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Viel Durcheinander und kein Auswärtssieg

Handball-Drittligist HCOB verliert die von permanentem Über- und Unterzahlspiel geprägte Partie in Dansenberg mit 27:31

Frust bei den Handballern des HC Oppenweiler/Backnang. Sie verloren eine zerfahrene Drittliga-Partie mit 27:31 beim Tabellenfünften TuS 04 Dansenberg. Permanente Hinausstellungen auf beiden Seiten sorgten für Durcheinander auf dem Spielfeld. Die Pfälzer kamen damit einen Tick besser zurecht. Die Murrtaler waren immer wieder dran, zogen aber nie vorbei. Das Warten auf den ersten Auswärtssieg geht weiter.

Erneut treffsicher: Marcel Lenz. Seine zwölf Tore reichten dem HCOB aber nicht. Foto: A. Hornauer

© Alexander Hornauer

Erneut treffsicher: Marcel Lenz. Seine zwölf Tore reichten dem HCOB aber nicht. Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Der HCOB musste ohne Nikola Vlahovic antreten. Er war für Zweitligist Bietigheim im Einsatz. Felix Raff war dabei, spielte aber nicht, er ist angeschlagen. Dafür kehrte Evgeni Prasolov zurück. Der Rückraumspieler war gleich über lange Zeit gefordert. Bei den Gastgebern suchte man im Kader vergeblich nach Loic Laurent. Der Club hatte sich unter der Woche vom Franzosen getrennt. Vor eineinhalb Jahren trug er maßgeblich zum Nichtabstieg im ersten Drittliga-Jahr des TuS bei. Zuletzt hatte er aber keine prägende Rolle mehr inne.

Dansenberg erwischte den besseren Start und lag 4:1 vorne. Nach 13 Minuten hieß es 8:4. Dann wurden die Gäste stärker. Die Abwehr präsentierte sich verbessert, Torwart Felix Beutel hatte gute Szenen. Die Murrtaler kamen ran. Sie nutzten einige der wenigen technischen Fehler der Dansenberger zu schnellen Gegenstößen. Marcel Lenz verwandelte fünf Siebenmeter sicher. Mehr als der Anschlusstreffer war allerdings nicht drin. Denn die Hausherren spielten im Angriff gut und fanden, wenn es eng wurde, immer wieder eine Lösung. In den Minuten vor der Pause zeigte auch Torwart Kevin Klier sein Können. Der langjährige Bundesliga-Keeper verhinderte den Ausgleich. Ärgerlich aus Sicht der Schwaben war, dass sie aus Überzahlspielen zu wenig machten. Mit einer besseren Wurfausbeute wäre ein Gleichstand beim Seitenwechsel drin gelegen, so hieß es 12:14.

Schon in Durchgang eins hatte die Partie unter vielen Hinausstellungen gelitten. Dabei war das Match nicht unfair. In der zweiten Halbzeit nahm die Unruhe zu. Die Sportler konnten sich kaum darauf einstellen, was als Foul oder als Schrittfehler bewertet wurde oder wann Zeitspiel angezeigt wurde. Emotionen waren nicht gewünscht. Natürlich wurde auch Handball gespielt, aber selten mit sechs Feldspielern gegen sechs, es war phasenweise ein arges Durcheinander.

Dansenberg legte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder vor, setzte sich auf 18:13 ab. Oppenweiler/Backnang steckte jedoch nicht auf, setzte den treffsicheren Linksaußen Marcel Lenz gut in Szene. Beim 18:19 (in Überzahl) schien die Wende möglich, dann stand der Gast kurzzeitig nur mit zwei Feldspielern auf dem Platz. Durch die Herausnahme des Keepers waren es dann drei, Jakub Strýc und Evgeni Prasolov gelangen in dieser erdrückenden Unterzahl sogar zwei Treffer. Dennoch verschafften sich die Hausherren wieder Luft, legten ein 23:20 vor. Die Gäste kamen erneut auf ein Tor heran, der psychologische wichtige Ausgleichstreffer gelang aber nicht.

Ein weiteres Mal setzten sich die Pfälzer auf drei, vier Tore ab. Auf beiden Seiten wurden viele Stürmerfouls und Schrittfehler abgepfiffen, die Partie war in der Schlussphase komplett hektisch. Dansenberg behielt den entscheidenden Tick mehr einen kühlen Kopf, verwaltete den Vorsprung. Am Ende hieß es 31:27 für die Hausherren. Schlussendlich war es – weil der HCOB zwar immer wieder aufkam, es aber nie schaffte, selbst in Führung zu gehen – auch verdient.

TuS 04 Dansenberg: Simon Egelhof, Klier – Kiefer (4), Megalooikonomou (4/1), Seitz (2), Wilbrandt, Schulze (5), Munzinger, Claussen (6), Bösing (2), Robin Egelhof (2), Serwinski (2/2), Jankovic (1), Wetz.

HC Oppenweiler/Backnang: Erb (n.e.), Beutel – Kuhnle, Sigle, Buck, Lenz (12/5), Wolf (2), Prasolov (3), Strýc (5), Schöbinger, Maurer (4), Raff (n.e.), Köder, Düren (1).

Schiedsrichter: Staszak/Walter (Schmelz/Karlsruhe). – Zuschauer: 420. – Siebenmeter: 3/5:5/5 (Megalooiknomou wirft an die Latte und scheitert an Beutel). – Zeitstrafen: 14:18 Minuten (Megalooiknomou/dreimal, Kiefer, Claussen, Bösing, Egelhof – Düren/dreimal, Maurer, Prasolov, Schöbinger, Wolf, Jonas Frank, Trainer Heineke).

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Erstellt:
4. November 2019, 06:00 Uhr

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