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Viola Brand sichert sich Silber

Versöhnliche deutsche Meisterschaft für die Kunstradfahrerin vom RSV Unterweissach

Für die Kunstradfahrerin Viola Brand vom RSV Unterweissach gab es eine versöhnliche deutsche Meisterschaft. Sie sicherte sich in Neresheim die Silbermedaille. Bruder Manuel Brand fuhr auf den fünften Platz vor, während Vereinskamerad Nick Lange etwas unter seinen Möglichkeiten blieb und mit dem neunten Rang zufrieden sein musste.

Viola Brand freut sich über die Silbermedaille bei der deutschen Meisterschaft. Foto: W. Schwarz

Viola Brand freut sich über die Silbermedaille bei der deutschen Meisterschaft. Foto: W. Schwarz

Von Wilfried Schwarz

Die deutschen Hallenradsportmeisterschaften wurden in Neresheim auf der Ostalb ausgetragen. Obwohl nur ein halbes Jahr Vorbereitungszeit zur Verfügung stand (die ursprünglichen Veranstalter in Saarbrücken gaben die Meisterschaft im Januar zurück), bot der RV Ebnat in der beengten Härtsfeld-Sportarena beste Bedingungen für die Athleten.

Dass die Titelkämpfe ihre eigenen Gesetze haben, das bestätigte sich im Einer der Frauen. In der Vorrunde musste Weltrekordlerin Iris Schwarzhaupt (Stuttgart) die Segel streichen. Mehrere Absteiger, 159,98 Punkte und damit statt einer Medaille nur Platz sechs. Besser lief es im Vorkampf für Viola Brand. Mit 178,43 Punkten fuhr sie das zweitbeste Resultat hinter Weltmeisterin Milena Slupina (Bernlohe, 178,43) und vor Maren Haase (Hoffnungsthal, 177,71) und Mattea Eckstein (Stuttgart, 174,45) und damit ins Final Four. „Ich bin zufrieden mit dem Resultat und freue mich, im Finale dabei zu sein“, so Brand nach der Vorrunde. „Ich werde das genießen.“

Und im Finale, alle begannen bei null, war Viola Brand das Genießen anzusehen. Nachdem Eckstein eine neue Bestleistung (180,36) fuhr und Haase kurz vor Schluss patzte und lediglich auf 177,51 Punkte kam, betrat Brand mit einem Lächeln die Fläche. Und sie genoss sichtlich das Finale. Es klappte gleich zu Beginn mit dem Lenkerhandstand, die Lenkerstanddrehungen erweiterte sie und bekam Zusatzpunkte, die Rückwärtsserie passte. Nur einmal musste sie vom Rad. Der Rest verlief perfekt. Mit 180,66 Punkten an der Anzeige stieg sie lächelnd vom Kunstrad, damit war ihr bereits Silber sicher. Milena Slupina fuhr anschließend ebenfalls perfekt – 189,76. Damit wurde sie deutsche Meisterin vor Brand. „Ich bin sehr zufrieden mit Silber“, so Viola Brand. Und es ist ein Trostpflaster für die verpasste WM-Qualifikation. „Jetzt lege ich meinen Fokus noch auf das UCI-Weltcup-Finale am 17. November in Erlenbach bei Heilbronn“, sagt die RSV-Sportlerin. „Es war ein versöhnlicher Abschluss einer ungewöhnlichen Saison“, lautet das Fazit von Trainerin und Mutter Heike Brand. „Heute sind wir durchaus zufrieden. Nach insgesamt vier WM-Teilnahmen von Viola in Folge sind wir dieses Jahr mal eben Zuschauer an der Hallenrad-WM.“

Die beiden Unterweissacher Männer waren am ersten Tag der deutschen Meisterschaft am Start. Nick Lange hatte sich als Erster der beiden viel vorgenommen. „Doch es war ein Tag zum Abhaken“, so Lange nach seiner Fahrt. Er patzte gleich zweimal in der Rückwärtsserie, verhaute eine Drehung und verließ gegen Ende zwischen einer Übung das Rad. „Damit musste ich eine Übung auslassen und am Ende ging die Zeit aus.“ Die 153,61 Punkte bedeuteten Platz neun. Damit verpasste er um ein Zehntel Punkte die B-Kader-Qualifikation.

Besser fuhr anschließend Manuel Brand. Der Routinier spulte in gewohnter Manier sein Programm ab. Sturzfrei kam er auf 170,1 Punkte. „Ich bin heute vollauf zufrieden“, so Manuel Brand. „Die Leistung hat gepasst und ich konnte einen Konkurrenten überholen. Mehr war nicht drin, da sind die vier Finalteilnehmer einfach zu stark.“ Platz fünf und die erhoffte B-Kader-Nominierung waren sein Lohn bei den Titelkämpfen.

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Erstellt:
24. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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