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Union-Trainer nach Sieg über BVB: „Wir waren eklig“

dpa Berlin. Die Stimmung, die Leidenschaft - der erste Sieg. Union Berlin im Jubeltaumel. Die Mannschaft und ihr Trainer wissen den Erfolg über den BVB aber auch einzuordnen: Von einem Signal an die Liga will Coach Fischer jedenfalls nichts wissen.

Nach dem 3:1 gegen Borussia Dortmund jubeln die Union-Spieler mit den Fans im heimischen Stadion. Foto: Andreas Gora

Nach dem 3:1 gegen Borussia Dortmund jubeln die Union-Spieler mit den Fans im heimischen Stadion. Foto: Andreas Gora

In dieser Verfassung dürften die Schnelllerner des 1. FC Union noch öfter zum Favoritenschreck werden.

Angetrieben von einer beeindruckenden Kulisse im kleinen, aber feinen Stadion An der Alten Försterei machten die Eisernen das, wofür sie stehen: Fußballspielen mit großer Leidenschaft, viel Herz und unbändigem Willen. „Wir sind bereit zu investieren, hier ist ein Team am Arbeiten“, erklärte Trainer Urs Fischer: „Wir waren eklig.“

Der Jubel der Fans wollte nach dem 3:1 am Samstag gegen den Titelanwärter Borussia Dortmund nicht enden. Immer wieder hallten laute Freudenschreie durch das Stadion mit 22.012 Zuschauern. „Es war für uns ein Schlüsselspiel, das uns gezeigt hat, dass wir wirklich angekommen sind“, sagte Neven Subotic. „Heute haben wir gezeigt, wenn Dortmund oder andere Vereine auf dem Niveau kommen, dann werden wir denen nichts schenken“, betonte der Ex-Dortmunder.

Aus dem bitteren 0:4 am ersten Spieltag daheim gegen den aktuellen neuen Tabellenführer RB Leipzig hatten Fischer und seine Spieler die richtige Schlüsse gezogen. Mutig, aber nicht verwegen stellten sie sich der hochkarätigen Dortmunder Mannschaft entgegen und besannen sich auf ihre Tugenden. Getreu dem Motto: Mentalität schlägt Qualität. „Man hat heute auch gesehen, dass die Berliner den noch größeren Willen hatten“, attestierte BVB-Nationalspieler Julian Brandt den Hausherren, von denen manch einer die packenden 90 Minuten plus nervenzehrende sieben Minuten Nachspielzeit unmittelbar nach dem Abpfiff noch immer nicht richtig verarbeitet hatte.

Allen voran der Matchwinner: Marius Bülter. So richtig könne er sich an die Emotionen nach seinem ersten Tor in der 22 Minute gar nicht erinnern. Nur so viel: „Es war schon ein geiles Gefühl.“

Kein Wunder: Vor gut einem Jahr spielte der mittlerweile 26-Jährige noch für den SV Rödinghausen in der Regionalliga. „Es ist schwer zu realisieren“, betonte Bülter, der mit seinem zweiten Treffer in der 50. Minute für die Vorentscheidung gesorgt hatte. Danach gelang Sebastian Andersson (75.) das 3:1 - der erste Sieg der Köpenicker in der Fußball-Bundesliga war damit perfekt.

Vier Punkte aus den ersten drei Spielen sind auf dem Konto, während der große Hauptstadtrivale Hertha BSC gerade mal ein Pünktchen sammelte und zuvor am Samstag beim FC Schalke mit 0:3 verloren hatte. „Der Gegner muss derzeit nicht viel machen, um gegen uns zu treffen“, monierte Trainer Ante Covic - in Gelsenkirchen sorgten allerdings vor allem zwei Eigentore für die Niederlage.

Überschätzen wollen die Stadtrivalen aus Köpenick ihren guten Start in die Premierensaison allerdings auch nicht. „Ein Signal an die Liga zu senden, davon sind wir sehr weit entfernt“, betonte Fischer. Dennoch sind die künftigen Gegner von Union vor allem in der Alten Försterei mehr als gewarnt vor dem potenziellen Favoritenschreck.

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Erstellt:
1. September 2019, 12:52 Uhr

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