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Vorfreude aufs Duell mit alten Kumpels

Nach siebeneinhalb Jahren im Fautenhau steht Daniel Hägele heute mit Würzburg erstmals seinem Ex-Verein gegenüber

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht auf das Spiel freue.“ Die siebeneinhalb Jahre in Großaspach sind an Daniel Hägele logischerweise nicht spurlos vorbei gegangen. Heute im Stadion am Dallenberg steht der 29-Jährige auf der anderen Seite eines Drittligisten. Ab 19 Uhr will der frühere Kapitän der SG Sonnenhof bei Würzburg mithelfen, die Krise seines Ex-Vereins noch etwas zu vergrößern.

Gefällt auch bei den Würzburger Kickers mit viel Umsicht sowie großer Kampf- und Kopfballstärke: Daniel Hägele. Heute trifft der ehemalige Kapitän der SG Sonnenhof Großaspach das erste Mal nach seinem Wechsel vom Fautenhau an den Main auf seinen Ex-Verein. Foto: Imago

© imago/foto2press

Gefällt auch bei den Würzburger Kickers mit viel Umsicht sowie großer Kampf- und Kopfballstärke: Daniel Hägele. Heute trifft der ehemalige Kapitän der SG Sonnenhof Großaspach das erste Mal nach seinem Wechsel vom Fautenhau an den Main auf seinen Ex-Verein. Foto: Imago

Von Uwe Flegel

Selbstverständlich ist dem gebürtigen Gmünder nicht entgangen, was sich bei seinem ehemaligen Klub in den vergangenen Tagen getan hat. Groß darüber reden will er aus der Ferne nicht, gesteht aber, dass er ein wenig überrascht war, denn eigentlich sei Aspach ja nicht dafür bekannt, so zu reagieren. Lieber spricht er, dessen Abgang im Fautenhau für sehr viele sehr unerwartet kam, über seine ersten Monate in der fränkischen Main-Metropole: „Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich hier wohlgefühlt habe.“ Das liegt einerseits an der sportlichen Situation, spielt er mit den Kickers doch um den Aufstieg mit. Das liegt andererseits aber auch daran, dass es in Würzburg mittlerweile schon eine kleine Kolonie an Schwaben gibt. Zum Beispiel der zweite Ex-Aspacher Simon Skarlatidis, oder der wie Hägele aus Gmünd stammende Dave Gnaase, der gegen Aspach allerdings gelb-rot-gesperrt fehlt, oder Linksverteidiger Kai Wagner. Und vor allem auch Trainer Michael Schiele, mit dem Daniel Hägele vor neun Jahren beim VfR Aalen sogar gemeinsam um Drittligapunkte kämpfte. Er als Jungfuchs, sein heutiger Coach als Routinier im Mittelfeld.

An Erfahrung mangelt es Daniel Hägele zwischenzeitlich auch nicht mehr. Wenig überraschend, dass er bei den Franken, die mit einem Sieg gegen Aspach auf Rang drei klettern können, mittlerweile zum Stammpersonal zählt. Derzeit als Innenverteidiger, heute wegen Gnaases Fehlen vielleicht aber im zentralen Mittelfeld. „Da ist noch nichts entschieden“, erzählt der 1,86 Meter große Kicker und weiß: Egal auf welcher Position er spielt, er wird von vielen guten Bekannten beim Gegner umgeben sein. „Es sind ja noch einige da, mit denen ich viele Jahre zusammen gespielt habe.“ Dabei denkt er an Spieler wie Shqiprim Binakaj, an Julian Leist und vor allem an „Kai Gehring und Nico Jüllich“, zu denen er noch besonders engen Kontakt hat.

Entsprechend groß ist die Vorfreude aufs Duell mit den alten Kumpels. Inwieweit bei ihm Wehmut aufkommt, kann der Ex-Aspacher nicht sagen. Fakt ist: „Ich hatte ja genug Zeit, mich daran zu gewöhnen, dass ich nicht mehr das SG-Logo auf der Brust habe.“ Wobei seine Zeit im Fautenhau die ersten Wochen in Würzburg durchaus noch mitbestimmte. Das Knochenödem, das ihn in seinen letzten Wochen bei der SG aus der Bahn warf, zog sich hin. Und als das abgeklungen war, stellten sich muskuläre Probleme ein. Erst Mitte August war er das erste Mal in einem Punktspiel für die Kickers einsatzbereit. Seit kurzem zählt er zur Anfangsformation der Elf, die in den vergangenen sieben Begegnungen zu fünf Siegen sowie zwei Unentschieden kam und damit vom Tabellenkeller ins Vorfeld kletterte. „Wir hatten viele Zugänge, das dauert dann einfach bis man sich gefunden hat“, erklärt Hägele die Startprobleme seines Teams, über das er sagt: „Wir haben eine hohe Qualität im Kader.“

Eine gute Meinung hat Großaspachs Ex-Kapitän allerdings auch von dem Verein, mit dem er vor gut vier Jahren von der Regionalliga in die Dritte Liga aufgestiegen ist: „Die SG Sonnenhof steht hinten sehr gut, verfügt über ein gutes Umschaltspiel und hat sehr schnelle Spieler.“ Dass es vor allem in der Offensive bislang noch nicht so gut klappt, kann und will er nicht beurteilen. Nur soviel sagt er: „Ich bin überzeugt, dass Aspach es auch diesmal schafft, die Liga zu halten.“ Die Realität momentan im Fautenhau heißt allerdings, vorletzter Platz. Und Daniel Hägele wird heute alles tun, damit dies so bleibt. Daran ändert auch die Vorfreude aufs Wiedersehen mit den alten Kumpels nichts.

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Erstellt:
8. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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