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Vorwärtsgang klemmt

Warum der VfB sich im Offensivspiel extrem schwertut

Torausbeute - Warum der VfB Stuttgart sich im Offensivspiel extrem schwer tut, womit die nötige Entlastung fehlt.

Mönchengladbach Im Internet gibt es eine ganz nette Spielerei. Sie nennt sich Mario-Gomez-Button. Es ist ein roter Knopf, den Fans bei einem Tor des Stürmers vom VfB Stuttgart drücken können, dann wird ein heiterer Gomez-Jingle abgespielt.

Zuletzt gab es aber keine Verwendung dafür. 670 Minuten dauert die Durststrecke des Torjägers nach der 0:3-Niederlage am Sonntagabend bei Borussia Mönchengladbach an, zuletzt traf er am siebten Spieltag in Hannover (1:3). Bis zur Winterpause bleiben jetzt nur noch drei Gelegenheiten, die Misere zu beenden, angefangen mit dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC. „Ich hatte vergangene Woche ein langes Gespräch mit ihm. Er kommt unheimlich klar und fokussiert rüber“, sagt VfB-Sportvorstand Michael Reschke. „Wir werden bis Weihnachten noch ein wichtiges Gomez-Tor erleben, das sagt mir mein Bauch.“

Der VfB Stuttgart hat ein veritables Offensivproblem, das nicht alleine an Mario Gomez liegt. Magere neun Tore nach 14 Spielen stehen zu Buche. Der Mannschaft fehlen die Mittel, um konstruktiv in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Und es ist auch kein verlässliches schnelles Umschaltspiel vorhanden, um mit der jüngst gewählten Defensivtaktik nach einem Ballgewinn mit Kontern erfolgreich zu sein. Das gelingt nur sehr punktuell, wie vorvergangenen Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:0) beim Tor von Anastasios Donis, da die Abstimmung nicht passt und keine kollektive Bewegung vorhanden ist.

Auch in Mönchengladbach gab es diesen einen guten Moment nach einer Balleroberung. Mario Gomez scheiterte nach einem guten Steilpass jedoch an Borussia-Torwart Yann Sommer. Wieder einmal ließ er eine Großchance zur Führung aus. „Das ist bitter für die Mannschaft und für mich selbst“, sagt Mario Gomez und merkt an: „Man muss aber auch ehrlich sagen, dass der Weg zum Tor in der zweiten Hälfte richtig weit war.“

Die Stuttgarter vermochten sich nicht mehr zu befreien. „Wenn man keine Entlastung mehr bekommt, wird es schwerer zu verteidigen“, sagt Innenverteidiger Timo Baumgartl. Bei diesem Thema kommt eigentlich Anastasios Donis ein entscheidender Part zu. Der flinke Grieche stach im zweiten Spiel nach seiner Verletzungspause mit seinen knallneongelben Schuhen heraus, blieb ansonsten allerdings als zweite Sturmspitze neben Mario Gomez blass.

Donis machte zu viele technische Fehler, um Wirksamkeit zu entfalten. Die lange Ausfallzeit war ihm mit zunehmender Spieldauer immer mehr anzumerken, in Sprintduelle geht er nach wie vor mit angezogener Handbremse. VfB-Trainer Markus Weinzierl nahm ihn nach 75 Minuten vom Platz – und in Schutz: „Er hat lange Zeit wie die ganze Mannschaft gut gearbeitet. Aber man auch gesehen, dass er noch nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit ist.“ Und da ist er nicht der Einzige beim VfB.

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Erstellt:
11. Dezember 2018, 13:40 Uhr

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