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TSV trotz Auswärtsphobie zufrieden

Oberbrüdens Tischtennisspieler präsentieren sich in der Verbandsklasse heimstark – Landesligist Murrhardt peilt Wiederaufstieg an

Alle Heimspiele gewonnen, aber null Punkte auswärts: Unterschiedlicher hätten die Gesichter der Tischtennisspieler des TSV Oberbrüden in der Vorrunde der Verbandsklasse kaum sein können. Mit dem sechsten Platz in der Winterpause ist der Aufsteiger trotzdem zufrieden, die Chancen auf den Ligaverbleib sind absolut intakt. Als Dritter der Landesliga darf der TV Murrhardt derweil auf den direkten Wiederaufstieg hoffen.

Sahin Yildiz tauscht in der Rückrunde das Paarkreuz mit seinem Teamkollegen Christoph Krenzlin und will als neue Nummer zwei des TSV Oberbrüden wichtige Punkte herausspielen. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Sahin Yildiz tauscht in der Rückrunde das Paarkreuz mit seinem Teamkollegen Christoph Krenzlin und will als neue Nummer zwei des TSV Oberbrüden wichtige Punkte herausspielen. Foto: A. Becher

Von Michael Clauss

Nichts zu holen gab es in der Fremde für die Tischtennisspieler des TSV Oberbrüden in der Hinserie der Verbandsklasse. Nach allen fünf Auswärtspartien kehrten Daniel Quiram und seine Mitstreiter zwar meist mit knappen Ergebnissen, aber eben mit leeren Händen nach Auenwald zurück. Dass der Aufsteiger trotzdem nicht am Tabellenende, sondern auf dem ordentlichen sechsten Platz im Zehner-Feld steht, liegt an der makellosen Heimbilanz. Vier Siege in vier Begegnungen ließen die Sporthalle in Oberbrüden zur Festung werden.

„Dies birgt allerdings auch eine Gefahr für die Rückrunde, da wir auswärts gegen unsere direkten Konkurrenten um den Ligaverbleib antreten müssen“, mahnt TSV-Pressesprecher Oliver Letzgus das Durchbrechen der Auswärtsphobie im zweiten Saisonabschnitt an. Mit 8:10 Punkten hat Oberbrüden nämlich nur ein Polster von drei Punkten auf den Drittletzten aus Zell und damit den Platz, der am Ende die Abstiegsrelegation bedeuten würde. Deshalb tut die knappe 7:9-Niederlage beim Team vom Aichelberg doppelt weh. Auch in den restlichen Spielen sorgten die Tischtennisspieler aus Auenwald zumeist für Spannung: Sieben der neun Partien endeten 9:6 oder 9:7, viermal zum Nachteil des TSV.

Wenig Überraschendes boten Oberbrüdens Aufstellungen, denn alle Duelle wurden mit dem Stammkader bestritten. Daher hat der Verein für die am Samstag, 1. Februar, beim Dritten in Beinstein beginnende Rückrunde kaum Handlungsbedarf. Lediglich Sahin Yildiz (11:7 Siege) tauscht das Paarkreuz mit Christoph Krenzlin, der als Nummer zwei zu oft das Nachsehen hatte. Sehr fleißig gepunktet haben Spitzenspieler Daniel Quiram (11:7) und Marcus Kocher (13:3) an der fünften Position.

Knapper könnte es an der Tabellenspitze der Landesliga nach der ersten Saisonhälfte kaum zugehen. Der TSV Musberg, der SV Plüderhausen II und der TV Murrhardt haben allesamt 16:2 Punkte auf dem Konto und unterscheiden sich nur durch zwei Einzelsiege in der Spielbilanz. „Zur Rückrunde geht alles wieder bei null los, da wird jeder Ausrutscher gleich bestraft“, erwartet TVM-Kapitän Dominik Wörner ein heißes Rennen um die Meisterschaft, die mit dem direkten Sprung in die Verbandsklasse verbunden ist, sowie um den zweiten Platz, der den schwer kalkulierbaren Umweg über die Relegation bringt.

Wie schnell eine einzelne Begegnung eine (halbe) Runde beeinflussen kann, haben die Walterichstadter in der Hinserie am eigenen Leib erfahren. Man habe nur „ein schlechtes Spiel erwischt und das war leider genau das gegen Musberg“, ärgert sich Wörner über die 3:9-Pleite beim Herbstmeister. In allen anderen Partien war der TVM dagegen obenauf und bezwang den Zweiten aus Plüderhausen sogar in dessen Halle mit 9:6. Die Remstaler könnten laut Murrhardts Kapitän das Zünglein an der Waage im engen Aufstiegsrennen werden. „Es kommt darauf an, ob Plüderhausen II auch hoch will und in den entscheidenden Spielen komplett ist“, deutet Wörner an, dass er sich nicht sicher ist, ob die Regionalliga-Reserve überhaupt ein ernsthaftes Wörtchen um den Aufstieg mitreden will.

Eines könnte sich für Murrhardt in dem Dreikampf noch als Trumpf herausstellen, hofft die Nummer eins, die 12 von 15 Einzeln gewonnen hat: „Wir spielen gegen die direkten Konkurrenten daheim, das ist natürlich ein Vorteil.“ Wörner freut sich auf den Heimvorteil gegen Musberg und Plüderhausen II in der Rückrunde und sendet eine Kampfansage: „Der Plan Wiederaufstieg steht weiterhin, das Team ist heiß.“

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Erstellt:
18. Januar 2020, 11:30 Uhr

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