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Wegen Coronavirus: Skirennen in China vor Absage

dpa Schladming. Dem neuen Coronavirus wird der erste Olympia-Test für 2022 zum Opfer fallen. Die Skirennen in gut zweieinhalb Wochen stehen unmittelbar vor der Absage, wie aus der Alpin-Szene zu hören ist. Eine Bestätigung wird noch erwartet. Ein Ersatzort steht schon bereit.

Stellt Deutschlands Ski-Assen den Olympia-Test in China frei: DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. Foto: Michael Kappeler/dpa

Stellt Deutschlands Ski-Assen den Olympia-Test in China frei: DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. Foto: Michael Kappeler/dpa

Wegen des vor allem in Teilen Chinas grassierenden neuen Coronavirus steht der Olympia-Test der alpinen Skirennfahrer unmittelbar vor der Absage.

Gut zweieinhalb Wochen vor den nahe Peking geplanten Speed-Rennen sprechen sich die meisten Teams und auch Vertreter des Weltverbandes FIS deutlich gegen die Wettkämpfe auf den Olympia-Strecken von 2022 in Yanqing aus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag erfuhr. Auch die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete darüber.

Herren-Rennchef Markus Waldner sagte auf dpa-Anfrage, dass die geplante Herren-Abfahrt und der Super-G noch nicht offiziell abgesagt seien. Man warte auf eine Mitteilung der Veranstalter oder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Mit dieser wurde am Dienstagabend oder spätestens am Mittwoch gerechnet.

Ungeachtet der Entscheidung scheint bereits jetzt sicher zu sein, dass kein deutsches Team nach China reisen wird. Der Deutsche Skiverband (DSV) lässt es seinen Athleten nämlich offen, ob sie den Trip antreten wollen. Das berichtete Alpinchef Wolfgang Maier der dpa. Er werde niemanden zwingen. „In 100 Jahren übernehme ich dafür keine Verantwortung“, betonte er angesichts der Situation.

Auch aus anderen nationalen Verbänden, von beteiligten Skifirmen und sogar aus der FIS war zu hören, dass viele Beteiligte am Weltcup auf keinen Fall nach China fliegen werden. Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen war am Dienstag auf mehr als 4500 gestiegen. In China starben mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit.

Eine große Sorge in der Ski-Szene war, dass während der Wettkämpfe eine Situation eintreten könnte, in der die Teams nicht mehr aus dem Land reisen dürfen. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, hat China nämlich Teile des Landes praktisch unter Quarantäne gesetzt. Die Olympia-Strecken in Yanqing liegen mehr als 1000 Kilometer nördlich der Millionenstadt Wuhan, in der das aus dem Tierreich stammende Virus erstmals auf Menschen übergesprungen sein soll. Allerdings ist der Erreger inzwischen in fast jeder Provinz oder Region des Landes aufgetaucht.

China selbst sagte bereits die nationalen Winterspiele in der Inneren Mongolei ab - und dieses Gebiet ist von Wuhan noch wesentlich weiter entfernt als Yanqing in der Nähe von Peking. Wegen der Notlage wurden selbst in Metropolen wie der Hauptstadt Peking und Shanghai sowie mehreren Provinzen die Überlandverbindungen mit Bussen ausgesetzt.

Vor den Skirennen wurden in China bereits andere Sportveranstaltungen abgesagt, darunter Olympia-Qualifikationsturniere der Fußballerinnen und Basketballerinnen sowie die Radrundfahrt Tour of Hainan.

Dem Vernehmen hatten sich in den vergangenen Tagen vor allem die Skiteams aus Italien und Frankreich für eine Absage der China-Rennen ausgesprochen. Laut der Nachrichtenagentur APA gibt es auch einen möglichen Ersatzort für die Rennen. Saalbach-Hinterglemm stünde als Austragungsort für die Speed-Wettkämpfe am 15./16. Februar bereit.

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Erstellt:
28. Januar 2020, 11:57 Uhr

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