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Viola Brand wird deutsche Vizemeisterin

Sportlerin vom RSV Unterweissach bleibt beim Finale der deutschen Meisterschaft im Kunstradfahren nicht ganz fehlerfrei

Die Kunstradfahrer des RSV Unterweissach präsentierten sich bei der deutschen Meisterschaft in Moers sehr gut. Viola Brand sicherte sich die Silbermedaille im Einer der Frauen. Im Einer der Männer kam Nick Lange auf den fünften Platz und Manuel Brand auf Platz acht.

Viola Brand (links) freut sich wie auch Siegerin Milena Slupina (Mitte) und die Dritte Lara Füller. Foto: W. Schwarz

Viola Brand (links) freut sich wie auch Siegerin Milena Slupina (Mitte) und die Dritte Lara Füller. Foto: W. Schwarz

Von Wilfried Schwarz

Die erste Entscheidung gab es im Einer der Frauen. Aufgrund der bisherigen Saisonleistungen bei der German-Masters-Serie zählte Viola Brand zu den Titelanwärterinnen. Sie begann wie gewohnt mit dem Sattellenkerhandstand. Nicht so ruhig wie gewohnt setzte die RSV-Sportlerin ihre Kür fort. „Ich war in der Vorrunde zittrig und bin froh, dass ich dennoch das Beste daraus gemacht habe und mich fürs Finale qualifizieren konnte,“ so Viola Brand. Nur 174,35 Punkte waren ihr Ergebnis. Zusammen mit Maren Haase (Hoffnungsthal, 182,08 Zähler), Milena Slupina (Bernlohe, 178,34) und Lara Füller (Poppenweiler, 164,67) qualifizierte sich die Miedelsbacherin für das abendliche Final Four um den Titel.

Bei der Endrunde wurden die Karten neu gemischt. Füller begann mit 165,9 Punkten, während Haase nicht mehr an die Leistungen aus dem Vorkampf anknüpfte und mit 163,29 Zählern von der Fläche ging. Dann kam Viola Brand. Der Kampf um den Titel begann. Sattellenkerhandstand, Sattelstand und Mautesprung waren perfekt. Auch danach sah es gut aus, doch beim Abgang vom Steuerrohrsteiger zum Fronthang stand sie auf dem Boden. „Der Abgang lag zwischen den Übungen, damit ich die nächste Übung aufbauen kann“, so Brand. „Der musste nicht sein.“ Und der Rest passte dann wieder ohne groben Fehler, doch die kleineren Unsicherheiten übersahen die Kampfrichter nicht. Erleichtert, aber nicht ganz zufrieden schaute die Sportlerin nach der letzten Übung, dem Standsteiger rückwärts, an die Anzeige. 183,00. Silber war damit sicher oder war es der Titel? Slupina fuhr auch nicht ganz fehlerfrei, doch 186,9 Punkte reichten ihr nach 2018 erneut zur Goldmedaille. „Im Finale war es mit der Nervosität etwas besser, aber dennoch bleib ich nicht fehlerfrei“, resümierte Brand. „Ich bin heute nicht zu 100 Prozent zufrieden mit meiner Leistung, da ich mein volles vorhandenes Potenzial nicht abrufen konnte. Aber vor einem Jahr hätte ich niemals geglaubt, dass ich an einer DM den Mautesprung gleich zweimal stehe. Darüber freue ich mich riesig. Auch bin ich froh, dass es dann noch für den zweiten Platz gereicht hat.“ Jetzt gilt ihr Blick Richtung der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft am ersten Dezember-Wochenende in Basel. „Davor ist aber noch am 23. November in Baar der Drei-Nationen-Cup und am 30. November findet in Erlenbach das UCI-World-Cup-Finale statt.“ Ein sehr ambitioniertes Programm, das die 25-jährige Sportlerin vom RSV Unterweissach in den kommenden Wochen vor sich hat.

Ihr Bruder Manuel Brand handelte sich einen Virus ein, entsprechend nicht optimal verlief seine Vorbereitung auf den Wettkampf. Der Sattellenkerhandstand, den er erstmals wieder zeigte, klappte trotz des Handicaps perfekt. Ebenso der Mautesprung. Bei den verschiedenen Drehungen kassierte er Prozentabzüge, was sich summierte. Von 185,8 eingereichten Punkten blieben 157,09 und Rang acht übrig. Damit zeigte er sich nicht zufrieden. „Ich war heute nicht in der Verfassung wie sonst“, so Manuel Brand. „Mir fehlte die Kraft, um das Programm optimal zeigen zu können. So hatte ich mir die DM nicht vorgestellt. Aber ich kam ohne Absteiger durch.“

Der Start von Nick Lange wurde erst am Veranstaltungstag entschieden, da er zuvor drei Wochen nicht trainierte. Er hat den Sattellenkerhandstand rausgenommen und die Punktzahl auf 180,3 reduziert. Beim Mautesprung, hier springt der Sportler, während das Kunstrad rollt, vom Sattel auf den Lenker, berührte er zwar den Lenker, musste jedoch trotzdem vom Rad absteigen. Auch bei der Lenkerstanddrehung stand er auf der Wettkampffläche. Am Ende stieg er sichtlich ausgepumpt von seinem Sportgerät. „Eigentlich war ich schon nach einer Minute platt“, so Lange. „Aber ich habe trotz der fehlenden Vorbereitung mein Bestes gegeben. Somit bin ich zufrieden, wie es gelaufen ist.“ Mit 161,62 Punkten fuhr er auf Platz fünf. „Insgesamt war ich mit den Leistungen meiner drei Sportler zufrieden“, lautete das Resümee von RSV-Trainerin Heike Brand. Im Final Four siegte der dreifache Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach, 204,42).

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Erstellt:
29. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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