachdem er zwei Jahre lang in der Ersten Liga bei Judo in Holle gekämpft hat. „Es ist unglaublich“, jubelt Holderle. Ein weiterer Hammer ist der Zugang des Slowenen Matjaz Trbovc (bis 60), der früher bereits für die TSG kämpfte, in den letzten Jahren aber für Großhadern in der Ersten Liga im Einsatz war. „Er ist ein Anwärter auf Olympia“, verdeutlicht der Kopf hinter den Teams die Bedeutung des Wechsels. Janno Brodnig (bis 66), der im Januar Dritter bei den deutschen Meisterschaften wurde, wechselt ebenfalls von der Isar an die Murr. Dieser Zugang ist für Holderle besonders erfreulich, denn: „Kai Klein geht zu Esslingen in die Erste Liga.“ Mit Brodnig kann dieser Weggang eventuell kompensiert werden. Aus der eigenen Jugend steht künftig Jonas Riener (bis 66) auf der Zweitliga-Liste. Neben Klein verabschiedete sich unter anderem auch der Slowene Enej Marinic von der TSG in Richtung Potsdam zur Ersten Liga. Außerdem zieht es Julian Stiebeling höher hinaus. Er stellt sich nun in die Erstliga-Dienste des VfL Sindelfingen.

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Erstellt:
5. März 2019, 06:00 Uhr

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